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Sisi

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Über das Buch

Zwischen Zwang und Freiheit – Karen Duves fesselndes Hörbuch über Sisi

Die brave, kleine Sisi, die Kaiser Franz-Joseph einmal geheiratet hat – es gibt sie nicht mehr.

Als Elisabeth (Sisi) durch Heirat zur Kaiserin von Österreich wird, betritt sie eine streng geordnete Welt voll steifer Konventionen und langweiliger Empfänge. Ausbrechen kann sie nur auf ausgedehnten Reisen und bei Aufenthalten auf ihrem ungarischen Schloss Gödöllő. Dort kann sie ungezwungen leben und ihrer größten Leidenschaft nachgehen: wilden Reitjagden. Kein Wassergraben ist der Kaiserin zu breit, kein Hindernis zu gefährlich – Sisi gehört zu den besten und tollkühnsten Reiterinnen ihrer Zeit. Der legendäre Jagd- und Rennreiter Bay Middleton bewundert die Kaiserin nicht nur für ihr reiterliches Können.

Bei einem Aufenthalt auf Gödöllő lädt Sisi ihre reit- und fechtkundige Nichte Marie Wallersee zu sich ein. Als Tochter einer Schauspielerin ist Marie eigentlich nicht standesgemäß, aber Sisi sieht in ihr ein freieres zweites Selbst und macht sie zur engen Vertrauten. Die 18-jährige Marie erliegt schnell dem Charme der kaiserlichen Tante und assistiert ihr nur allzu gerne, wenn diese die leidenschaftliche Reiterin und Femme fatale gibt. Doch bald wirkt auch Marie anziehend auf andere, besonders auf die männlichen Adligen.

Sisi, daran gewöhnt im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, sieht sich nach einem Ehemann für die lästige Konkurrenz um und beginnt ein intrigantes Spiel aus Verführung und Verrat.

Editionen (5)

ISBN9783864848117
Verlagtacheles!
Erscheinungsdatum29.11.23

Rezensionen & Bewertungen

155 Bewertungen

38 Rezensionen

3,4

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  • ladyslovebooks
    ladyslovebooks

    675 Follower

    3,0

    Ein Jahr mit der 40jährigen Sisi- Elisabeth Kaiserin von Österreich ist interessant, wenn man nicht vorher sich viel mit der Person beschäftigt hat ( natürlich unabhängig von den überzogenen, viel zu süßen Filmen). Ich habe als Kind zu Feiertagen immer die alten Sissi- Filme gesehen,bis ich es über hatte- Zuckerschock) . Die Neuverfilmung habe ich mir auch angesehen . Das Tagebuch der Hofdame Festetics kannte ich nicht, deshalb war es zeitweise wirklich interessant, hinter die Kulissen zu schauen und das Hofleben der Kaiserin mitzuerleben. Frau Duve hat einen sehr lakonischen Ton und ist auch eine leidenschaftliche Reiterin- ich bin es nicht und die sehr ausführlichen Pferd+-Reitpassagen waren eher nichts für mich.

    Aber als Leser bekommt das Gefühl der Einsamkeit als Kaiserin/ Person des öffentlichen Lebens, gut vermittelt, aber wirkliche Sympathie oder Mitleid kam bei mir nicht auf. Viele Handlungen sind egoistisch und herzlos ( oder gedankenlos). Ihrer Schönheit und deren Erhalt ist alles untergeordnet. Einflussnahme auf das Leben ihrer Untertanen( Verbesserungen)- politische Ideen scheint es nicht gegeben zu haben- außer es diente der Erhaltung ihres Mythos der wunderschönen, jungen Kaiserin.

    22. Sept. 2024

  • lesefruechte
    lesefruechte

    127 Follower

    3,0

    Sicherlich gut recherchiert, doch ohne wirklichen Spannungsbogen und teilweise langatmig

    Als Person, die immernoch eine sehr romantisierte Vorstellung von Sisi hat, hat das Buch mif vielfach eine neue Perspektive geboten. Die Abneigung der Kaiserin gegen die höfischen Etiketten, ihr Freiheitsdrang, ihr Desinteresse gegenüber Politik, aber auch ihren Egoismus, ihr ungesundes Essverhalten, ihre Intrigenspinnerei hat die Autorin sehr deutlich gemacht. Ich bin bei weitem keine Expertin, aber die höfische Kultur, die politischen Entwicklungen und der Zeitgeist wurden gut vermittelt. Ob man dafür jedoch rassistische Bezeichnungen reproduzieren muss, Stelle ich jedoch eher in Frage, auch wenn ich es gut finde, dass die Autorin auch den herrschenden Antisemitismus und Rassismus anspricht. Jedoch hat mir ein Spannungsbogen gefehlt. Die Handlung plätschert vor sich hin. Mal gibt es Szenen oder Handlungsstränge, die ich durchaus interessant finde, aber diese werden dann durch eine der vielen Jagdszenen durchbrochen oder verlaufen sich. Man merkt, dass die Autorin selbst eine große Pferdeliebhaberin ist. Dies hat einerseits dazu beigetragen, die Szenen mit einem großen Realismus darzustellen, andererseits lag der Fokus aus meiner Sicht dann doch zu sehr auf den Jagdszenen, wodurch die Handlung repititiv wirkt. Insgesamt kein schlechter historischer Roman, jedoch auch nichts, was mich besonders mitgerissen hätte.

    Sicherlich gut recherchiert, doch ohne wirklichen Spannungsbogen und teilweise langatmig

    30. Jan. 2026

  • wawaicehopper
    wawaicehopper

    26 Follower

    2,5

    Historisches Flair mit erzählerischen Schwächen

    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, denn ich interessiere mich generell für alles rund um die Sisi-Zeit. Leider konnte mich die Geschichte nur teilweise überzeugen. Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit Jagden und Pferden – Themen, die mich grundsätzlich interessieren. Ich mag den Reitsport, aber nach der (gefühlt) 50. Erwähnung, wie außergewöhnlich gut Sisi reiten kann, war ich doch irgendwann genervt. Die ständigen Wiederholungen nahmen der Handlung etwas die Spannung. Erst im letzten Drittel kommt mit der Geschichte um die Nichte etwas mehr Dynamik ins Spiel – da kam zum ersten Mal wirklich Spannung auf. Davor plätschert die Handlung leider recht ereignisarm dahin. Fazit: Für Hardcore-Sisi-Fans sicher interessant, wer sich aber eine spannende Handlung oder neue Einblicke in die Zeit erhofft, könnte enttäuscht werden.

    Historisches Flair mit erzählerischen Schwächen

    26. Juli 2025

3 von 38 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karen Duve

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2002), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und wurden in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, 2014 die Streitschrift Warum die Sache schiefgeht. 2016 sorgte sie mit ihrem Roman Macht für Aufruhr und erhielt den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Für ihren Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer (2018) wurde Karen Duve mit dem Carl-Amery-Preis, dem Düsseldorfer und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet.

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