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Romane

Das Dekameron

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Über das Buch

Während in Florenz die Pest wütet, erzählt sich eine kleine Festgesellschaft auf dem Lande Tag für Tag Geschichten gegen das Grauen, erotische Geschichten. Das Hörspiel zaubert kunstvoll die Stimmung aus Giovanni Boccaccios Reigen herbei, aus jenem großen modernen Welttheater um Liebe, Sex und Treue, Eifersucht, Neid und Habgier.

Editionen (44)

ISBN9783899039566
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum08.04.09

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • arthurzturm
    arthurzturm

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    3,5

    Das Decameron ist ein unbestreitbarer Meilenstein der Weltliteratur, der im Angesicht der Florentiner Pest ein faszinierendes Panorama menschlicher Schwächen und Stärken entfaltet. Die Rahmenhandlung, in der zehn junge Adlige sich in die Isolation begeben und zehn Tage lang Geschichten erzählen, bietet eine reizvolle Prämisse, die aber nicht vollends zur Geltung kommt. Einige dieser 100 Novellen sind überraschend modern, witzig und in ihrer Kühnheit erfrischend – insbesondere jene, die sich um Bauernschläue, Nonnenlisten oder die Frivolitäten des Klerus drehen. Sie beweisen, dass Themen wie Betrug, Liebe und menschliche Dummheit zeitlos sind und auch heute noch kurzweilige Unterhaltung bieten. ​Allerdings leidet die Sammlung unter einem spürbaren Ungleichgewicht. Trotz der thematischen Vielfalt gibt es Passagen und ganze Tage, an denen sich die Erzählungen merklich ziehen, die Themen sich zu wiederholen scheinen und die sprachliche Eleganz zu einer gewissen Monotonie verkommt. Dies kann für moderne Lesende, die nicht explizit literaturgeschichtlich interessiert sind, eine Herausforderung darstellen und den Lesefluss bremsen. Das Decameron bleibt ein historisch und kulturell unverzichtbares Werk aber die Leseerfahrung ist für mich zu durchwachsen, um es besser zu bewerten.

    14. Dez. 2025

Autorin / Autor

Über Giovanni Boccaccio

Giovanni Boccaccio, 1313 in Paris oder Certaldo geboren, Kaufmannslehrling in Neapel, Richter und Notar in Florenz, Diplomat, Gelehrter und Freund Petrarcas, schrieb Il decamerone von 1349 bis 1353 unter dem Eindruck des verheerenden Pestjahres 1348. Er starb 1375 in Certaldo bei Florenz.

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