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713 km zu Fuß - Respekt! "Dieses Buch zeigt, wie wichtig es ist, auch als Erwachsener Zeit mit den Eltern zu verbringen, bevor sie alt und gebrechlich werden. Und das es sich lohnt, ein gemeinsames Abenteuer einzugehen." Inhalt: Tobias Schlegl (Moderator, Notfallsanitäter, Autor) geht den Jakobsweg - 713 km - zusammen mit seiner 73- jährigen Mutter Sieglinde. Es ist nicht sein Traum, sondern ihrer. Obwohl er eigentlich kein Wanderfreund ist, nimmt er den beschwerlichen Weg auf sich, um Zeit mit ihr zu verbringen und ihr näher zu kommen. Abseits ihrer Mutterrolle weiß er wenig von ihr. Auf dem Camino spricht er Fragen aus, die ihm schon lange auf dem Herzen liegen. Der Jakobsweg schweißt beide zusammen, obwohl - oder gerade weil - er ihnen viel abverlangt. Auch mein Traum ist es (vorzugsweise zu zweit) den Jakobsweg zu laufen, deshalb hat mich das Buch gleich angesprochen. Ich begleite gern Menschen, wenn auch "nur" per Buch auf ihrer Reise und nehme etwas von ihren Erlebnissen mit. Tobias Schlegl hat einen realen Erfahrungs-Reisebericht geschrieben, der offen, ehrlich und schonungslos ist. Wir erleben ein Mutter-Sohn-Gespann, das sich auf dem Jakobsweg ganz neu kennen und schätzen lernt, sich wieder näher kommt, Altes aufarbeitet und eine neue Verbundenheit schafft. Ich fand es berührend, das er als Wandermuffel dieses Weg für und mit seiner Mutter gemeinsam gegangen ist. Wir erfahren schöne und traurige Momente aus beider Leben...und mir ist die Mama ans Herz gewachsen. Tobias Schlegl beschönigt nichts und zeigt auch die Schattenseiten der Wanderung auf und gibt zu, wie oft er keine Lust mehr hatte weiterzumachen. Bis irgendwann der Wendepunkt kam, ab dem "Aufgeben" keine Option mehr war. Der Weg bedeutet so viel: Leiden, Spiritualität, Entbehrung, Schmerz, Wandel, Demut, Freude, Stärke... Das Buch regt zum Nachdenken an: das eigene Leben zu reflektieren und sich bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist; wahrzunehmen; dankbar zu sein. Der Schreibstil ist authentisch, unkompliziert, humorvoll, bewegend und ehrlich. Der Autor findet oft schöne und tiefgründige Worte. Er hält sich kurz, erzählt nicht zu ausladend. Hier und da hätte mehr Ausschweifung/ Inhalt aber gut getan. Ergänzt wird der Reisebericht durch private Fotos im Mittelteil. "Verrückt, was dieser Camino mit einem anstellt. Erst bricht er dich, und dann macht er dich stärker als je zuvor. " S. 180 Fazit: Es geht nicht nur um den Weg an sich, sondern auch, was der Weg aus dir macht. Kurzfristig und langfristig. Jetzt möchte ich am liebsten auch meinen Rucksack packen und los pilgern. Vielleicht, eines Tages, erfülle ich mir diesen Traum. 4,5/5⭐️
14. Sept. 2025
713 km zu Fuß - Respekt! "Dieses Buch zeigt, wie wichtig es ist, auch als Erwachsener Zeit mit den Eltern zu verbringen, bevor sie alt und gebrechlich werden. Und das es sich lohnt, ein gemeinsames Abenteuer einzugehen." Inhalt: Tobias Schlegl (Moderator, Notfallsanitäter, Autor) geht den Jakobsweg - 713 km - zusammen mit seiner 73- jährigen Mutter Sieglinde. Es ist nicht sein Traum, sondern ihrer. Obwohl er eigentlich kein Wanderfreund ist, nimmt er den beschwerlichen Weg auf sich, um Zeit mit ihr zu verbringen und ihr näher zu kommen. Abseits ihrer Mutterrolle weiß er wenig von ihr. Auf dem Camino spricht er Fragen aus, die ihm schon lange auf dem Herzen liegen. Der Jakobsweg schweißt beide zusammen, obwohl - oder gerade weil - er ihnen viel abverlangt. Auch mein Traum ist es (vorzugsweise zu zweit) den Jakobsweg zu laufen, deshalb hat mich das Buch gleich angesprochen. Ich begleite gern Menschen, wenn auch "nur" per Buch auf ihrer Reise und nehme etwas von ihren Erlebnissen mit. Tobias Schlegl hat einen realen Erfahrungs-Reisebericht geschrieben, der offen, ehrlich und schonungslos ist. Wir erleben ein Mutter-Sohn-Gespann, das sich auf dem Jakobsweg ganz neu kennen und schätzen lernt, sich wieder näher kommt, Altes aufarbeitet und eine neue Verbundenheit schafft. Ich fand es berührend, das er als Wandermuffel dieses Weg für und mit seiner Mutter gemeinsam gegangen ist. Wir erfahren schöne und traurige Momente aus beider Leben...und mir ist die Mama ans Herz gewachsen. Tobias Schlegl beschönigt nichts und zeigt auch die Schattenseiten der Wanderung auf und gibt zu, wie oft er keine Lust mehr hatte weiterzumachen. Bis irgendwann der Wendepunkt kam, ab dem "Aufgeben" keine Option mehr war. Der Weg bedeutet so viel: Leiden, Spiritualität, Entbehrung, Schmerz, Wandel, Demut, Freude, Stärke... Das Buch regt zum Nachdenken an: das eigene Leben zu reflektieren und sich bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist; wahrzunehmen; dankbar zu sein. Der Schreibstil ist authentisch, unkompliziert, humorvoll, bewegend und ehrlich. Der Autor findet oft schöne und tiefgründige Worte. Er hält sich kurz, erzählt nicht zu ausladend. Hier und da hätte mehr Ausschweifung/ Inhalt aber gut getan. Ergänzt wird der Reisebericht durch private Fotos im Mittelteil. "Verrückt, was dieser Camino mit einem anstellt. Erst bricht er dich, und dann macht er dich stärker als je zuvor. " S. 180 Fazit: Es geht nicht nur um den Weg an sich, sondern auch, was der Weg aus dir macht. Kurzfristig und langfristig. Jetzt möchte ich am liebsten auch meinen Rucksack packen und los pilgern. Vielleicht, eines Tages, erfülle ich mir diesen Traum. 4,5/5⭐️
14. Sept. 2025








