Blick ins Buch

Horror

Der Horla

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Über das Buch

Maupassant gilt neben Stendhal, Balzac, Flaubert und Zola als einer der großen französischen Erzähler des 19. Jahrhunderts. Er ist auch einer der am häufigsten verfilmten Autoren. Guy de Maupassant wurde 1850 als Sohn einer lothringischen Adelsfamilie auf Schloß Miromesnil bei Dieppe geboren. Er studierte einige Zeit Jura in Paris, nahm am deutsch-französischen Krieg 1870-1871 teil und war ab 1871 Beamter in Pariser Ministerien, während er sich literarisch in verschiedenen Gattungen versuchte. Er traf Flaubert und Zola, die große Vorbilder für den jungen Schriftsteller waren. All dies ließ ihm noch Zeit für ein ausschweifendes Privatleben mit wechselnden Liebschaften, durch das er sich mit Syphilis infizierte. Diese damals unheilbare Krankheit, zunehmender Drogenkonsum und die Furcht wie sein Bruder Hervé wahnsinnig zu werden, verdüsterten seine späteren Lebensjahre. Der literarische Ausdruck dieser tiefdunklen Stimmung ist die Novelle 'Der Horla', eine der besten Schauergeschichten, die je geschrieben wurde. Maupassant starb 1893, erst 42 Jahre alt, in geistiger Umnachtung in einer Heilanstalt in Paris.Dieser Band enthält außer der titelgebenden Geschichte dreizehn weitere meisterhafte unheimliche Novellen. Die deutsche Übersetzung schrieb Georg Freiherrn von Omptedaim Jahr 1905.

Editionen (12)

ISBN9783865116574
VerlagProjekt Gutenberg
Erscheinungsdatum07.03.18
Seitenzahl162

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

8 Rezensionen

4,0

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  • darkcorvus94
    darkcorvus94

    306 Follower

    4,0

    Wenn der Wahnsinn langsam die Oberhand erlangt...

    In Tagebuchform verfolgen wir den langsamen geistigen Verfall eines Mannes, in dessen Zeilen sich mehr und mehr der Wahnsinn hervorhebt, je weiter man voranschreitet. Es ist eine recht kurze Novelle, jedoch lesenswert, wenn man sich für klassische Werke der Gruselliteratur begeistern kann. Und auch die Aufmachung dieser Ausgabe ist wahrlich schön.

    31. März 2026

  • artigrey
    artigrey

    412 Follower

    4,0

    Kurz - Ⓡ Ⓔ Ⓩ Ⓔ Ⓝ Ⓢ Ⓘ Ⓞ Ⓝ (unbezahlte Werbung) Der Horla illustrierte Schmuckausgabe Autor: Guy de Maupassant Verlag: Reclam Inhalt: Er kommt in der Nacht, hockt sich auf die Brust des Schlafenden und manipuliert dessen Willen – der Horla. Das glaubt der namenlose Erzähler in Guy de Maupassants gruseliger Kurzgeschichte. Und sind die sich selbst umblätternden Seiten eines Buches und das fehlende Abbild im Spiegel nicht untrügliche Zeichen? Der Abstieg in den Wahnsinn beginnt … Im Tagebuchstil schildert Maupassant den geistigen Verfall eines Menschen. Seite für Seite überkommt einen das Gefühl, selbst von dieser unsichtbaren Präsenz heimgesucht zu werden. Ein Grauen, das sich auch in den faszinierenden Illustrationen von Anna und Elena Balbusso wiederfindet. Meinung: Der Horla ist eine Schauergeschichte von 1886 – das erklärt auch den eher gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Lange Schachtelsätze, teils sehr poetisch angehaucht, eher gestelzt als locker und oft auch recht philosophisch. Mochte ich die Geschichte ? Eindeutig ja – aber in dieser Ausgabe haben vorrangig die Illustrationen für eine beklemmende Stimmung gesorgt. Mit knapp 80 Seiten ein Werk, welches rasch gelesen ist aber noch ein wenig nachklingt. Für Fans von klassischen Schauergeschichten ist diese Schmuckausgabe durchaus zu empfehlen. Fazit: Geschichte 3 von 5 // Illustrationen: 5 von 5 Ein schickes Schätzchen fürs Bücherregal.

    16. Juni 2025

  • julsico
    julsico

    77 Follower

    3,0

    Klitzekleine Gänsehaut

    Maupassants „Der Horla“ gilt als Klassiker der schaurigen Literatur. Die Geschichte um den namenlosen Erzähler enthält auch tatsächlich viele Zutaten, die eine gute Schauerlektüre ausmachen: In einem alten Herrenhaus spielen sich unerklärliche Szenen ab; Dem namenlosen Ich-Erzähler ist jedoch auch nicht zu trauen, zumal seine Tagebucheinträge auf mentale Probleme hinweisen. Wenn Maupassant tatsächlich der Urheber dieses Grundrezeptes sein sollte, dann können wir ihm danken. Stilistisch ist die Kurzgeschichte jedoch sehr dünn, die Handlung zu eintönig und die einzige Figur psychologisch nicht mit genügend Tiefgang ausgestattet. Statt eines gruseligen Schauers stellte sich daher nicht mehr als eine klitzekleine Gänsehaut beim Lesen ein - wenn überhaupt. Auch wenn es am Ende nochmal einen Aufwind gibt, bin ich doch etwas enttäuscht und würde Ernst Sanders Nachwort widersprechen, dass Maupassant ein vollkommen unterschätzter Autor ist - zumindest, wenn man (wie ich) nur den „Horla“ als Referenz hat.

    18. Nov. 2024

3 von 8 Rezensionen

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