Schelm, Betrüger, Erzganove – spätestens durch die mittelalterliche Volksdichtung »Reynke de vos« (1498) ist die Figur des ebenso gerissenen wie skrupellosen Reineke Fuchs im deutschsprachigen Raum unsterblich geworden. Knapp 300 Jahre später nahm auch Goethe sich des berühmten Stoffs an: Virtuos und sprachgewaltig gestaltete er die überlieferten Geschichten um und inszenierte in epischen Hexametern eine zeitlos bissige Satire auf das sogenannt Menschlich-Allzumenschliche. Sein »Reineke Fuchs in zwölf Gesängen« geriet ihm zum Meisterwerk und zählt zu den großen Klassikern des Genres.
Meine Meinung
Das Buch ist so kurz, dass ich den Inhalt hier gleich mit erzähle. Die Parabel erzählt vom bösen Fuchs Reineke, der an den Hof kommen soll, um sich für seine Verbrechen zu rechtfertigen. Natürlich erscheint er nicht. Stattdessen schafft er es durch List und Tücke die Gesandten des Hofes reinzulegen und am Ende selbst zum Kanzler zu werden.
Das Buch besticht hier vor allem durch die wahnsinnig schönen Illustrationen. Sie sind sehr naturgetreu gehalten und trotzdem frage ich mich, wie man so zeichnen kann. Doch der Inhalt besticht ebenfalls mit Humor und Aktualität. Wenn man das Geschehen an des Königs Hof so liest, dann denkt man sich, jemand beschreibt aktuelle Politik.
Gleichzeitig fiel mir auf, dass es oft als Kinderbuch gilt, obwohl es durchaus brutal ist. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und hoffe, dass es in der Kinderversion zensiert wurde. Es kommt ganz offen Vergewaltigung vor, die sogar illustriert wurde. Mal abgesehen von einigen Toden und Quälereien.
Die Charaktere wurden sehr überspitzt dargestellt. König Nobel zum Beispiel war relativ dumm und hat aus seinen Fehlern nicht gelernt, während Reineke natürlich jeden hintergehen und bestechen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Natürlich war absehbar, wie es enden würde und es war unlogisch, dass niemand Reineke zu fassen bekam und jeder sich von ihm um den Finger wickeln ließ, obwohl sie anfangs alle Misstrauen hatten. Es ist aber wie gesagt eine Parabel in einer wirklich wunderschönen Aufmachung.
Fazit
Von mir bekommt das Buch vier Sterne. Es ist ein Schmuckstück in meinem Klassikerregal und unterhält auch gut über die paar Seiten. Der Preis für 89 Seiten ist dabei natürlich heftig.
18. Dez. 2023
4,0
Meine Meinung
Das Buch ist so kurz, dass ich den Inhalt hier gleich mit erzähle. Die Parabel erzählt vom bösen Fuchs Reineke, der an den Hof kommen soll, um sich für seine Verbrechen zu rechtfertigen. Natürlich erscheint er nicht. Stattdessen schafft er es durch List und Tücke die Gesandten des Hofes reinzulegen und am Ende selbst zum Kanzler zu werden.
Das Buch besticht hier vor allem durch die wahnsinnig schönen Illustrationen. Sie sind sehr naturgetreu gehalten und trotzdem frage ich mich, wie man so zeichnen kann. Doch der Inhalt besticht ebenfalls mit Humor und Aktualität. Wenn man das Geschehen an des Königs Hof so liest, dann denkt man sich, jemand beschreibt aktuelle Politik.
Gleichzeitig fiel mir auf, dass es oft als Kinderbuch gilt, obwohl es durchaus brutal ist. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und hoffe, dass es in der Kinderversion zensiert wurde. Es kommt ganz offen Vergewaltigung vor, die sogar illustriert wurde. Mal abgesehen von einigen Toden und Quälereien.
Die Charaktere wurden sehr überspitzt dargestellt. König Nobel zum Beispiel war relativ dumm und hat aus seinen Fehlern nicht gelernt, während Reineke natürlich jeden hintergehen und bestechen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Natürlich war absehbar, wie es enden würde und es war unlogisch, dass niemand Reineke zu fassen bekam und jeder sich von ihm um den Finger wickeln ließ, obwohl sie anfangs alle Misstrauen hatten. Es ist aber wie gesagt eine Parabel in einer wirklich wunderschönen Aufmachung.
Fazit
Von mir bekommt das Buch vier Sterne. Es ist ein Schmuckstück in meinem Klassikerregal und unterhält auch gut über die paar Seiten. Der Preis für 89 Seiten ist dabei natürlich heftig.
Meine Meinung
Das Buch ist so kurz, dass ich den Inhalt hier gleich mit erzähle. Die Parabel erzählt vom bösen Fuchs Reineke, der an den Hof kommen soll, um sich für seine Verbrechen zu rechtfertigen. Natürlich erscheint er nicht. Stattdessen schafft er es durch List und Tücke die Gesandten des Hofes reinzulegen und am Ende selbst zum Kanzler zu werden.
Das Buch besticht hier vor allem durch die wahnsinnig schönen Illustrationen. Sie sind sehr naturgetreu gehalten und trotzdem frage ich mich, wie man so zeichnen kann. Doch der Inhalt besticht ebenfalls mit Humor und Aktualität. Wenn man das Geschehen an des Königs Hof so liest, dann denkt man sich, jemand beschreibt aktuelle Politik.
Gleichzeitig fiel mir auf, dass es oft als Kinderbuch gilt, obwohl es durchaus brutal ist. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und hoffe, dass es in der Kinderversion zensiert wurde. Es kommt ganz offen Vergewaltigung vor, die sogar illustriert wurde. Mal abgesehen von einigen Toden und Quälereien.
Die Charaktere wurden sehr überspitzt dargestellt. König Nobel zum Beispiel war relativ dumm und hat aus seinen Fehlern nicht gelernt, während Reineke natürlich jeden hintergehen und bestechen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Natürlich war absehbar, wie es enden würde und es war unlogisch, dass niemand Reineke zu fassen bekam und jeder sich von ihm um den Finger wickeln ließ, obwohl sie anfangs alle Misstrauen hatten. Es ist aber wie gesagt eine Parabel in einer wirklich wunderschönen Aufmachung.
Fazit
Von mir bekommt das Buch vier Sterne. Es ist ein Schmuckstück in meinem Klassikerregal und unterhält auch gut über die paar Seiten. Der Preis für 89 Seiten ist dabei natürlich heftig.
15. Nov. 2022
4,0
Meine Meinung
Das Buch ist so kurz, dass ich den Inhalt hier gleich mit erzähle. Die Parabel erzählt vom bösen Fuchs Reineke, der an den Hof kommen soll, um sich für seine Verbrechen zu rechtfertigen. Natürlich erscheint er nicht. Stattdessen schafft er es durch List und Tücke die Gesandten des Hofes reinzulegen und am Ende selbst zum Kanzler zu werden.
Das Buch besticht hier vor allem durch die wahnsinnig schönen Illustrationen. Sie sind sehr naturgetreu gehalten und trotzdem frage ich mich, wie man so zeichnen kann. Doch der Inhalt besticht ebenfalls mit Humor und Aktualität. Wenn man das Geschehen an des Königs Hof so liest, dann denkt man sich, jemand beschreibt aktuelle Politik.
Gleichzeitig fiel mir auf, dass es oft als Kinderbuch gilt, obwohl es durchaus brutal ist. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und hoffe, dass es in der Kinderversion zensiert wurde. Es kommt ganz offen Vergewaltigung vor, die sogar illustriert wurde. Mal abgesehen von einigen Toden und Quälereien.
Die Charaktere wurden sehr überspitzt dargestellt. König Nobel zum Beispiel war relativ dumm und hat aus seinen Fehlern nicht gelernt, während Reineke natürlich jeden hintergehen und bestechen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Natürlich war absehbar, wie es enden würde und es war unlogisch, dass niemand Reineke zu fassen bekam und jeder sich von ihm um den Finger wickeln ließ, obwohl sie anfangs alle Misstrauen hatten. Es ist aber wie gesagt eine Parabel in einer wirklich wunderschönen Aufmachung.
Fazit
Von mir bekommt das Buch vier Sterne. Es ist ein Schmuckstück in meinem Klassikerregal und unterhält auch gut über die paar Seiten. Der Preis für 89 Seiten ist dabei natürlich heftig.
15. Nov. 2022
3 von 4 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg; nach der Promotion bereitete er sich in Frankfurt auf den Anwaltsberuf vor. Bereits 1773 und 1774 hatte er großen Erfolg mit seinen Stücken "Götz von Berlichingen" und "Clavigo" sowie mit seinem ersten Roman "Die Leiden des jungen Werther". 1774 machte er auch Bekanntschaft mit dem Herzog Carl August von Weimar, auf dessen Einladung er ein Jahr später nach Weimar zog. Dort wurde er zunächst Legionsrat, dann Staatsrat, Minister und Geheimer Rat. Er unternahm zahlreiche Reisen zum Rhein, in die Schweiz, nach Italien und Böhmen. 1791-1817 war er Direktor des Weimarer Staatstheaters. Goethe beschäftigte sich eingehend mit zahlreichen Wissengebieten, u.a. Botanik, Meteorologie, Anatomie, Mineralogie, Optik. Mit den größten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit war er bekannt oder befreundet, u.a. mit Schiller, Humboldt, Schelling; Emerson, Turgenev und Thackeray besuchten ihn. Er starb am 22.3.1832 in Weimar und wurde in der Fürstengruft beigesetzt.Johann Wolfgang Goethe ist nicht nur der größte deutsche Dichter, sondern auch ein universeller Denker, der maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Literatur und Geistesgeschichte ausgeübt hat. Am Beginn seines umfangreichen Werks stand der Irrationalismus und Individualismus des Sturm und Drang: gefühlsbetonte, hymnische Lyrik, Dramen (»Götz«) und der empfindsame »Werther«. Unter dem Eindruck seiner Italienreisen wandte er sich der Klassik zu und schuf formstrenge, harmonische Dichtungen, v.a. über den idealen Menschen und das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft (»Iphigenie«, »Wilhelm Meisters Lehrjahre«). Sein Spätwerk schließlich ist zunehmend von Gedanken über soziale und psychologische Fragen geprägt (»Faust«, »Die Wahlverwandtschaften«).