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Der Bonbonpalast

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Über das Buch

Ein Haus als Metapher für eine ganze Stadt: ‚Der Bonbonpalast‘ verwebt kunstvoll die Geschichten der zahlreichen Hausbewohner mit der Geschichte und Gegenwart Istanbuls, einer Stadt zwischen Mystik, Religion und der Kraft der Moderne. Ein Roman, der vor Geschichten nur so sprudelt, Geschichten, die so unglaublich sind und so real wie der Geruch des Hauses, dessen Quelle ganz am Ende an unerwarteter Stelle gefunden wird.

Editionen (3)

ISBN9783866157941
VerlagSüddeutsche Zeitung
Erscheinungsdatum19.06.10
Seitenzahl470

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

6 Rezensionen

3,4

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  • stier
    stier

    247 Follower

    3,0

    Wer keine grosse Spannung sucht, sich gerne in eine Welt verschiedenster Charaktere begibt, wer die ausführliche Erläuterung von Schauplätzen und Persönlichkeiten geniesst, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Das Buch erzählt in regelmässigen Sprüngen über die Geschichten der einzelnen Bewohner, ihre zeitweisen Überschneidungen und das Hauptthema, das alle verbindet: der Gestank im Haus.

    12. Jan. 2025

  • buecherfink
    buecherfink

    17 Follower

    4,0

    Viele verschiedene Blicke auf ein verfallendes Mehrfamilienhaus in Istanbul. Jede Figur hat eine ganz eigene Aura und man taucht wahnsinnig schnell in den Bonbonpalast ab. Gespickt mit einer Prise Aberglauben hat mir das Buch sehr gut gefallen!

    3. Feb. 2024

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    4,0

    Der Bonbonpalast - In diesem Haus war alles mit allem verbunden, wie in einem riesigen, unsichtbaren Spinnennetz

    Der Roman entfaltet sich wie ein lebendiges, wenn auch leicht verfallenes Mosaik inmitten des Istanbuler Stadtteils Pera. Im Zentrum steht das „Bonbon-Palast“ genannte Jugendstil-Appartementhaus, das seine glanzvollen Tage längst hinter sich hat und nun von einem hartnäckigen Müllgestank und Ungeziefer geplagt wird. Doch hinter den bröckelnden Fassaden verbirgt sich ein faszinierendes Universum aus skurrilen Bewohnern, deren Lebenswege so unterschiedlich wie die Stockwerke des Hauses sind. Die Erzählweise ist dabei ebenso chaotisch und bunt wie die Stadt selbst. Jede Wohnung beherbergt ihre eigenen Geheimnisse: von der manisch-depressiven „Blauen Herrin“ bis hin zu exzentrischen Akademikern und religiösen Eiferern. Besonders beeindruckend ist, wie die Atmosphäre des Hauses fast schon zu einem eigenständigen Charakter wird. Die Erzählung springt mühelos zwischen den Zeiten und Perspektiven hin und her, was den Leser zunächst fordern mag, ihn aber schließlich in einen Sog aus Tragik, Humor und tiefer Melancholie zieht. Obwohl die Geschichte gelegentlich in ihren eigenen philosophischen Abschweifungen und der Fülle an Nebenfiguren leicht den roten Faden verliert, bleibt die emotionale Bindung zu diesem merkwürdigen Ort bis zur letzten Seite bestehen. Es ist eine Hommage an die Unvollkommenheit des Lebens und die kleinen Absurditäten des Alltags. Für dieses dichte, atmosphärische Leseerlebnis vergebe ich 8 von 10 Punkten, da es wie kaum ein zweites Werk das pulsierende Herz Istanbuls und die Seele seiner Bewohner einfängt.

    Der Bonbonpalast - In diesem Haus war alles mit allem verbunden, wie in einem riesigen, unsichtbaren Spinnennetz

    25. Dez. 2025

3 von 6 Rezensionen

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