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Selbstbetrachtungen

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Über das Buch

Die »Selbstbetrachtungen« des Marc Aurel gelten bis heute als ein Beispiel stoischer Lebens- und Weltauffassung, die um 300 v. Chr. von Zenon im antiken Athen begründet wurde. Begriffe wie »Vernunft«, »Selbstbeherrschung«, »Gelassenheit« und »Verantwortung« stehen im Zentrum dieser Philosophenschule und sind heute mehr denn je in den Blickpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und Diskussion getreten. Ein Besispiel dafür ist der jüngst verstorbene Altkanzler Helmut Schmidt, der in einem ZEIT-Artikel berichtete, dass er die »Selbstbetrachtungen« mit fünfzehn Jahren geschenkt bekam und dass ihn das Buch durch all die schweren Stunden geleitet habe, vom RAF-Terror bis zur Nachrüstung. Der vorliegenden Text ist eine sehr gelungene lesefreundliche Übersetzung aus dem Griechischen Original und folgt der Ausgabe Jena 1920. Text und Rechtschreibung wurden bis auf wenige Änderungen und offensichtliche Druckfehler in der damaligen Schreibweise belassen.

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ISBN9783924963248
VerlagBoer Verlag
Erscheinungsdatum25.11.15
Seitenzahl164

Rezensionen & Bewertungen

145 Bewertungen

25 Rezensionen

4,1

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  • readzilla
    readzilla

    147 Follower

    4,0

    Gedanken eines Kaisers – zeitlos, klar, unbequem ehrlich

    Mit "Selbstbetrachtungen" von Marcus Aurelius Antoninus bekommt man kein klassisches Buch, sondern einen direkten Blick in den Kopf eines der mächtigsten Menschen seiner Zeit – und gleichzeitig eines der reflektiertesten. Die Stärke liegt genau darin: keine Inszenierung, kein Erzählen für ein Publikum, sondern rohe, persönliche Gedanken über Disziplin, Vergänglichkeit und den richtigen Umgang mit sich selbst und der Welt. Als Hörbuch wirkt das fast wie ein innerer Dialog, dem man still zuhört. Manche Passagen treffen sofort, andere brauchen Geduld – und genau das macht den Reiz aus. Es ist kein Werk, das man einfach “konsumiert”, sondern eines, zu dem man zurückkehrt. Wenn du ein Buch suchst, das dich nicht unterhält, sondern dich lehrt, deine Gedanken zu ordnen, das Wesentliche vom Unwichtigen zu trennen und mit mehr Klarheit durchs Leben zu gehen, dann ist "Selbstbetrachtungen" eine zeitlose Empfehlung, zu der du immer wieder zurückkehren wirst.

    Gedanken eines Kaisers – zeitlos, klar, unbequem ehrlich

    3. Mai 2026

  • manssur
    manssur

    36 Follower

    5,0

    „Das Hindernis der Handlung fördert die Handlung. Was den Weg versperrt, wird zum Weg.“

    Marcus Aurelius schrieb seine Selbstbetrachtungen nicht für ein Publikum, sondern für sich selbst – meist während der Donau-Feldzüge, als knappe Notizen. Es sind Selbstgespräche, Erinnerungen, Korrekturen der eigenen Haltung. Wahrscheinlich nahm er das Geschriebene wie Meditation auf: einen Satz wählen, leise wiederholen, im Alltag prüfen. Darum sind die Einträge so kurz und dicht – Übungsaufgaben statt Theorie. Leitidee: Unterscheide, was in deiner Macht steht (Urteil, Absicht, Handlung), von dem, was du annehmen musst (Ruf, Zufall, Vergänglichkeit). Am besten in kleinen Einheiten lesen: täglich oder wöchentlich ein Gedanke. Über das Jahr strukturieren die Sätze den Blick und fördern Ruhe im Alltag.

    „Das Hindernis der Handlung fördert die Handlung. Was den Weg versperrt, wird zum Weg.“

    1. Nov. 2025

  • bookishpixie
    bookishpixie

    11 Follower

    4,5

    „Selbstbetrachtungen“ von Marc Aurel

    „Selbstbetrachtungen“ von Marc Aurel versammelt persönliche Notizen zur stoischen Philosophie und zur eigenen Lebensführung. Die Gedanken sind knapp, klar und überraschend zeitlos. Themen wie Selbstdisziplin, Gelassenheit und der Umgang mit äußeren Umständen stehen im Mittelpunkt und wirken auch heute noch relevant. Durch die fragmentarische Form ist das Buch nicht immer leicht zu lesen, eignet sich aber gut für kurze, wiederholte Abschnitte. Fazit: Ein ruhiges, nachdenkliches Werk mit bleibendem Wert, trotz kleiner Schwächen in der Struktur.

    3. Mai 2026

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marc Aurel

Marcus Aurelius, römischer Kaiser von 161 bis 180 n. Chr. erhielt unter der fürsorglichen Aufsicht Hadrians eine vorzügliche und vielseitige Erziehung. Auf dessen Geheiß adoptierte ihn Antoninus Pius, der Nachfolger Hadrians. Nach dem Tod des Antoninus Pius erfolgte im Jahre 161 n. Chr. die reibungslose Übernahme der Kaiserwürde durch Marc Aurel. Dieser erhob sogleich seinen Adoptivbruder L. Aurelius Verus zum gleichberechtigten Mitkaiser. Die Jahre bis zum Tode des Kaisers waren erfüllt von harten Abwehrkämpfen im Osten gegen die Parther sowie an der Donau gegen Markomannen, Jazygen und Quaden, was den Einsatz aller Kräfte erforderte und nur dank der zähen Ausdauer des pflichtbewussten Herrschers durchgestanden werden konnte. Kaum hatte er die äußeren Gefahren gemeistert, erwuchs ihm in der Empörung des Avidius Cassius, den er zum Oberbefehlshaber im Osten ernannt hatte, ein gefährlicher Rivale. Die Ermordung des Avidius Cassius durch nahe Mitstreiter befreite ihn von dieser Gefahr. 178 n. Chr. brach ein zweiter Markomannenkrieg aus, über den der Herrscher im Feldlager bei Wien im Jahre 180 n. Chr. – wahrscheinlich an der Pest – verstarb. Ein Reiterstandbild Marc Aurels steht heute auf dem Kapitolplatz in Rom.

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