Blick ins Buch

Romane

Männer und Frauen

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Über das Buch

Fortuna geizt immer dort mit ihrer Hilfe, wo ohnehin weniger Kraft ist. Das können wir besonders bei den zarten Frauen sehen. Um diesen Fehler der Fortuna etwas auszugleichen, will ich hundert "Novellen" erzählen - nennt sie meinetwegen auch "Fabeln" oder "Parabeln" oder "Geschichten" - als Hilfe und Zuflucht für Frauen, aber nur für jene die lieben, den anderen genüge Nadel, Spindel und Haspel.

Editionen (44)

ISBN9783596155767
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.09.05
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

1 Rezensionen

3,3

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    3,5

    Das Decameron ist ein unbestreitbarer Meilenstein der Weltliteratur, der im Angesicht der Florentiner Pest ein faszinierendes Panorama menschlicher Schwächen und Stärken entfaltet. Die Rahmenhandlung, in der zehn junge Adlige sich in die Isolation begeben und zehn Tage lang Geschichten erzählen, bietet eine reizvolle Prämisse, die aber nicht vollends zur Geltung kommt. Einige dieser 100 Novellen sind überraschend modern, witzig und in ihrer Kühnheit erfrischend – insbesondere jene, die sich um Bauernschläue, Nonnenlisten oder die Frivolitäten des Klerus drehen. Sie beweisen, dass Themen wie Betrug, Liebe und menschliche Dummheit zeitlos sind und auch heute noch kurzweilige Unterhaltung bieten. ​Allerdings leidet die Sammlung unter einem spürbaren Ungleichgewicht. Trotz der thematischen Vielfalt gibt es Passagen und ganze Tage, an denen sich die Erzählungen merklich ziehen, die Themen sich zu wiederholen scheinen und die sprachliche Eleganz zu einer gewissen Monotonie verkommt. Dies kann für moderne Lesende, die nicht explizit literaturgeschichtlich interessiert sind, eine Herausforderung darstellen und den Lesefluss bremsen. Das Decameron bleibt ein historisch und kulturell unverzichtbares Werk aber die Leseerfahrung ist für mich zu durchwachsen, um es besser zu bewerten.

    14. Dez. 2025

Autorin / Autor

Über Giovanni Boccaccio

Giovanni Boccaccio, 1313 in Certaldo bei Florenz geboren, am 21.12. 1375 dort auf seinem Landgut gestorben. Als unehelicher Sohn eines Florentiner Kaufmanns und einer adeligen Französin verbrachte Boccaccio seine Kindheit in Florenz. Mit zehn Jahren schrieb er erste Gedichte. Er studierte Jura, lebte in Neapel, dann als Notar und Richter in Florenz. Freundschaft mit Petrarca. Reisen nach Rom, Padua, Avignon, Neapel. Sein weltberühmtes Hauptwerk das "Decameron" übte einen entscheidenden Einfluß auf die italienische Kunstprosa aus.Kurt Flasch, der Herausgeber, 1930 in Mainz geboren, langjähriger Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt mittelalterliche Philosophie an der Ruhr-Universität in Bochum, wurde im Jahr 2002 mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.

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