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Ein zweiter Band, der mich mit beeindruckender Konsequenz daran erinnert hat, wie zäh Zeit vergehen kann.
Leider genauso langweilig wie der erste Band, und das will wirklich etwas heißen. Auch wenn es schon länger her ist, dass ich ihn gelesen habe, habe ich ihn nicht gut in Erinnerung 🫣, und dieser Teil hat es geschafft, genau dieses Gefühl wieder aufleben zu lassen, nur diesmal mit Ansage. In diesem Band geht es um Rua, die Schwester von Remy, die wir am Ende von Band 1 bereits kennengelernt haben, sowie um den Hexenschlächter, und eigentlich klang das nach einer soliden Grundlage für Spannung, Drama und wenigstens ein bisschen emotionale Tiefe. Rua fand ich allerdings schrecklich unsympathisch 😭 und das ist noch freundlich formuliert. Das war weit jenseits von grumpy, eher eine Dauerhaltung aus Ablehnung, Ignoranz und demonstrativer Lernresistenz. Ja, sie kannte durch ihre Erziehung keine gesellschaftlichen Gepflogenheiten, geschenkt, aber sie hat sich auch null darauf eingelassen 🙄 und jede Entwicklung konsequent verweigert, als wäre Charakterentwicklung optional. Der männliche Protagonist war da schon eher mein Fall. Sein Kampf gegen seine Vorurteile hatte tatsächlich Substanz und war angenehm nachvollziehbar, und auch wie er Rua behandelte, obwohl sie sich durchgehend unerquicklich verhielt, war überraschend respektvoll und stellenweise sogar berührend. Das war dann leider auch schon das emotionale Highlight. Als es zur großen Offenbarung kam, konnte ich es nicht richtig greifen. Das lag einerseits an der Erzählerperspektive, mit der ich bekanntlich meine Schwierigkeiten habe, und andererseits schlicht an Rua selbst. Über 75% des Buches wird konsequent gegen jede Form von Nähe oder Einsicht angekämpft, und plötzlich fällt das Wort Liebe in den Raum, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, den vorher niemand gesucht hat. Das wirkte weder organisch noch überzeugend, sondern eher wie ein hastig gesetzter Haken auf einer To-do-Liste 😅 Die Handlung war erneut eine typische Quest-Geschichte, solide konstruiert, aber ohne jede Überraschung in der Struktur. Der Plot selbst hatte zwar ein paar gut geschriebene Momente und einzelne Wendungen, die durchaus unterhaltsam waren, aber im Gesamtbild war vieles, gerade im Hinblick auf Band 1, vorhersehbar 🤣 und damit leider eher pflichtbewusst als packend. Unterm Strich hat mich die Reihe nach diesem Band endgültig verloren. Die letzten beiden Teile bleiben ungelesen, und ehrlich gesagt fühlt sich das weniger wie ein Verlust an als wie eine sehr vernünftige Entscheidung.
26. Apr. 2026
Ein zweiter Band, der mich mit beeindruckender Konsequenz daran erinnert hat, wie zäh Zeit vergehen kann.
Leider genauso langweilig wie der erste Band, und das will wirklich etwas heißen. Auch wenn es schon länger her ist, dass ich ihn gelesen habe, habe ich ihn nicht gut in Erinnerung 🫣, und dieser Teil hat es geschafft, genau dieses Gefühl wieder aufleben zu lassen, nur diesmal mit Ansage. In diesem Band geht es um Rua, die Schwester von Remy, die wir am Ende von Band 1 bereits kennengelernt haben, sowie um den Hexenschlächter, und eigentlich klang das nach einer soliden Grundlage für Spannung, Drama und wenigstens ein bisschen emotionale Tiefe. Rua fand ich allerdings schrecklich unsympathisch 😭 und das ist noch freundlich formuliert. Das war weit jenseits von grumpy, eher eine Dauerhaltung aus Ablehnung, Ignoranz und demonstrativer Lernresistenz. Ja, sie kannte durch ihre Erziehung keine gesellschaftlichen Gepflogenheiten, geschenkt, aber sie hat sich auch null darauf eingelassen 🙄 und jede Entwicklung konsequent verweigert, als wäre Charakterentwicklung optional. Der männliche Protagonist war da schon eher mein Fall. Sein Kampf gegen seine Vorurteile hatte tatsächlich Substanz und war angenehm nachvollziehbar, und auch wie er Rua behandelte, obwohl sie sich durchgehend unerquicklich verhielt, war überraschend respektvoll und stellenweise sogar berührend. Das war dann leider auch schon das emotionale Highlight. Als es zur großen Offenbarung kam, konnte ich es nicht richtig greifen. Das lag einerseits an der Erzählerperspektive, mit der ich bekanntlich meine Schwierigkeiten habe, und andererseits schlicht an Rua selbst. Über 75% des Buches wird konsequent gegen jede Form von Nähe oder Einsicht angekämpft, und plötzlich fällt das Wort Liebe in den Raum, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, den vorher niemand gesucht hat. Das wirkte weder organisch noch überzeugend, sondern eher wie ein hastig gesetzter Haken auf einer To-do-Liste 😅 Die Handlung war erneut eine typische Quest-Geschichte, solide konstruiert, aber ohne jede Überraschung in der Struktur. Der Plot selbst hatte zwar ein paar gut geschriebene Momente und einzelne Wendungen, die durchaus unterhaltsam waren, aber im Gesamtbild war vieles, gerade im Hinblick auf Band 1, vorhersehbar 🤣 und damit leider eher pflichtbewusst als packend. Unterm Strich hat mich die Reihe nach diesem Band endgültig verloren. Die letzten beiden Teile bleiben ungelesen, und ehrlich gesagt fühlt sich das weniger wie ein Verlust an als wie eine sehr vernünftige Entscheidung.
26. Apr. 2026








