Blick ins Buch

Romane

Nachtzug nach Lissabon

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Über das Buch

Raimund Gregorius, alternder Lateinlehrer eines Gymnasiums in Bern, lässt plötzlich sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck: das Buch des Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Einsichten in die Erfahrungen des menschlichen Lebens ihn nicht mehr loslassen. Wer war dieser Amadeu de Prado? Es beginnt eine rastlose Suche kreuz und quer durch Lissabon, die Suche nach einem anderen Leben und die Suche nach einem ungewöhnlichen Arzt und Poeten, der gegen die Diktatur Salazars gekämpft hat.

Editionen (15)

ISBN9783899037876
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum24.09.07

Rezensionen & Bewertungen

254 Bewertungen

35 Rezensionen

3,7

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  • linamarjana
    linamarjana

    2 Follower

    4,0

    Es ist tatsächlich ein literarisches Meisterwerk. So viel sprachgewalt, die großen Fragen des Lebens, über das Reisen und Sein in der Welt. Wer die Sprache liebt, der wird dieses Buch auch sehr mögen!

    12. Apr. 2026

  • wayne161
    wayne161

    39 Follower

    4,0

    Introspektion statt Handlung – verschenktes Potenzial durch den historischen Rahmen, der Kulisse bleibt

    Erneut habe ich ein langsam erzähltes, wenig handlungsbestimmtes Buch gewählt. Dem Berner Lateinlehrer Gregorius fällt durch einen (hier nicht näher beschriebenen) Zufall ein Buch des Autors Amadeu de Prado in die Hände. In seiner existenziellen Krise bricht Gregorius spontan nach Lissabon auf, um das Leben Prados zu rekonstruieren. Die einzelnen Figuren werden oftmals nur angerissen und bleiben funktional. Die Erzählung verbleibt meist im introspektiven Stil, die Themen wechseln durch Zitate aus Prados Werk. Die Salazar-Diktatur bildet den Rahmen von Prados Leben, bleibt jedoch (leider) eher eine Randerscheinung, um Betrachtungen über Vergänglichkeit, Identität, Liebe und Loyalität einzurahmen. Das Ende ist im Gegensatz zum übrigen Buch, das mir durchaus sehr gefallen hat, recht unbefriedigend.

    17. Feb. 2026

  • 3,0

    Heute möchte ich euch das Buch 'Nachtzug nach Lissabon' von Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri), erschienen im Jahr 2004, vorstellen. Der Roman erzählt die Geschichte des Berner Lehrers Raimund Gregorius, der nach einer zufälligen Begegnung sein vertrautes Leben hinter sich lässt. Spontan steigt er in den Nachtzug nach Lissabon, um dem rätselhaften Arzt und Philosophen Amadeu de Prado nachzugehen. Durch dessen Schriften entdeckt Gregorius eine Welt voller Leidenschaft, Zweifel und Widerstand gegen die Diktatur Salazars – und begibt sich zugleich auf eine tiefgehende Suche nach Identität, Freiheit und innerer Veränderung. Der Schreibstil ist poetisch und philosophisch zugleich, geprägt von ruhigen, reflektierten Sätzen und einem nachdenklichen Erzählfluss. Besonders der Anfang entfaltet eine starke Sogwirkung: Die Begegnung auf der Brücke, der spontane Entschluss zur Reise und die geheimnisvolle Ausstrahlung Prados haben mich sofort gepackt. Positiv hervorzuheben sind die klugen Gedanken, die atmosphärischen Beschreibungen und die vielen faszinierenden Einblicke in Prados Leben, die zum Nachdenken anregen. Allerdings verliert sich der Roman im weiteren Verlauf zunehmend – der Fokus wird diffuser, und stellenweise fiel es mir schwer, der Erzählung noch klar zu folgen. Insgesamt bietet das Buch ein sprachlich schönes, aber phasenweise zerfasertes Leseerlebnis. Bewertung: 3 von 5 Sternen. ✨️

    5. Dez. 2025

3 von 35 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Pascal Mercier

Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, starb 2023 in Berlin. Nach »Perlmanns Schweigen« (1995) und »Der Klavierstimmer« (1998) wurde sein Roman »Nachtzug nach »Lissabon« (2004) ein Weltbestseller. 2007 folgte die Novelle Lea«, 2020 der Roman »Das Gewicht der Worte«. 2006 wurde Pascal Mercier mit dem Marie-Luise Kaschnitz-Preis ausgezeichnet, 2007 in Italien mit dem Premio Grinzane Cavour für den besten ausländischen Roman geehrt. Unter seinem bürgerlichen Namen Peter Bieri veröffentlichte er als Philosoph »Das Handwerk der Freiheit« (2001) und »Eine Art zu leben« (2013).

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