Blick ins Buch

Romane

Mario und der Zauberer

3,1(368)
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Über das Buch

In einem italienischen Badeort der 1920er-Jahre erlebt eine deutsche Familie während ihres Urlaubs eine zunehmend gereizte Atmosphäre. Seinen Höhepunkt findet der Aufenthalt in dem Auftritt des hypnotischen Zauberers Cipolla, der mit seinen suggestiven Künsten das Publikum in seinen Bann schlägt. Der junge Kellner Mario gerät hierbei in den Fokus der Vorstellung...

Thomas Manns 1930 erschienene Novelle "Mario und der Zauberer" handelt von Verführung, Willensverlust und der Macht charismatischer Manipulatoren. Sie gilt damit als scharfsinnige Allegorie auf den aufkommenden Faschismus in Europa.

Das Hamburger Leseheft enthält neben dem ungekürzten Originaltext ein Nachwort, eine Zeittafel zu Thomas Mann sowie umfangreiche Anmerkungen.

Editionen (30)

ISBN9783872912619
VerlagHamburger Lesehefte
Erscheinungsdatum01.03.26
Seitenzahl57

Rezensionen & Bewertungen

368 Bewertungen

45 Rezensionen

3,1

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  • cicada
    cicada

    103 Follower

    3,0

    Auf der Rückseite steht, dass es ein fabelhaftes Buch ist. Naja, "fabelhaft" bezeichnet bei mir etwas anderes. Das hier eher nicht. Ich weiß auch, dass Thomas Mann einer der bedeutenden Schriftsteller Europas ist, aber das hat bei mir leider nicht funktioniert. Damals in der Schule hatte ich das lesen müssen, wusste aber heute nicht mehr, um was es ging. Beim Lesen fühlt man sich, als wäre man mit einer typisch deutschen Familie unterwegs. Überall und an allem gibt es was zu meckern. Sei es, dass der Magier zu spät zu seiner Show erscheint oder man in ein anderes Hotel gesteckt wird, weil die Dame einen Dauerhusten hat und damit andere Gäste nervt. Ich fühle mich beim lesen ein wenig gestresst und überlege schon, in diesem Jahr allein in Urlaub zu fahren. 😄 Thomas Mann versteht es, seine Figuren so unattraktiv darzustellen, dass einem die Lust auf eine Italien-Reise vergeht. Auch wenn der Roman Bezüge zum Faschismus aufweist, hat mich das Buch doch eher ratlos zurückgelassen.

    26. März 2026

  • doerthe1
    doerthe1

    30 Follower

    3,5

    Eine Kurzgeschichte als Einstieg, bevor es im Klassikleseclub an den Zauberberg von T. Mann geht

    Ich hatte eine kleine, innere Abneigung gegen die Kurzgeschichte von Thomas Mann, der mir in Recherchen ein eher konservativer Mann vorgestellt wurde. Die Buddenbrocks fand ich langatmig und schwierig zu lesen und bin nie über den Anfang hinweg gekommen. Anfangs ging es mir bei Mario genauso. Die verschachtelten Sätze und das "Vorgeplänkel" war zwar nicht schwer zu verstehen, aber umständlich zu lesen. Aus diesem Grund habe ich nach dem ersten Teil von 24 Seiten eine Lesepause eingelegt und mir heute die restlichen Seiten vorgenommen. Tatsächlich verlief das Lesen flüssiger, ich habe Manns Ironie verstanden und war dann doch gefangen in der Geschichte, die letztendlich auch mit einem Showdown endete. Die politischen Parallelen zu Muselinis Zeiten konnte ich gut entdecken. Thomas Mann hat in seiner Geschichte den unsympathischen Mario als Willensbeuger und Befehlsgeber gut gezeichnet und die Zuschauer als mitschwimmende und feiernde Bevölkerung gut dargestellt. Alles in allem ein wirklich guter Einstieg in die Geschichten von Thomas Mann, die ich gut empfehlen kann

    17. Mai 2026

  • 4,5

    Widerwillig verliebt in Thomas Mann

    Lange Zeit (zu lange Zeit) habe ich es vor mir hergeschoben irgendwas von Thomas Mann zu lesen. "Das ist mal ein Projekt für später" habe ich mir immer wieder eingeredet. Tja, jetzt ist wohl später. Zu schwer. Zu sperrig. Zu umständlich. Zu konservativ. Ich hatte schon viele Vorurteile gehört. Ich muss sagen: Nichts davon hat für mich zugetroffen. Nach diesen beiden Kurzgeschichten bin ich verliebt in die Sprache von Thomas Mann und seine Gabe zu beobachten. Nach guten 5 Seiten machte es auch bei mir (endlich?) Klick: Deswegen also der Nobelpreis. Jetzt bin ich glücklich über das Thomas Mann-Universum das noch vor mir liegt und das es zu entdecken gilt. Unbedingt mehr davon!! 🪞💙🎭 In "Tonio Kröger" geht es um die Lebensstationen eines Mannes, der sein Leben der Kunst und dem Schreiben widmet und somit das Gefühl hat sein "echtes Leben" nicht wirklich leben zu können. Aber wie tröstlich ist der Gedanke, dass die Figuren die er erschafft, all diese Leben und noch viel mehr für ihn leben können? Auch ich habe Versionen von Hans Hansen und Ingeborg in meinem Leben und habe so so sehr mitgefühlt. "(...) und wenn ich Applaus vernahm, blickte ich heimlich um mich, ob ihr daran teilhättet..." 🇮🇹🪄😵‍💫 "Mario und der Zauberer" ist ganz anders aber nicht weniger tief. Ich war sofort in diesem Familienurlaubs-Mittelmeer-Gefühl drin. Wieder beschreibt Thomas Mann Kleinigkeiten so großartig, dass ich schon nach wenigen Seiten tief drin war. Er schafft es die Hitze, die Anspannung, das Unausgesprochene brilliant darzustellen. Auch die Thematik ist extrem stark. Ohne es groß auszusprechen, zeigt Mann, wie leicht sich Menschen beeinflussen lassen und wie schnell sich eine Dynamik entwickelt, die man nicht mehr kontrollieren kann.

    Widerwillig verliebt in Thomas Mann

    5. Mai 2026

3 von 45 Rezensionen

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