Blick ins Buch

Fantasy

Schöne neue Welt

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Über das Buch

'Utopien erweisen sich als weit realisierbarer, als man früher glaubte. Und wir stehen heute vor einer auf ganz andere Weise beängstigenden Frage: Wie können wir ihre endgültige Verwirklichung verhindern? … Utopien sind machbar. Das Leben hat sich auf die Utopien hinentwickelt. Und vielleicht beginnt ein neues Zeitalter, ein Zeitalter, in dem Intellektuelle und Gebildete Mittel und Wege erwägen werden, die Utopien zu vermeiden und zu einer nichtutopischen, einer weniger ›vollkommenen‹ und freieren Geselschaftsform zurückzukehren.' (Nikolai Berdjajew)

Editionen (19)

ISBN9783896143303
VerlagHörbuchproduktionen
Erscheinungsdatum01.10.04

Rezensionen & Bewertungen

1232 Bewertungen

105 Rezensionen

3,6

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  • dolomo
    dolomo

    5 Follower

    4,5

    Leiden und Probleme haben macht uns zu Menschen

    Der Anfang ist ein bisschen zäh und verwirrend, doch wenn man die Welt in ihren Grundlagen erfahren hat und die Charaktere Form genommen haben, ist es sehr gut lesbar. Wer eine Perfekte Welt haben möchte, in der die Menschen nicht leiden, verliert die Menschlichkeit. Der Konflikt im letzten Drittel fühlt sich natürlich an und auch die Aasgeier sind in unserer jetzigen Gesellschaft. Die Menschen haben Religion, Unwohlsein, Probleme wie alt werden und Bedürfnisse verbannt und spielen selber Gott in der Kreation der Menschheit. Eine Perfekte Welt, in der man wie eine Ameise lebt und die Ameisenkönigin ist der Weltaufsichtsrat.

    25. Mai 2026

  • ebru.ppt
    ebru.ppt

    375 Follower

    3,0

    💭 Eine Welt, in der es nicht normal ist, dass Frauen Kinder gebären und mit ihren Partnern eigene Familien gründen. Eine Welt, in der Embryos in einem sogenannten Konditionierungscenter in Reagenzgläsern gezüchtet und bereits als Kleinkinder darauf konditioniert werden, keine Emotionen zu empfinden sowie Regeln und Gesetze zu befolgen. Eine Welt, in der Menschen in sogenannte Kasten eingeteilt werden... Die dystopische Gesellschaft, die Huxley beschreibt – kontrolliert, konditioniert und komplett entmenschlicht – wirkt beklemmend. Die Vorstellung, dass eine Regierung bzw. die sogenannten Controller eine Realität erschaffen, in der Individualität nicht existieren darf, hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Trotzdem musste ich mich leider oft durch die Seiten kämpfen. Die Erzählweise hat es mir schwer gemacht, in die Handlung einzutauchen. Man merkt zwar, wie viel Potenzial in dieser Welt steckt, aber die Umsetzung zieht sich stellenweise so sehr. Die Figuren bleiben blass, und die Dialoge fand ich irgendwie langweilig, obwohl die Grundidee interessant ist. 📖 Worum geht es? Die sogenannten Weltcontroller haben eine Welt erschaffen, in der Menschen in Kasten eingeteilt und mit Gesundheit gesegnet sind. Von Geburt an werden sie einer Gehirnwäsche unterzogen und manipuliert, sodass sie brav gehorchen und sich nicht gegen das System stellen. Während eine der Gruppen so konditioniert wird, dass sie einfache Arbeiten verrichten, wird eine weitere Gruppe zu Führungskräften ausgebildet. Es gibt noch weitere Gruppen, die allesamt ein Ziel haben: als Gesellschaft zu funktionieren – ohne eigene Meinung, ohne eigene Wünsche und ohne persönliche Interessen. Es zählen S*x und Konsum. Emotionen und Zuneigung dürfen nicht empfunden werden. Denn hier kommt eine Droge ins Spiel, die die Menschen gefügig macht … 🪧 Fazit: Die Grundidee fand ich unglaublich spannend. Während des Lesens war ich total erstaunt, dass dieses Buch aus dem Jahr 1923 stammt. Die Vision und die Voraussicht des Autors sind wirklich sehr beeindruckend. Auch wenn die Welt, die in diesem Buch beschrieben wird, als Dystopie gilt, empfinde ich den Inhalt als zeitgemäß und relevant. Eine Gesellschaft, die gesteuert und in eine bestimmte Richtung gelenkt wird – das entspricht ja stellenweise auch unserer Realität. Unsere Drogen sind die Medien. Die Art, wie die Welt beschrieben wurde, fand ich leider langweilig. Die Handlung zieht sich, und mich hat das Buch nicht abgeholt. Dennoch ist es eine wichtige Lektüre, die jede*r einmal gelesen haben sollte.

    23. Nov. 2025

  • buchfang
    buchfang

    378 Follower

    4,0

    „Ich will Gott, ich will Poesie, ich will willkürliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde.“

    „O schöne neue Welt, die solche Wesen trägt“ Allmächtiger Ford, was ist aus dieser schönen neuen Welt geworden? In Teilen wurde sie unsere Wirklichkeit. Ablenkung durch sinnlose Bestrahlung auf TikTok, entfliehen der Welt mit Schmerzmitteln (Soma) und sträfliches vernachlässigen der Lyrik. Konformität ist gewünscht, aus-der-Reihe-Tänzer werden kritisch beäugt. Aldous Huxley hat seine, auf den Maximen von Henry Ford, entwickelte Dystopie 600 Jahre in die Zukunft verfrachtet. Aber wie schon Olivia Butler, hat er es geschafft, Teile des heutigen Zeitgeistes schon vor fast hundert Jahren einzufangen. Dieses Kunststück gelingt nicht Vielen. Gleichzeitig ist es erschreckend zu sehen, wohin wir uns entwickelt haben. Wenn wir jetzt noch massenweise Babys in Fabriken züchten würden, wären wir nicht mehr weit entfernt von Huxleys Dystopie. So beeindruckend seine Zukunftsvisionen auch sind, muss ich sagen, finde ich die Story etwas zäh. Man wird nicht wirklich durch diese Welt gezogen, sondern muss sie sich erarbeiten. Das bringt einen dazu, sich stärker damit auseinanderzusetzen, andererseits zieht es sich dadurch auch ein wenig. Es handelt sich wirklich um einen Roman, den man mal gelesen habe sollte. Erst Recht, wenn man ihn, wie ich, nicht in der Schule gelesen hat.

    4. März 2025

3 von 105 Rezensionen

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