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Schwarzer Humor trifft Familienchaos
„Das Unglück anderer Leute“ ist so ein Buch, bei dem man gleichzeitig denkt: Oh Gott, genau so ist Familie und bitte sperrt diese Menschen alle getrennt voneinander weg. Thene stolpert mit einer Mischung aus Sarkasmus, Überforderung und jahrzehntelangem Familiendrama durch ihre riesige Patchwork Familie, bis beim Treffen in Oxford zu ihrer Masterverleihung natürlich alles eskaliert. Besonders stark fand ich den ersten Teil des Buches. Diese Zerrissenheit gegenüber ihrer narzisstischen Mutter war unglaublich gut geschrieben und leider auch erschreckend nachvollziehbar. Dieses ständige Schwanken zwischen Wut, Schuldgefühl und dem Wunsch nach Anerkennung hat das Buch für mich emotional richtig stark gemacht. Dazu kommt dieser herrlich schwarze Humor. Wirklich jede Familienkonstellation wirkt wie kurz vor dem Nervenzusammenbruch und genau das macht es so unterhaltsam. Man lacht ständig, obwohl eigentlich alles furchtbar ist. Aber was passiert bitte auf den letzten 20 Seiten? Klar, das Buch lebt von Satire und Überzeichnung, aber das war irgendwann einfach komplett drüber. Die Geschichte verliert dadurch für mich etwas von ihrer starken emotionalen Grundlage. Unterhaltsam war es trotzdem. Wie ein Familienessen, bei dem am Ende jemand einen Stuhl wirft.

27. Mai 2026
Schwarzer Humor trifft Familienchaos
„Das Unglück anderer Leute“ ist so ein Buch, bei dem man gleichzeitig denkt: Oh Gott, genau so ist Familie und bitte sperrt diese Menschen alle getrennt voneinander weg. Thene stolpert mit einer Mischung aus Sarkasmus, Überforderung und jahrzehntelangem Familiendrama durch ihre riesige Patchwork Familie, bis beim Treffen in Oxford zu ihrer Masterverleihung natürlich alles eskaliert. Besonders stark fand ich den ersten Teil des Buches. Diese Zerrissenheit gegenüber ihrer narzisstischen Mutter war unglaublich gut geschrieben und leider auch erschreckend nachvollziehbar. Dieses ständige Schwanken zwischen Wut, Schuldgefühl und dem Wunsch nach Anerkennung hat das Buch für mich emotional richtig stark gemacht. Dazu kommt dieser herrlich schwarze Humor. Wirklich jede Familienkonstellation wirkt wie kurz vor dem Nervenzusammenbruch und genau das macht es so unterhaltsam. Man lacht ständig, obwohl eigentlich alles furchtbar ist. Aber was passiert bitte auf den letzten 20 Seiten? Klar, das Buch lebt von Satire und Überzeichnung, aber das war irgendwann einfach komplett drüber. Die Geschichte verliert dadurch für mich etwas von ihrer starken emotionalen Grundlage. Unterhaltsam war es trotzdem. Wie ein Familienessen, bei dem am Ende jemand einen Stuhl wirft.
27. Mai 2026







