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Romane

Der Horla

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Über das Buch

Zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn

In Tagebucheinträgen beobachtet ein Mann an sich selbst, wie er urplötzlich alle Lebensfreude verliert und körperlich mehr und mehr verfällt. Die Ursache seines Verfalls vermutet er in einem unsichtbaren Wesen, das ihm nachts die Lebenskraft aus dem Leib saugt. Er versucht, die Existenz des "Horla" zu belegen und weiss irgendwann selbst nicht mehr, wie weit er seiner eigenen Wahrnehmung noch trauen kann.

Wolfram Kochs ungekürzte Lesung der Schauernovelle (Übersetzung: N.O. Scarpi) changiert meisterhaft zwischen Realität und Wahnsinn.

(Laufzeit: 1h 15)

Editionen (12)

ISBN9783844522594
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum21.12.15

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

8 Rezensionen

4,0

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  • darkcorvus94
    darkcorvus94

    306 Follower

    4,0

    Wenn der Wahnsinn langsam die Oberhand erlangt...

    In Tagebuchform verfolgen wir den langsamen geistigen Verfall eines Mannes, in dessen Zeilen sich mehr und mehr der Wahnsinn hervorhebt, je weiter man voranschreitet. Es ist eine recht kurze Novelle, jedoch lesenswert, wenn man sich für klassische Werke der Gruselliteratur begeistern kann. Und auch die Aufmachung dieser Ausgabe ist wahrlich schön.

    31. März 2026

  • artigrey
    artigrey

    412 Follower

    4,0

    Kurz - Ⓡ Ⓔ Ⓩ Ⓔ Ⓝ Ⓢ Ⓘ Ⓞ Ⓝ (unbezahlte Werbung) Der Horla illustrierte Schmuckausgabe Autor: Guy de Maupassant Verlag: Reclam Inhalt: Er kommt in der Nacht, hockt sich auf die Brust des Schlafenden und manipuliert dessen Willen – der Horla. Das glaubt der namenlose Erzähler in Guy de Maupassants gruseliger Kurzgeschichte. Und sind die sich selbst umblätternden Seiten eines Buches und das fehlende Abbild im Spiegel nicht untrügliche Zeichen? Der Abstieg in den Wahnsinn beginnt … Im Tagebuchstil schildert Maupassant den geistigen Verfall eines Menschen. Seite für Seite überkommt einen das Gefühl, selbst von dieser unsichtbaren Präsenz heimgesucht zu werden. Ein Grauen, das sich auch in den faszinierenden Illustrationen von Anna und Elena Balbusso wiederfindet. Meinung: Der Horla ist eine Schauergeschichte von 1886 – das erklärt auch den eher gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Lange Schachtelsätze, teils sehr poetisch angehaucht, eher gestelzt als locker und oft auch recht philosophisch. Mochte ich die Geschichte ? Eindeutig ja – aber in dieser Ausgabe haben vorrangig die Illustrationen für eine beklemmende Stimmung gesorgt. Mit knapp 80 Seiten ein Werk, welches rasch gelesen ist aber noch ein wenig nachklingt. Für Fans von klassischen Schauergeschichten ist diese Schmuckausgabe durchaus zu empfehlen. Fazit: Geschichte 3 von 5 // Illustrationen: 5 von 5 Ein schickes Schätzchen fürs Bücherregal.

    16. Juni 2025

  • julsico
    julsico

    77 Follower

    3,0

    Klitzekleine Gänsehaut

    Maupassants „Der Horla“ gilt als Klassiker der schaurigen Literatur. Die Geschichte um den namenlosen Erzähler enthält auch tatsächlich viele Zutaten, die eine gute Schauerlektüre ausmachen: In einem alten Herrenhaus spielen sich unerklärliche Szenen ab; Dem namenlosen Ich-Erzähler ist jedoch auch nicht zu trauen, zumal seine Tagebucheinträge auf mentale Probleme hinweisen. Wenn Maupassant tatsächlich der Urheber dieses Grundrezeptes sein sollte, dann können wir ihm danken. Stilistisch ist die Kurzgeschichte jedoch sehr dünn, die Handlung zu eintönig und die einzige Figur psychologisch nicht mit genügend Tiefgang ausgestattet. Statt eines gruseligen Schauers stellte sich daher nicht mehr als eine klitzekleine Gänsehaut beim Lesen ein - wenn überhaupt. Auch wenn es am Ende nochmal einen Aufwind gibt, bin ich doch etwas enttäuscht und würde Ernst Sanders Nachwort widersprechen, dass Maupassant ein vollkommen unterschätzter Autor ist - zumindest, wenn man (wie ich) nur den „Horla“ als Referenz hat.

    18. Nov. 2024

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Guy de Maupassant

Guy de Maupassant wurde 1850 auf Schloss Miromesnil bei Dieppe geboren und stammte aus einer alten lothringischen Adelsfamilie. Er studierte für einige Zeit Jura in Paris und nahm 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Ab 1871 war er in Paris als Ministerialbeamter tätig. Gustave Flaubert, ein Freund seiner Mutter, unterstützte seine ersten literarischen Versuche. Mit der Veröffentlichung seiner Novelle «Boule de Suif» im Jahr 1880 erlangte Maupassant Ruhm und ein Vermögen, das ihm ausgedehnte Reisen ermöglichte. Er schrieb etwa 260 Novellen sowie einige Romane («Bel Ami», 1885), die in teils pessimistisch-schwermütigem, teils satirisch-groteskem Ton sein Bild vom Menschen als banalem, habsüchtigem und triebhaftem Wesen thematisieren. Seit 1891 in geistiger Umnachtung lebend, starb Maupassant 1893 in Passy bei Paris.Guy de Maupassantwurde 1850 geboren und erlebte als Elfjähriger die Scheidung seiner Eltern. Ab 1871 arbeitete er als kleiner Beamter in Paris, wo er Gustave Flaubert kennenlernte und von diesem zum Schreiben angeleitet wurde.

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