Blick ins Buch

Romane

Kind aller Länder

3,5(22)
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Über das Buch

Kully ist erst zehn, aber sie kennt schon Wien, Warschau, Prag und Paris, denn ihre Eltern sind auf der Flucht vor den Nazis. Kully weiß, wie schwer es ist, wenn man kein Geld, keinen Pass und kein Zuhause hat, aber sie lässt sich nicht entmutigen. Das hat sie von ihrem Vater, einem liebenswerten Luftikus, der als Schriftsteller quer durch Europa reist, um Geld für die Familie zu besorgen. Mutter und Tochter lässt er meist in Hotels zurück, wo virtuose Ausreden zu erfinden sind, wenn die Rechnungen eintreffen. Keun lässt uns nicht nur am rastlosen und tragikomischen Leben der erstaunlich abgeklärten Kully teilhaben, sondern gibt auch tiefe Einblicke in die Situation der Emigranten in Europa. Dieses Hörbuch enthält einen Bonustrack: Volker Weidermann, Literaturkritiker, Journalist und Autor des Bestsellers »Ostende«, spricht über Irmgard Keuns Exilroman »Kind aller Länder«. In Ostende begann Irmgard Keun mit Joseph Roth eine leidenschaftliche Affäre – und diesen Roman. Ungekürzte Lesung mit Jodie Ahlborn 4 CDs | ca. 5 h 16 min Ungekürzte Lesung mit Jodie Ahlborn 4 CDs | ca. 5 h 16 min

Editionen (7)

ISBN9783862316694
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum19.02.16

Rezensionen & Bewertungen

22 Bewertungen

5 Rezensionen

3,5

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    130 Follower

    3,5

    Schriftstellerexil aus kindlicher Sicht, humorvoll und einfühlsam geschrieben

    23. Mai 2026

  • lieschenlisi
    lieschenlisi

    48 Follower

    2,5

    Eine kindliche Geschichte einer wiederentdechten Autorin

    Kully schildert die Welt, wie sie sie sieht. Ein Leben ais den Koffern in Hotelzimmern und immer wieder in Schulden. Frau Keun zeigt hier den Alltag einer Schriftstellerfamilie im Jahr 1938 in ganz Europa, kurz vor dem Krieg, aber doch schon irgendwie mittendrin. Mir persönlich war es zu alltäglich und las sich wie ein Tagebuch, wie von jedem anderen auch in der damaligen Zeit, daher hat es mich leider etwas gelangweilt. Beim Nachwort erfährt man etwas über das Leben der Autorin, welches ich tatsächlich tragisch empfand.

    30. Sept. 2023

  • yarencn
    yarencn

    6 Follower

    3,0

    rasender Ton - im Schlepptau gelesen ein bedeutendes Werk erst mit Blick auf die Autorin Biographie

    ich versuche das Buch nun seit mehr als 3 Monaten zu lesen und ständig kommt eine Unlust auf, es weiterzulesen. Verschuldet dem rasenden Ton der Erzählung und den vielen Eindrücken, die nacheinander platziert sind in den Seiten. Ein Werk, das für mich erst mit einer wissenschaftlichen Einordnung Volker Weidermanns eine ganz andere Bedeutung erhält. Keun, die zum Zeitpunkt der veröffentlicht 33 Jahre alt war, aber aus der Brille eines Kindes auf die Welt schauend schreibt, eröffnet eine Perspektive für all die Menschen, die im Leben auf alles auch aus der eigenen kindlichen Seele hinschauen. Geschrieben von Keun für das Kind (in sich), das während des 1. Weltkrieges großwurde und im 2. Weltkrieg als Erwachsene wieder zum Kind wurde. Zu empfehlen, wenn Exilliteratur ansprechend ist, sonst sehr schleppend und kein Liebling unter ihren Werken.

    17. Nov. 2024

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Irmgard Keun

Irmgard Keun wurde 1905 in Berlin geboren und wuchs in Köln auf. Als ihre Bücher verboten wurden, war sie bereits durch »Gilgi, eine von uns« (1931) und »Das kunstseidene Mädchen« (1932) eine Bestsellerautorin. Keun ging ins Exil, u. a. nach Ostende, lebte und reiste mit Joseph Roth und kehrte 1940 zurück nach Deutschland, wo sie bis 1945 illegal lebte. 1979 erlebte sie ihre späte Wiederentdeckung und starb 1982 in Köln.

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