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Romane

Die letzte Welt

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Über das Buch

Als Christoph Ransmayrs Roman Die letzte Welt 1988 erschien, wurde er von der Kritik gefeiert wie kaum ein anderer – wegen seiner poetischen, rhythmischen Sprache, wegen seiner stilistischen Eleganz, auch wegen seiner bildmächtigen Traum- und Albtraumwelten. Er wurde bisher in 29 Sprachen übersetzt.

In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. der historisch fixierte Ausgangspunkt einer phantasievollen Fiktion. Der Römer Cotta, sein – durch Ovids Briefe aus der Verbannung – ebenfalls historisch belegter Freund, macht sich in Tomi am Schwarzen Meer auf die Suche: nach dem Verbannten, denn in Rom geht das Gerücht von seinem Tod, als auch nach einer Abschrift der Metamorphosen , dem legendären Hauptwerk Ovids. Cotta trifft in der »eisernen grauen Stadt« Tomi jedoch nur auf Spuren seines Freundes, Ovid selbst begegnet er nicht. Er findet dessen verfallenes Haus im Gebirge, den greisen Diener Pythagoras und, je komplizierter und aussichtsloser sich die Suche gestaltet, immer rätselhaftere Zeichen der Metamorphosen – in Bildern, Figuren, wunderbaren Begebenheiten. Bis sich zuletzt Cotta selbst in der geheimnisvoll unwirklichen Welt der Verwandlungen zu verlieren scheint: die Auflösung dieser »letzten Welt« ist wieder zu Literatur geworden.

Editionen (9)

ISBN9783866104310
VerlagArgon
Erscheinungsdatum14.04.08

Rezensionen & Bewertungen

29 Bewertungen

3 Rezensionen

4,1

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Wer die Metamorphosis mag, wird dieses Buch lieben. Neben dem Bezug zu Ovids Werk und dem Künstler selbst, ist "Die letzte Welt" aber auch für sich stehend ein gelungener Mix aus Philosophie, Mythologie, Geschichte und Spannung.

    8. Okt. 2024

  • morallyblack
    morallyblack

    8 Follower

    5,0

    Das war der, mit Abstand, beste Roman, den ich seit langer Zeit gelesen habe. So viele, filigrane, subtile Details verwoben mit den Geschichten der Charaktere, so viel zu entdecken und einfach wunderschön gesponnen. Ich kann nicht einschätzen, wie sich das für jemanden ohne zumindest oberflächliche Kenntnisse von Ovids Werken liest, aber ich hatte unfassbar große Freude daran. Es wurden viele Stellen markiert und dies wird wohl eines der wenigen Bücher, das ich immer und immer wieder in die Hand nehmen werde. Wundervoll. Ich bin völlig verliebt.

    2. März 2024

  • ayleen27
    ayleen27

    1 Follower

    4,5

    Sprachlos, aber ein doch so faszinierender Roman. Wenn man sich für Ovid begeistern kann, dann hat man auf jeden Fall Gefallen daran.

    Christoph Ransmayr schreibt mit einer Intensität, die mir mal manchmal den Atem geraubt hat. Der ganze Nebenplot von Echo hat mich mehrmals das Buch pausieren lassen. Am Anfang war es schwierig für mich in das Buch hineinzukommen, und er umschreibt sehr viel und langatmig, aber sein Schreibstil war auf eine Art so wirr, dass es mich fasziniert hat, mit welchen Sprachstilen, Analogien, Metaphern etc.man schreiben kann. Die deutsche Sprache ist so wunderschön und vielseitig, dass ich nach dem Buch das Gefühl hatte, man kann ihr nicht gerecht werden. Cotta wird am Ende zu seiner eigenen Metamorphose und dafür, dass er Naso niemals findet, empfindet man seine Sehnsucht nach ihm mit und den Gedanken: irgendwo ist er. Echo wurde so verstummt, sie birgt alle Geheimnisse und Erinnerungen Tomis in sich und ist am Ende nur das Sprachrohr für Naso. Sie nimmt alles in sich auf, klagt nie, sagt nie, aber doch ist in ihr so viel Leid und Schmerz verborgen. Denn hier ist Sprache Macht und mit ihrem Schweigen wird sie derer entzogen. Sie ist die Ruhe in der von Chaos und Stürmen bezeichneten Stadt.

    31. Jan. 2026

Autorin / Autor

Über Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr wurde in Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreise, den Kleist-Preis, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union, den Prix du meilleur livre étranger und den Prix Jean Monnet de Littérature Européenne.

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