Blick ins Buch

Biografien

Schoßgebete

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Über das Buch

Drei ganz normale Tage im Leben von Elizabeth Kiehl (Lavinia Wilson): Kindererziehung, Biokost und Therapie bei Frau Drescher (Juliane Köhler) gehören ebenso dazu wie gemeinsame Bordellbesuche mit ihrem Mann Georg (Jürgen Vogel). Doch Elizabeth, Anfang 30, ist hochneurotisch, ständig in Sorge und hat Angst vor allem – außer beim Sex …

Schoßgebete erzählt von Ehe und Familie wie kein Filmzuvor. Radikal offen, selbstbewusst und voller grimmigem Humor ist es die Geschichte einer so unerschrockenen wie verletzlichen jungen Frau.

Editionen (7)

ISBN9783869521732
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum15.09.14

Rezensionen & Bewertungen

111 Bewertungen

13 Rezensionen

2,6

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  • melinabosse
    melinabosse

    50 Follower

    3,5

    3 Tage in einer Gedankenspirale

    Entgegen der meisten Meinungen fand ich das Buch schon unterhaltsam und spannend. Hier werden äußerst detailliert Gedanken eine Mutter seziert, die sich zwischen Mutterrolle, Ängsten, Traumata, Ehe- und Sexualleben abspielen. Man bekommt einen seeehr tiefen Einblick in unsere Hauptprotagonistin. Und um mehr geht es nicht. Ich fand es erstaunlich wie tief man einen Charakter ausbauen kann aber Charlotte Roche hat es hier äußerst gut umgesetzt. Das Buch ist nicht für Leute die an einer Storyline interessiert sind. Hier stellen keine großen Ereignisse den Rahmen des Romans - hier geht es um eine zutiefst menschliche und höchstpersönliche Darstellung einer fiktiven Figur die gar nicht so fiktiv ist.

    1. Feb. 2026

  • dasmaedchenimzug
    dasmaedchenimzug

    39 Follower

    3,5

    Ein Autobiografisches Buch, welches verlangt, dass man sich darauf einlassen kann

    Nachdem es in den ersten 20 Seiten eigentlich nur um Sex ging, war ich kurz davor das Buch abzubrechen - ich empfand es als öde und wirr. Ab dem ersten Drittel/der Hälfte hat es angefangen mich in seinen Bann zu ziehen. Ich fand die Traumatisierung, die daraus resultierenden Ängste, Schuldgefühle, Zwänge, Kontrollzwang und den Verfolgungswahn so unglaublich realistisch geschrieben, als würde ich einer labilen Frau gegenüber sitzen, die nicht leben kann und nicht sterben darf und nur in ihrer Hypersexualität etwas Ruhe findet. Dann fing ich an zu googeln und war erschüttert zu erfahren, dass die Autorin selbst genau diesen Schicksalschlag so erleiden musste. Unvorstellbar. Ich zieh meinen Hut vor ihr, dass sie uns mit dieser Geschichte in ihre Seele hat blicken lassen. Trotzdem will ich ehrlich sein, dass das Buch nicht immer einfach zu lesen war, es fordert einen heraus, hat immer wieder Längen und Gedankenstrudel, die sich anstrengend anfühlen - man muss sich durchbeissen. Auch ist es sehr schwer eine Bindung oder wirkliche Sympathie zur Protagonistin aufzubauen. Ich finde es trotzdem wichtig, dass wir auch dieser Art Hauptcharakter begegnen dürfen. Ich empfehle das Buch Lesern, die kein Problem mit Unkonventionellem haben.

    16. Apr. 2026

  • clafami
    clafami

    91 Follower

    1,0

    Ein Stern für Charlotte Roche! Nach hundert Seiten wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Hauptfigur immer noch dasselbe sagt! Ihre Papanoia und ihre Ängste, die Wut und die irren Unsicherheiten gingen mir regelrecht auf die Nerven. Wenn ich weiter gelesen hätte, hätte ICH einen Therapeuten aufsuchen müssen. Langweilig & fad.

    12. Juni 2023

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Charlotte Roche

Charlotte Roche, 1978 geboren, war Moderatorin u. a. für VIVA, 3sat und das ZDF und wurde mit dem Grimme-Preis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2008 veröffentlichte Roche ihren ersten Roman, Feuchtgebiete, der mit seiner radikalen Offenheit eine gesellschaftliche Debatte auslöste und zum erfolgreichsten Buch des Jahres avancierte. 2012 folgte ihr zweiter Roman, Schoßgebete, der sich ebenso lange in den Bestsellerlisten hielt. Beide Bücher wurden erfolgreich fürs Kino verfilmt.

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