Aus dem harmlosen Spiel Leute verfolgen und beobachten wird Ernst, als Guddie vor dem Pergamonmuseum in Berlin Zeugin einer Entführung wird. Dem Entführten gelingt es jedoch gerade noch, einen Zettel mit einer Nachricht für Guddie fallen zu lassen. Darauf befindet sich eine verschlüsselte Botschaft. Guddie, ihre Cousine Dags und ihr Freund Olaf versuchen den Fall auf eigene Faust zu lösen und finden heraus, dass im Pergamonmuseum das Tor von Milet gestohlen werden soll. Eine abenteuerliche Jagd durch Berlin beginnt ...
Das Buch war eine Schullektüre, was ja eig immer bedeutet: langweilig. Aber das Buch war sogar spannend trotzdem nichts was ich in meiner Freizeit lesen würde
14. Juli 2025
2,5
Nicht so schlecht wie erwartet
Das Buch war eine Schullektüre, was ja eig immer bedeutet: langweilig. Aber das Buch war sogar spannend trotzdem nichts was ich in meiner Freizeit lesen würde
Auf der Suche nach einer Lektüre für den Deutschunterricht bin ich über diesen Jugendroman gestolpert. Sehr spannend, interessante und vielschichtige Figuren, Vielfalt an Themen (Liebe, Erwachsenwerden, Familie, Homosexualität, Freundschaft,…), sprachlich ausgefeilt. Einen Punkt Abzug gibt es für die dann doch wenig glaubhaften Krimimotive.
14. Mai 2023
4,0
Spannender Krimi für Jugendliche
Auf der Suche nach einer Lektüre für den Deutschunterricht bin ich über diesen Jugendroman gestolpert. Sehr spannend, interessante und vielschichtige Figuren, Vielfalt an Themen (Liebe, Erwachsenwerden, Familie, Homosexualität, Freundschaft,…), sprachlich ausgefeilt. Einen Punkt Abzug gibt es für die dann doch wenig glaubhaften Krimimotive.
Es ist faszinierend, wie das Buch in 1994 rauskam, aber es kaum Unterschiede gibt, fast 30 Jahre später. Abgesehen der Handys, Telefone, Währung, Kameras, und so was. Ist mir auch erst aufgefallen, als die Währung erwähnt wurde, sonst hätte ich es vermutlich nicht bemerkt (es gibt schließlich auch Leute, die heutzutage noch Kabeltelefone haben).
Wie dem auch sei, ich mochte das Buch sehr. Es war spannend und nervenkitzelnd; kann ich gut für Kinder empfehlen, aber auch Erwachsene.
Positiv:
1) Ich mochte sehr, wie der Autor mit der Liebesbeziehung umgegangen ist. Liebesdrama ist so gar nicht meins und war deswegen schon etwas genervt, als das dann Teil der Story wurde, da darüber nichts im Klappentext steht, und ich shippe die beiden Charaktere auch nicht, aber ich fand's am Ende dann doch nicht so schlimm. Es war natürlich nicht das Hauptmotiv der Geschichte, aber selbst als Nebenstory auch nicht *das* Motiv. Es wurde kein bzw. kaum Drama gemacht und alles relativ locker gelassen. Zwar hatten die Charaktere deswegen auch keine Zeit, weil sie alle Hände voll zu tun hatten, aber trotzdem.
2) Es gab auch kein Sexismus, was auch zu Punkt 1 dazugehört. Alle Charaktere waren gleichgestellt – zumindest auf der Heldenseite. Olaf war anfangs zwar sehr oberflächlich, was sich zum Ende hin aber gelegt hat. Auch bei den Eltern gab es keine Unebenheiten.
3) Ich mochte auch sehr, wie der Autor mit Homophobie umgegangen ist. Es gab nur einmal an einer kurzen Stelle homophobe Kommentare, weil ein Charakter ein schwules Paar gesehen hat, aber derjenige hatte eine gute Charakterentwicklung. Find ich super. So sollte Homophobie in Filmen/Serien/etc. gezeigt werden, wenn man es denn unbedingt drin haben will!
4) Der Schreibstil und der Humor, ebenso wie die Charaktere. Jeder hatte einzigartige Persönlichkeitsmerkmale, Schwächen und Stärken ausbalanciert und keiner war perfekt.
5) Ich war zwar schon öfters in Berlin, aber noch nie im Pergamonmuseum. Jetzt will ich definitiv dort hin.
Etwas negativ:
1) Verwirrt hat mich etwas, wie jeder Erwachsene mit Nachnamen erwähnt wird, außer derjenige hat sich den Hauptcharakteren mit Vornamen vorgestellt. Aber vor allem bei den Eltern. Gudruns Mutter zum Beispiel wurde nicht so genannt, sondern "Frau Kreuzer", selbst wenn Gudrun die Protagonistin des Kapitels war.
Etwas komisch, wenn es ja aus der Sicht der Charaktere ist. Ich kenne zwar, dass manche "Frau Mutter"/"Herr Vater" sag(t)en, aber nicht den Nachnamen...
Abgesehen davon, sehr gut und ich werde definitiv noch weitere Bücher von ihm lesen.
Ps: Bernds Sichtweise auf Kunst und wie er Fotokopien sieht, ist sehr interessant, und ich finde, ich kann ihm nur Recht geben.
- 30.09.23
18. Jan. 2024
4,0
Es ist faszinierend, wie das Buch in 1994 rauskam, aber es kaum Unterschiede gibt, fast 30 Jahre später. Abgesehen der Handys, Telefone, Währung, Kameras, und so was. Ist mir auch erst aufgefallen, als die Währung erwähnt wurde, sonst hätte ich es vermutlich nicht bemerkt (es gibt schließlich auch Leute, die heutzutage noch Kabeltelefone haben).
Wie dem auch sei, ich mochte das Buch sehr. Es war spannend und nervenkitzelnd; kann ich gut für Kinder empfehlen, aber auch Erwachsene.
Positiv:
1) Ich mochte sehr, wie der Autor mit der Liebesbeziehung umgegangen ist. Liebesdrama ist so gar nicht meins und war deswegen schon etwas genervt, als das dann Teil der Story wurde, da darüber nichts im Klappentext steht, und ich shippe die beiden Charaktere auch nicht, aber ich fand's am Ende dann doch nicht so schlimm. Es war natürlich nicht das Hauptmotiv der Geschichte, aber selbst als Nebenstory auch nicht *das* Motiv. Es wurde kein bzw. kaum Drama gemacht und alles relativ locker gelassen. Zwar hatten die Charaktere deswegen auch keine Zeit, weil sie alle Hände voll zu tun hatten, aber trotzdem.
2) Es gab auch kein Sexismus, was auch zu Punkt 1 dazugehört. Alle Charaktere waren gleichgestellt – zumindest auf der Heldenseite. Olaf war anfangs zwar sehr oberflächlich, was sich zum Ende hin aber gelegt hat. Auch bei den Eltern gab es keine Unebenheiten.
3) Ich mochte auch sehr, wie der Autor mit Homophobie umgegangen ist. Es gab nur einmal an einer kurzen Stelle homophobe Kommentare, weil ein Charakter ein schwules Paar gesehen hat, aber derjenige hatte eine gute Charakterentwicklung. Find ich super. So sollte Homophobie in Filmen/Serien/etc. gezeigt werden, wenn man es denn unbedingt drin haben will!
4) Der Schreibstil und der Humor, ebenso wie die Charaktere. Jeder hatte einzigartige Persönlichkeitsmerkmale, Schwächen und Stärken ausbalanciert und keiner war perfekt.
5) Ich war zwar schon öfters in Berlin, aber noch nie im Pergamonmuseum. Jetzt will ich definitiv dort hin.
Etwas negativ:
1) Verwirrt hat mich etwas, wie jeder Erwachsene mit Nachnamen erwähnt wird, außer derjenige hat sich den Hauptcharakteren mit Vornamen vorgestellt. Aber vor allem bei den Eltern. Gudruns Mutter zum Beispiel wurde nicht so genannt, sondern "Frau Kreuzer", selbst wenn Gudrun die Protagonistin des Kapitels war.
Etwas komisch, wenn es ja aus der Sicht der Charaktere ist. Ich kenne zwar, dass manche "Frau Mutter"/"Herr Vater" sag(t)en, aber nicht den Nachnamen...
Abgesehen davon, sehr gut und ich werde definitiv noch weitere Bücher von ihm lesen.
Ps: Bernds Sichtweise auf Kunst und wie er Fotokopien sieht, ist sehr interessant, und ich finde, ich kann ihm nur Recht geben.
- 30.09.23
Der Kaufhausdetektiv diskutiert mit der Kartenverkäuferin an der Kasse und kann nicht durch wenn er nicht bezahlt🤣🤣
Autorin / Autor
Über Andreas Steinhöfel
Andreas Steinhöfel gehört seit Bestsellern wie »Die Mitte der Welt« zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren. Insbesondere für seine Kinderbücher, die Steinhöfel oftmals selbst fürs Hörbuch liest, wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Corine, dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie dem Erich Kästner-Preis für Literatur. Andreas Steinhöfel arbeitet zudem als Übersetzer, Produzent und Drehbuchautor.