Blick ins Buch

Die Geißel des Himmels

4,4(12)
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Über das Buch

George Orr möchte nur eines – auf einer Erde, wo Überbevölkerung und Hungersnot herrschen, einen Ort finden, an dem er in Frieden leben kann. Aber Orr verfügt über eine erstaunliche Fähigkeit: Seine Träume verändern die Wirklichkeit. Und er kann nicht beeinflussen, was er träumt. Der Psychiater Willam Haber bietet ihm seine Hilfe an. Erst will er Orr nicht glauben, doch bald begreift er, welche Macht er ausüben kann, wenn er sich der Träume seines Schützlings bedient. Und damit beginnt ein schicksalhaftes Ringen um die Zukunft der Menschheit ... Ein hochbrisanter Science-Fiction-Roman, in dem Ursula K. Le Guin die Gefühlswelt der Protagonisten und die beängstigend realistischen Schauplätze auf souveräne Weise im Gleichgewicht hält.

Editionen (1)

ISBN9783910914278
VerlagCarcosa Verlag
Erscheinungsdatum04.12.24
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

2 Rezensionen

4,4

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  • katinkaja
    katinkaja

    37 Follower

    5,0

    Ich bin über das interessante Cover auf das Buch gestoßen und frage mich, warum ich erst jetzt auf diese großartige Schriftstellerin gestoßen bin. Die Atmosphäre, die in dieser Science-Fiction-Geschichte geschaffen wird, ist einzigartig. Ein beklemmendes Gefühl, als würde man selbst Teil dieser Welt sein, was man vielleicht auch ist? Klingt verrückt? Dann empfehle ich das Buch auf jeden Fall. Gute Träume, aber passen Sie lieber auf, was Sie träumen…

    3. Aug. 2025

  • 3,0

    Schade. Bereits seit einiger Zeit hatte ich Interesse daran, mich mal in das Werk der feministischen und sozialistischen Science Fiction Autorin einzulesen und war entsprechend begeistert, als ich eher zufällig dieses Buch aus 1971 bekam. Die Grundprämisse hat mich direkt gepackt: Ein junger Mann, aufgegriffen wegen Drogenmissbrauchs im Versuch, seine REM-Schlafphasen zu unterdrücken, weil er festgestellt hat, dass einige seine Träume wahr werden und zwar so, dass sie nachträglich die Welt vor dem Schlaf verändern können. Der Psychater, an den er nun überwiesen wird, merkt bald, dass sein Klient tatsächlich über Kräfte verfügt- die er sich zugleich zunutze machen will: für sich selbst, aber auch in einem Versuch, vermeintlich die Welt zu verbessern. Leider führten ab einem Punkt die ständigen Realitätswechsel dazu, dass alles nur sehr oberflächlich geschildert wurde. Dazu kamen Charaktere, die weitgehend charakterlos blieben. Beides scheint gewissermaßen intendiert, aber schmälerte stark mein Interesse am Fortgang der Handlung und dem Mitfiebern mit den Charakteren. Schlussendlich hat das skizzenhafte des Romans (weit zu umfänglich, um eine Reduktion auf die Dilemmata und Dysto/Utopien zu sein, weit zu wenig, um eine echte Vielschichtigkeit abseits der vielfach überlagerten Realitäten zu transportieren) bewirkt, dass ich die ethisch-moralischen Denkfiguren und die Verschiedenartigkeit möglicher Gesellschaftsrealitäten weit weniger interessant, intelligent oder durchdenkenswert empfand, als sie es vielleicht waren. Der Roman hatte viel Potential, doch ist er am Ende "nur" Science Fiction und wenig "Literatur". Was im Guten bleibt, ist ein gelungenes erstes Drittel, eine hervorragend spannende Prämisse und ziemlich coole Außerirdische.

    18. Feb. 2026

Autorin / Autor

Über Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin (1929–2018) gilt als die Grande Dame der angloamerikanischen Science Fiction. Sie wurde mit zahlreichen Literatur- und Genrepreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem National Book Award für ihr Lebenswerk. Ihre Bücher beeinflussten viele namhafte Autor:innen, darunter Margaret Atwood und David Mitchell ebenso wie Neil Gaiman und Becky Chambers.

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