Blick ins Buch

Thriller

Kalteis

3,3(29)
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Über das Buch

München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt - auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nach dem großen Erfolg ihres Debüts Tannöd erweist sich Andrea Maria Schenkel mit ihrem zweiten Roman als Meisterin des Genres. Auch diesem Kriminalroman liegt ein authentischer Fall zugrunde, den die Autorin stilsicher bearbeitet: Johann Eichhorn wurde 1939 wegen vielfacher Vergewaltigung und Mord in München in einem Schnellverfahren verurteilt und hingerichtet.

Editionen (10)

ISBN9783864380129
VerlagEdition Nautilus GmbH
Erscheinungsdatum26.09.11
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

29 Bewertungen

3 Rezensionen

3,3

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  • hobhouchin
    hobhouchin

    6 Follower

    2,0

    Las sich sehr schnell, war eigentlich auch gut geschrieben, aber bei mir wollte der Funken einfach nicht überspringen. Ich denke, mit all diesen Hintergrundfakten hätte man aus dem Stoff doch etwas mehr rausholen können. Es war gut, aber irgendwie... zu distanziert...

    12. Apr. 2024

  • allium_sativum
    allium_sativum

    28 Follower

    4,5

    Kein Krimi im klassischen Sinne, aber dennoch absolut lesenswert.

    Die Handlung ist eine Art fragmentierte Erzählung und beschreibt teilweise aus Sicht der Opfer, teilweise aus Sicht der Zeitzeugen und zwischendurch in Form einer scheinbar protokollierten Anhörung des Täters. Die einzelnen Kapitel stehen erst bei längerem Lesen in einem mehr oder weniger direkten Zusammenhang, zeichnen aber abschließend ein gelungen, rundes Bild von den Ereignissen. Sprachlich ist das Buch eine kleine Herausforderung und sicherlich nicht Jedermanns Sache. Man wähnt sich im München der 1930'er Jahre. Ob der Sprachstil übertrieben klischeehaft ist oder nicht, muss dabei jeder selbst entscheiden. Mir gefällt der Authentizismus, der gerade durch den fragmentarischen Aufbau, den bayerischen Sprachgebrauch und das Einstreuen von Vernehmungsprotokollen erzeugt wird. Wie nah das Buch damit allerdings an die wahren Ereignissen kommt, habe ich nicht recherchiert. Ich finde, dass dieses 150 Seiten schlanke Buch trotz des zügigen Durchlesens eine überraschend dicht Erzählatmosphäre schafft und zumindest für ein paar Stunden Kurzweil verspricht.

    8. Juni 2024

  • annesusanne
    annesusanne

    5 Follower

    3,5

    Lieber Lesen statt Hören!

    Die Darstellung des Täters Kalteis ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt, manchmal etwas wirr aber sehr detailreich und in einer direkten, kompromisslosen und rücksichtslosen Sprache geschrieben. Deshalb tat es fast weh, dem Hörbuch zuzuhören. Es läuft einem kalt den Rücken runter! Lesenswert aber für eher sensiblere Zuhörer als Leseexemplar zu empfehlen!

    11. März 2025

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