Blick ins Buch

Romane

Es geht uns gut

3,5(41)
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Über das Buch

Philipp Erlach ist seiner Familie gegenüber ein Totalverweigerer. Als ausgerechnet er die alte Villa seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt erbt, will er seine Erinnerung ebenso austreiben wie die Tauben unterm Dach. Drei Generationen einer Familie sind siebzig Jahre Geschichte und siebzig Jahre Lebensgeschichten: In seinen gescheiterten Erfindern und trotzigen Töchtern, in Kindern und Alten, Ministern und Meteorologinnen zeigt Arno Geiger Nahaufnahmen jenes traurigen und komischen Jahrhunderts, das auch den Enkeln noch stärker im Nacken sitzt, als ihnen lieb ist. Gekürzte Lesung, 4 CD, Laufzeit ca. 300 Minuten, Sprecher: Arno Geiger

Editionen (7)

ISBN9783867171656
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum31.08.07

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

2 Rezensionen

3,5

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  • astroeva
    astroeva

    116 Follower

    3,5

    Wien

    Es las sich gut. Stellenweise hat es mir sehr gut gefallen, dann fand ich es ein bisschen langweilig. Es ist jetzt lange her und ich dachte es spielt in Berlin.

    18. Nov. 2024

  • leahsayshi
    leahsayshi

    5 Follower

    4,0

    Hallo Nachbarland, ich wusste bis zu diesem Buch nichts über deine Geschichte. Wie peinlich! "Es geht uns gut" lief langsam bei mir an, aber ungefähr ab der Mitte des Buches habe ich es förmlich verschlungen, wenn ich Zeit zum Lesen hatte. Das Buch hat allerdings auch eine Bildungslücke bei mir gefüllt, musste ich doch zwischendurch immer ein bisschen durch das www. reisen und was über Nachkriegsösterreich, Österreich zwischen den Kriegen oder mitten im Kalten Krieg ergooglen. Verrückt, dass mir all die Jahre Geschichtsunterricht unheimlich viel über Deutschland und die französische Revolution beigebracht haben, aber nicht über meine Nachbarländer. Ich muss auch einigen Stimmen hier beipflichten, dass Geiger sehr konstruiert schreibt, was sich für mich aber überhaupt nicht negativ anfühlte: Hier werden das Privatleben der Figuren und die Geschichte Österreichs wunderbar miteinander verflochten. Auch für die starken, sehr tiefgehenden Frauenfiguren kann ich Geiger nur loben. Am liebsten habe ich wohl über Ingrid gelesen. (Auch, wenn ich nie verstehen werde, wieso sie überhaupt Peter geheiratet hat - wahrscheinlich u.a. auch um ihren Vater zu nerven). 2005 dann der Buchpreis und ich finde seitdem zieht sich die Linie "Erinnerung" und "Vergangenheitsbewältigung" sehr konstant durch die Verleihung. Immerhin bleiben sie sich treu. Ich finde dadurch hat der deutsche Buchpreis so etwas sehr Konservatives, weil ganz arg Gewagtes oder Experimentelles ja nie auftauchen würde und auch alle Bücher einander stark ähneln. Mal gucken, wie das noch weitergeht. Ansonsten bleibt mir noch zu sagen, dass einige Handlungsstränge für mich deutlich spannender waren und in der Qualität geschwankt haben. Philipp zum Schluss ist dann ja irgendwie der Held des Passiven und des Nicht-Handelns und Nicht-Erinnern. Dank Arno Geiger konnte ich immerhin eine kurze Geschichtsstunde nachholen.

    3. Jan. 2020

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