Blick ins Buch

Romane

Als der Kaiser ein Gott war

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Über das Buch

Endlich erscheint der Debütroman der japanisch-amerikanischen Erfolgsautorin Julie Otsuka auf Deutsch. Er wurde u.a. mit dem Asian American Literary Award ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ein sonniger Frühlingstag im Jahr 1942, Berkeley, Kalifornien. Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanischstämmige Amerikaner in den Westküstenstaaten betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen. Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit - und schließlich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor. Indem die Autorin ein beschämendes Kapitel US-amerikanischer Geschichte ausleuchtet, greift sie zugleich eine universelle Thematik auf: rassistische Vorurteile und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, heute so aktuell wie vor 75 Jahren.

Editionen (3)

ISBN9783857879760
VerlagLenos Verlag
Erscheinungsdatum05.09.19
Seitenzahl189

Rezensionen & Bewertungen

27 Bewertungen

10 Rezensionen

3,9

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  • motzpig
    motzpig

    70 Follower

    3,5

    Ein kleines interessantes Buch

    Dieses Buch behandelt die Lage der Japaner in den USA zur Zeit des 2. Weltkrieges und nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Die Japaner wurden interniert und sollten sich vom Kaiser lossagen. Das Buch behandelt die Zeit vor der Internierung, währenddessen und nach der „Entlassung“. Mir war bisher von dieser Internierung wenig bekannt. Die Autorin beschreibt diese unterschiedlichen Zeiten sehr genau. Wie die Familie in der Gemeinschaft, der Nachbarschaft integriert ist, wie die Mutter sich während der Internierung verändert und wie die Familie nach der Entlassung nicht mehr dazugehört und von den Bekannten gemieden wird. Der Stil der Erzählung hält den Leser auf Distanz. Ich war immer dabei; aber immer mit Abstand. Eine interessante Geschichte mit Hintergrund. Es gab aber auch Stellen, die sich zogen.

    26. Mai 2026

  • speedreads
    speedreads

    45 Follower

    5,0

    Amerikanische Geschichte die man kaum kennt. Erschütternd und berührend und unbedingt lesenswert.

    5. Feb. 2026

  • romy_reads
    romy_reads

    124 Follower

    5,0

    Atemlos gelesen. Ich wusste schlicht nicht, dass die Japaner während des zweiten Weltkriegs in Amerika in Lager gesperrt wurden. Die Story der Familie ist schrecklich. Es wurde so viel Leid verursacht, dass nie wieder aus dem Gedächtnis gelöscht werden kann. Der Schreibstil war für mich ungewöhnlich, aber so passend zu der Storyline. Atemlos, abgehackt und damit den Schrecken noch unterstreichend. Volle Leseempfehlung. Werde mir den Nachfolger sofort besorgen.

    29. März 2026

3 von 10 Rezensionen

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