Blick ins Buch

Liebesromane

Vor uns das Leben

4,0(200)
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Deutsch
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Über das Buch

Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben - und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, dass er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt ...

Editionen (4)

ISBN9783863965686
VerlagINK
Erscheinungsdatum02.10.14
Seitenzahl512

Rezensionen & Bewertungen

200 Bewertungen

49 Rezensionen

4,0

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  • lexisbooknook
    lexisbooknook

    222 Follower

    5,0

    Ich habe geschmunzelt, schwer geschluckt und war zu Tränen gerührt.

    Als die kleine Fern den Giganten Ambrose mit ihren zarten 11 Jahren das erste Mal trifft, weiß sie noch nicht wie sehr er ihr Leben steuern würde. Sie betrauert mit ihm eine Spinne, die er versehentlich zertreten hat. Das war er ihr schuldig. Denn diese Spinne war schließlich ein Anstoß für große Visionen. Seine rabiate Art und das Unverständnis darüber, warum eine Spinne sie und ihren Cousin Bailey so fasziniert, trifft auf Fern zarte Empathie und romantische Betrachtungsweise für das Leben und seine Bewohner. Ich kann gar nicht sagen, an welcher Stelle ich mich in den beiden Protagonisten verloren habe. Ich steh auf schnulzige Teenie-Filme, ich mag das Highschool-Ambiente. Vielleicht erinnert es mich ein wenig an die eigene Schulzeit, die so ganz und gar nicht Glamour war. Aber ich hätte sie gerne durch eine Brille mit sehr viel Glitzer betrachtet. In Büchern und Serien geht das sehr gut. Dieses Buch ist aber kein typisches Highschool-Drama. Tatsächlich spielt die Schule keine sonderlich große Rolle, sie ist nur einer von vielen Schauplätzen. Vielmehr geht es um all das, worauf einen die Schule nicht vorbereiten kann: Verantwortung, Menschlichkeit, Empathie, Moral, Freundschaften, die über den Tod hinaus gehen. "Sie war die Art von Mädchen, die zurückgekommen war, um sich von einem Jungen zu verabschieden, der sie wie Dreck behandelt hatte." Es ist schwer eine Review zu schreiben, ohne den Inhalt wiederzugeben und die Spannung für neue Leser zu nehmen. Ich finde auch nicht, dass der Rücktitel des Buches nur ansatzweise wiederspiegelte, was mich erwarten sollte. Mich beschäftigten so viele Themen Gleichzeitig: Da waren auf der einen Seite Versangensängste, Erwartungshaltungen, die hässliche Fratze des Krieges, zerstörte Kindheiten, das Leben mit Behinderungen, Selbsthass und auf der anderen Seite eine ganz große Liebe, Loyalität, Wunder, dicke Freundschaften, Helden, Mut und Verbundenheit. Oftmals kamen viele Themen Hand in Hand und häufig saß ich nickend über dem Buch und dachte "Verdammt, ja! Genau so." und genau so oft schüttelte ich den Kopf und war so wütend auf Nebendarsteller. Weil es so wahr ist. Weil diese Dinge geschehen. Weil wir blind sind und noch immer die Augen verschließen. Weil Worte auf Papier schaffen uns zu erinnern... zu erinnern an die Realität, das Hässliche in dieser Welt. Aber sie schaffen es auch uns hoffen zu lassen. Wenn es so viel Schlimmes gibt, vor dem wir uns fürchten, dass es uns oder unseren Liebsten zustößt. So viel Trauer, die uns erreichen könnte - kann es dann nicht auch diese andere Seite geben? Sind Wunder nicht auch möglich? Gibt es nicht vielleicht doch diese Verbundenheit über den Tod hinaus? Gibt es nicht diese eine echte tiefe Liebe, die nichts erschüttern kann? Ich glaube daran. Ich glaube, dass jeder diesen einen Menschen findet. Dass es für jeden Topf diesen Deckel gibt. Er muss nicht immer perfekt passen, er kann sogar ne ganz anderen Form haben, dennoch funktioniert es zusammen. Ich bin ganz sicher, dass Netflix eine tolle Staffel aus diesem Buch kreieren würde. Eine Reise über viele Jahre, Krieg und Gewalt so wie viele fantastische und hoch interessante Charaktere. Beste Voraussetzungen für einen Erfolg. Abschließend kann ich mich eigentlich nur bedanken. Bedanken für viele Stunden Spannung, für eine wundervolle Art zu schreiben, die so einfach und so auf den Punkt ist. Für eine herzzerreissende Geschichte. Für die Erinnerung an die eigenen Gefühle. Für eine Reise in die Abgründe dieser Welt. Dass ich erfahren habe, dass es doch noch Freundschaften geben kann, die ehrlich und loyal sind. Dass manche Menschen immer einen Platz in unserem Herzen haben werden, auch wenn sie nicht mehr da sind. Dass man nie vergessen wird. Dass die Erinnerung genauso lebendig sein kann. Dass echte Liebe existiert - auch wenn man verschiedener nicht sein kann. Danke, Amy. 5/5 ⭐️

    Ich habe geschmunzelt, schwer geschluckt und war zu Tränen gerührt.

    16. Juni 2025

  • books_and_bakery
    books_and_bakery

    107 Follower

    3,5

    Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich viel positives gehört habe und ich schon einiges von der Autorin gelesen habe, was mir richtig gut gefallen hat. Ich muss zugeben, dass das erste Drittel des Buches mich nicht so umhauen konnte. Die Protagonisten waren noch in der Highschool, dementsprechend gab es jede Menge Teeniedrama. Leider sind die meisten Charaktere auch sehr sterotypisch und es gibt viel Klischees, wie Gut und Böse, Schönheit und Hässlichkeit, Stark und Schwach usw. Nach dem ersten Drittel ändert sich das durch die Wendung (,die für mich auch nicht überraschend war) und die Geschichte bekam mehr Tiefe. Die Protagonisten wurde älter und gewannen reife. Ich mochte Fern, Bailey und Ambrose als Charaktere sehr. Besonders Bailey habe ich fest in mein Herz eingeschlossen. Seine und Ferns Freundschaft war was ganz besonderes. Bailey war sehr reif für sein Alter und hatte immer einen tolle Rat oder eine Weisheit parat. Generell habe ich einige wirklich schöne Zitate mir markiert. Baileys Schicksal hat mich noch mehr mitgenommen als das von Ambrose. Das Zusammenspiel der drei Protagonisten war sehr schön zu lesen. Auch der Zusammenhalt der Familien hat mir gut gefallen. Alles Charaktere, die ich gerne mochte. Es gab immer mal wieder auch emotionale Szenen, aber leider hat mich die Geschichte trotzdem nicht so berührt wie erhofft. Zum Beispiel das mit Bailey... ich hätte mir für ihn einen anderen Ausgang gewünscht. Das zusätzliche Drama musste irgendwie nicht sein. Das Buch hat sich gut, leicht und schnell lesen lassen. Es war definitiv keine schlechtes Buch, aber ich bin einfach kritischer geworden. Es war klischeebeladen und vorhersehbar. Und das Ende super amerikanisch. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und Potenzial hatte die Geschichte definitiv.

    30. Sept. 2024

  • 2,0

    Zu wenig Tiefe bei zu vielen sensiblen Themen. Dieses Buch wurde auf Bookstagram so, so sehr gehyped, dass ich es unbedingt lesen musste und wahrscheinlich habe ich dadurch einfach etwas zu viel erwartet, denn "Making Faces" hat mich nicht einmal annähernd so sehr bewegt wie ich zuvor angenommen hatte. Amy Harmon erzählt hier eine tieftraurige, tragische und hoch emotionale Geschichte, was ich persönlich sehr liebe, jedoch fehlte mir an vielen Stellen die entsprechende Tiefe. Die Geschichte hat mich durchaus berührt, aber eben weil sie so dramatisch und traurig ist und nicht etwa, weil die Autorin mit ihren Worten wahrhaftig Emotionen in mir zum Leben erweckt hätte. Für so viele deartig sensible Inhalte und ernste Themen hat dieses Buch schlicht und ergreifend viel zu wenig in mir ausgelöst. Ich habe beim Lesen zwar ein paar Tränen vergossen, war aber nicht ansatzweise so sehr am Boden zerstört wie ich es bei einer Geschichte wie dieser meiner Meinung nach hätte sein müssen und ehrlich auch gerne gewesen wäre. Zu großen Teilen wird das wohl an den Charakteren gelegen haben, mit denen ich leider einfach nicht warm wurde. Ihre Schicksale gingen mir zwar durchaus nahe, aber ich habe nicht einmal annähernd so sehr mit ihnen mitgefühlt und gelitten wie ich es in Anbetracht der Geschehnisse hätte tun müssen und auch tun wollte. Mir fehlte es an überschäumenden Emotionen, unerträglicher Gefühlsintensität und Nahbarkeit - Letzteres wurde durch die eher unpersönliche und damit auch Distanz fördernde Erzählperspektive in der dritten Person Singular noch verstärkt. Die Innensicht in die Gedanken- und Gefühlswelten der Charaktere blieb hier wirklich ausbaufähig. Außerdem habe ich die einzelnen Figuren als eindimensional, blass und irgendwie konstruiert empfunden. Ein paar Klischees stören mich nicht, aber hier nahmen sie Überhand. Ich mochte die typische und hier leider eindeutig überrepräsentierte Rollenverteilung der Charaktere nicht und dass sie darüber hinaus keine interessanten Persönlichkeitsmerkmale mitbrachten, keine Alleinstellungsmerkmale. Sie waren nicht einzigartig, sondern vielmehr leicht austauschbar und noch dazu übertrieben gezeichnet. In ihnen war zu wenig Leben und Gefühl - Zumindest meinem Empfinden nach. Darüber hinaus gab es innerhalb dieser Geschichte für meinen Geschmack viel zu viele unterschiedliche Handlungsstränge zu vieler verschiedener Personen, wodurch das Buch auf mich im Gesamten unstrukturiert und überladen wirkte. Der rote Faden fehlte, sodass die Geschichte einer Patchworkdecke mit bunten Flicken bestehend aus sensiblen Themen glich, welche dadurch wiederum viel zu schnell und unzureichend abgefertigt wurden, was ihrer Ernsthaftigkeit und Bedeutungsschwere nicht gerecht wurde. Die zentrale Message des Buches ist an sich gut, aber ich mochte nicht, wie sie hier inszeniert wurde. Einige Szenen stießen mir bitter auf und ließen mich während des Lesens unwohl fühlen. Amy Harmon hat in meinen Augen einen sehr schönen poetischen und metaphorischen Schreibstil, der mir unheimlich gut gefallen hat, bei dieser Geschichte aber auch nicht mehr viel retten konnte. "Making Faces" war einfach nicht mein Buch, es wurde mir viel zu lieblos erzählt und hat trotz mehrer Rückblenden kaum Tiefe und vor allem auch keine tiefschürfenden Entwicklungen möglich gemacht, auf die ich aber so sehr gebaut hatte. Gerade diese Oberflächlichkeit hat mir hier wirklich missfallen. Ich hoffe sehr, dass euch dieses Buch besser gefällt als mir, bin aber zuversichtlich, da es ja so viele lieben. Gerne hätte ich dazugehört, aber es kann einem schließlich auch nicht jedes Buch gefallen und so behalte ich eben die anderen Bücher der Autorin gut in Erinnerung. 2/ 5 Sterne ⭐️

    31. Aug. 2025

3 von 49 Rezensionen

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