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Ein neues Blau

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Über das Buch

Nach dem Erfolg von »Wenn Martha tanzt« – mehr von Publikumsliebling Tom Saller

Als Lilis Mutter früh stirbt, kümmert sich ihr Vater Jakob rührend um sie. Aber erst als sie Günther von Pechmann kennenlernt, den Direktor der Königlichen Porzellan-Manufaktur, findet sie ihre Bestimmung: die Welt des Porzellans. Doch die Nationalsozialisten kommen an die Macht und Lili muss aus Berlin fliehen.
Fünfzig Jahre später lebt Lili wieder in Berlin, zurückgezogen in ihrem Haus mit dem japanischen Garten. Sie spricht nicht viel über sich und ihr bewegtes Leben. Erst die widerspenstige 18-jährige Anja kann Lili dazu bewegen, sich ihr zu öffnen. Stück für Stück enthüllt sich Lilis Geschichte, doch auch Anja hat ein Geheimnis. Welche Rolle spielt dabei die schlichte Porzellanschale, die die alte Frau wie einen Schatz hütet?

Schauspielerin Eva Meckbach , ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2019, liest die wendungsreiche Geschichte der Porzellanmalerin Lili, die sich über das gesamte 20. Jahrhundert erstreckt.

Editionen (4)

ISBN9783869092812
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum12.01.21

Rezensionen & Bewertungen

25 Bewertungen

8 Rezensionen

4,0

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  • danianni
    danianni

    58 Follower

    3,5

    Wir begleiten Lili eine lange Zeit in ihrer Kindheit und als junge Erwachsene. Leider wird der Teil der Geschichte, der mich am meisten interssiert hätte, dann widerum nur durch Dritte, bzw gar nicht erzählt.

    30. Aug. 2025

  • alteweissefrau
    alteweissefrau

    23 Follower

    4,0

    Das Cover des Buches ist sehr irreführend. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen einmal in der Zeit von 1900-1936und 2025. Die erste Zeitebene beschäftigt sich mit dem aufwachsen von Lili und deren Erziehung. Beteiligt daran sind der Vater, ein Rabbi und Takeshi, einem Japaner. Die innigste Verbindung baut Lili zu Takeshi auf. So ist es nicht verwunderlich, dass die Übersetzung seines Namens „Beschützer“ heißt. Lilis Mutter ist an der spanischen Grippe gestorben. Die Herstellung von Porzellan, die Zubereitung von Tee und die damit verbundene Zeremonie, die Entwicklung vom Kleinkind Lilly bis zu r erwachsenen Frau und die Herstellung und Bedeutung von Porzellan bestimmen den ersten Teil. Der zweite Teil beschreibt eine Teenagerin, die Probleme mit sich, Ihrer Identität und ihrer Umwelt hat. Beide Teile werden stilistisch unterschiedlich beschrieben. Im ersten Teil sind es vorwiegend kurze Geschichten, in denen nach Brecht Art schon eine Zusammenfassung des Inhalts des Kapitels in der Überschrift zu erkennen ist. Der zweite Teil ist wunderbar getragen von der Wandlung des Teenagers, auch im stilistischen Sinne. Die rotzige Sprache des Teenagers wandelt sich im Laufe der Zeit durch die Betreuung der jetzt alten Person, Lilly und dem Verständnis der Lebensgeschichte auch stilistisch. Das ist grandios gelöst. Inhaltlich verbinden die beiden Ebenen das Thema Schuld. Es gibt einen Punkt Abzug für das Buch, weil das Ende ziemlich abrupt kommt und man sich von den Personen, mit denen man im Laufe der Geschichten mit gelitten, mit gelacht, mitgefiebert hat, am Ende sehr schnell zu Ende geht. Gerne hätte ich noch mehr über den weiteren Lebensweg von der Teenagerin erfahren, ebenso wie es Lilly und ihrem Mann während des Exiles in den USA gegangen ist.

    24. März 2025

  • 3,5

    Schöne Worte, formen schöne Sätze, formen schöne Gedanken, formen Bilder in meinem Kopf. Bedauerlich, aber die Rückseite des Buches hat mich auf eine falsche Spur geführt, die Spur des Porzellans und des Dritten Reiches, eine Spur, der die Geschichte erst ab etwa der Hälfte folgte und das leider nicht besonders zielstrebig. Was mich alles in allem etwas enttäuscht zurück ließ. Gefunden habe ich stattdessen eine tragische auf zwei Zeitebenen, langsam und ruhig erzählte Geschichte, vor dem Hintergrund der beiden Weltkriege, die kaum Erwähnung finden und dennoch immensen Einfluss haben. Eine Geschichte des Tees, der Kulturen und deren Berührungen, sowie die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Frauen, deren Leben sich unerwartet kreuzten und sich bereicherten, die sich ohne, mit und durch einander entwickelten.

    17. Okt. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Tom Saller

Tom Saller, geboren 1967, hat Medizin studiert und arbeitet als Psychotherapeut in der Nähe von Köln. Falls er nicht gerade schreibt, spielt er Saxophon in einer Jazzcombo. 2018 erschien Sallers Debütroman »Wenn Martha tanzt«, der umgehend ein Bestseller wurde. Eva Meckbach war von 2006 bis 2019 an der Schaubühne Berlin engagiert. Darüber hinaus steht sie für TV- und Kinoproduktionen wie »Tatort« oder »Was bleibt« und »Wunschkinder« vor der Kamera. Als Hörbuchsprecherin war Eva Meckbach an verschiedenen Rundfunkproduktionen beteiligt und hat als »Beste Interpretin« den Deutschen Hörbuchpreis 2019 mit ihrer feinfühligen Lesung von Annette Hess' »Deutsches Haus« gewonnen. Nina Lilith Völsch, geboren 1995 in Berlin, studiert seit 2017 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar Wien und stand dort bereits bei Theaterproduktionen wie »Viel Lärm um nicht ...« nach William Shakespeare und »Penthesilea« von Heinrich von Kleist auf der Bühne. Zudem konnte sie einige Erfahrungen vor der Kamera im Kurzfilm »Ende Eden« oder im Musikvideo »My Party Track« von Piet Arion sammeln.

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