Blick ins Buch

Krimis

Der namenlose Tag

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Über das Buch

Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ist seit zwei Monaten im Ruhestand und glaubt nun, ein Leben jenseits der Toten beginnen zu können. Doch er wird von einem alten Fall eingeholt. Vor zwanzig Jahren hatte er einer Frau, nach dem Tod ihrer 17-jährigen Tochter, sieben Stunden in ihrer Trauer beigestanden.
Jetzt tritt Ludwig Winther, der Vater des jungen Mädchens, mit ihm in Kontakt. Nach all der langen Zeit glaubt er noch immer nicht an den – laut polizeilichem Untersuchungsergebnis eindeutig feststehenden – Selbstmord der Tochter. Seiner Meinung nach muss es sich um Mord gehandelt haben. Ex-Kommissar Jakob Franck nimmt die Ermittlungen wieder auf. Er folgt dabei seiner ureigenen Methode, der »Gedankenfühligkeit«.

Mit diesem Roman startet eine Reihe um Ex-Kommissar Jakob Franck. Friedrich Ani und seine Kunst der Konstruktion gewöhnlich-außergewöhnlicher Kriminalistikrätsel; Friedrich Ani und seine Sprache, die vom Tod auf das Leben melancholisch gelöste Perspektiven wirft - Friedrich Ani und seine Kunst erreichen in seinem neuen Roman unvorhersehbare Dimensionen.

Editionen (5)

ISBN9783844913446
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum08.08.15

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

3 Rezensionen

2,6

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  • myfair
    myfair

    44 Follower

    3,0

    Schwarz wie die Einsamkeit

    "Wie anders, dachte Franck, sollte Ludwig Winther sich also heute verhalten? In seiner kleinen Wohnung unterm Dach verwaltete er die letzte Hinterlassenschaft der Familie, die er einmal gegründet hatte: ein grünes kariertes Heft angefüllt mit Einsamkeit, die sich in seinen Augen spiegelte. (S. 252)" Einsamkeit ist für mich in fast jeder Seite dieses Krimis spürbar. Die Einsamkeit der Protagonisten, in ihren Herzen, in ihren Leben und Geschichten, in denen sie gefangen sind. Das Schweigen, dass die Einsamkeit nur verstärkt. Ein Mädchen einsam erhängt an einem Baum im Park. Selbst der einsame Kommissar, einsam ermittelnd in einem lang geschlossenen und von den Beteiligten doch nicht vergessenen Fall. Die Szenerie irgendwie drückend und farblos. Der pensionierte Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ermittelt nach einem Besuch in einem zwanzig Jahre zurückliegenden Fall eines siebzehnjährigen Mädchens, das Selbstmord beging. Den Fall an sich, die Geschichte, fand ich in Ordnung. Ich fand sie weder langweilig, noch hat sie mich wirklich gepackt. Ein guter, wenn auch vom Aufbau und Ende nicht typischer, Durchschnittskrimi irgendwie. Bewundert habe ich Friedrich Ani (geb. 1959) allerdings für seine Gabe sprachliche Bilder zu gestalten und zu erschaffen, die für mich oft Dunkelheit und Schönheit zugleich in sich tragen (z.B.: "der schwaze Vogel Einsamkeit" oder die Toten, die immer wieder zu Besuch kommen und ihre Geschichten erzählen).

    Schwarz wie die Einsamkeit

    25. Apr. 2025

  • readingconny
    readingconny

    37 Follower

    3,0

    Am Anfang fand ich die Lektüre recht zäh. Einige Perspektivenwechsel waren sehr unvermittelt und es blieb unklar, wer eigentlich erzählt. Ganz am Ende löst sich das zwar alles auf, aber dazu muss man bis dahin durchgehalten haben. Das Buch vermittelt eine düstere, melancholische Stimmung und auch die Auflösung am Ende führt nicht zu einer positiveren Weltsicht.

    11. Sept. 2022

  • rikwal
    rikwal

    358 Follower

    3,0

    Hab mich wirklich schwer getan mit diesem Buch, es dauert die gesamte erste Hälfte bis wirklich was passiert. In den ersten 120 Seiten geht es viel um Ahnungen, Gefühle und der Suche nach der Wahrheit, bis der Fall in der zweiten Hälfte schnell geht und der Schreibstil sich auch ins lesbarere ändert. Kein sehr blutiger Krimi, eher auf einer psychologischen Ebene, auf der Suche nach der Wahrheit 20 Jahre danach. 3,5 Sterne

    1. Jan. 2024

Autorin / Autor

Über Friedrich Ani

Friedrich Ani, geboren 1959, arbeitete als Reporter und Kulturjournalist und lebt als Schriftsteller in München. Er schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane und Drehbücher. Für seine Werke wurde er mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Staatlichen Förderungspreis für Literatur des Bayerischen Kultusministeriums, dem Grimme-Preis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis. Für vier seiner Romane um den Vermisstenfahnder Tabor Süden sowie das 2015 erschienene Buch Der namenlose Tag erhielt Ani den Deutschen Krimi Preis sowie den Stuttgarter Krimipreis. Mit Ermordung des Glücks setzt er die Reihe um seinen unkonventionellen Ermittler Jakob Franck fort.

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