Blick ins Buch

Mond über Manhatten

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Über das Buch

Editionen (11)

ISBN9783898308502
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum01.06.04

Rezensionen & Bewertungen

70 Bewertungen

5 Rezensionen

3,8

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  • waldelb
    waldelb

    75 Follower

    3,5

    Unter dem eher langweiligen Titel kann man sich wohl einiges vorstellen, ganz sicher aber wohl nicht das, was sich hinter diesem frühen Werk von Paul Auster verbirgt. Es handelt sich um eine Art Abenteurergeschichte, eine Identitätssuche des orientierungslosen M.S. Fogg, aus dessen Sicht der Roman weitestgehend erzählt wird. Dieser junge Mann ist schon früh mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert, als dann sein Onkel, der sich seither um ihn gekümmert hat, verstirbt, sieht er sich ins Nichts geworfen, was er auch sehr konzentriert dann auszuleben beginnt. Er scheint sich dem Nichts hingeben zu wollen, indem er kaum mehr am Leben teilnimmt, sich aufgibt. In einer Leistungsgesellschaft wie der unseren kann man so nur ins absolute Abseits geraten, Fogg verliert alles und lebt einige Zeit auf der Strasse. Es ist die Kompromisslosigkeit, die mich schon zu Beginn eingenommen hat. Die grosse Kunst Austers, uns seine Charaktere ganz fassbar und umfassend nahezubringen, lässt mich gern mit Fogg zusammen sein und mitzuleiden. Seine Schlussfolgerungen, die zu weiteren Entscheidungen führen, empfand ich sehr gut nachvollziehbar. Obwohl das Leiden sehr greifbar ist, folge ich der Geschichte gern, bin eingenommen, fasziniert. Leider muss ich aber auch sagen, dass dem Erzählstrang nicht so konzentriert gefolgt wird, wie ich es gern gehabt hätte. Die extremen Wandlungen der Geschichte, die ich schon in anderen Werken von Auster bemerkt habe und dem Autor anscheinend wichtig war, wirkt hier zum Teil befremdlich, forciert und nicht immer nachvollziehbar. So sehr Auster den einzelnen Personen Bedeutung einhaucht, so schnell gibt er den so gut aufgebauten Kontakt zu ihnen wieder auf, um ganz woanders mit einer anderen Person wieder anzufangen, ohne dass zunächst eine Verbindung zu erahnen ist. Wie Auster die Verbindung dann wieder herstellt, wirkt hölzern, unrealistisch oder sogar an den Haaren herbeigezogen. So bekommt die Geschichte etwas Märchenhaftes, was dem Buch aber die Tiefe nimmt. Es ist kein schlechtes Buch, handwerklich überaus gekonnt und faszinierend gewebt, der Verlauf der Geschichte aber zum Teil überzogen und für mich öfters nicht stimmig.

    6. Feb. 2026

  • largo24
    largo24

    116 Follower

    2,0

    Sprachlich ein wirklich sehr gutes Buch mit einem flüssigen Schreibstil. Allerdings sind die Handlungen, und vor allem deren Verknüpfungen, weit hergeholt. Viele Zufälle aus dem Nichts lassen nicht wirklich Spannung aufkommen, was das Buch langatmig macht. Insgesamt würde ich das Buch nicht empfehlen.

    9. Juni 2024

  • larasaskiamarie
    larasaskiamarie

    10 Follower

    5,0

    Jeder sollte einen Auster gelesen haben, dieser hier ist eine kurzweilige Coming of age Geschichte

    Paul Auster hat einen wirklich bemerkenswerten Stil und Ausdruck - auch in diesem Roman. Gepaart mit einer kurzweiligen Coming of age Geschichte inklusive erster Liebe und jede Menge Referenzen an New York rundum ein Genuss. Read me!

    5. Dez. 2024

3 von 5 Rezensionen

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