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Jugendbücher

Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet

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Über das Buch

Flavia ist zwar erst elf, hat es aber faustdick hinter den Ohren bzw. in ihrem Labor. Die Leidenschaft der klugen Kleinen gilt nämlich der Chemie. Vor allem todbringende Substanzen wie indianische Pfeilgifte und Arsen haben es ihr angetan. Und sie interessiert sich nicht nur dafür, sie setzt ihre Kenntnisse auch ein: Wer Flavia dumm kommt, klagt vielleicht schon bald über einen brennenden Ausschlag oder juckende Pusteln ... Als Flavia eines Morgens eine Männerleiche im Gurkenbeet des Familienanwesens findet und ihr Vater des Mordes verdächtigt wird, entdeckt Flavia eine zweite Passion: die Detektivarbeit.

Flavias erster Fall – gelesen von Andrea Sawatzki.

Editionen (7)

ISBN9783844901528
VerlagSilberfisch
Erscheinungsdatum22.03.10

Rezensionen & Bewertungen

318 Bewertungen

55 Rezensionen

3,8

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  • jinx
    jinx

    877 Follower

    3,5

    Am liebsten wäre ich auf der Stelle nach Hause geradelt, um mich an meinem Labor zu erfreuen, meine blitzblanken Glasbehälter anzufassen und rein zum Spaß ein tödliches Gift zusammenzumischen. 🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫

    Ich bin immer wieder über diese Buchreihe gestolpert – und irgendwann stolpert man eben so oft, dass man einfach mal hinschaut. Also wurde es Zeit für den ersten Band. Die Reihe erinnert tatsächlich ein wenig an Agatha Christie, die ich noch verschwommen aus meiner Kindheit kenne. Und auch wenn Flavia keine Miss Marple ist, hat sie doch ihren ganz eigenen Charme: eine kleine Chemie-Enthusiastin mit einer Vorliebe für giftige Experimente und cleveren Spürsinn. Was will man mehr? Der Kriminalfall selbst ist eher auf jüngere Leser ausgerichtet, was bedeutet: keine literarischen Blutfontänen, keine seitenlangen Beschreibungen grausamer Tatorte. Aber dafür genügend Spannung, um am Ball zu bleiben – und ein paar Momente, die überraschend ernst wirken. Gelegentlich hatte ich ein bisschen Mühe, allen historischen, naturwissenschaftlichen oder literarischen Referenzen zu folgen. Aber statt zu nerven, fand ich es eher charmant. Man lernt sogar etwas dabei – und Bildung, die sich in einem unterhaltsamen Krimi versteckt, nehme ich immer gern mit. Ich werde definitiv weitere Bände lesen, wenn mir nach einer leichten, originellen und humorvollen Geschichte ist. Flavia ist eine wunderbar zynische, kluge und herrlich eigenwillige Protagonistin. Eine, mit der man gern durch Herrenhäuser schleicht – und die einem im Zweifel vermutlich eine Tasse Tee mit einer Spur Arsen servieren würde. Aus Liebe natürlich. ✨️ Fazit ✨️ Ein unterhaltsamer, cleverer Jugendkrimi mit einer außergewöhnlichen Heldin. Perfekt für zwischendurch, lehrreich ohne zu belehren – und absolut lesenswert, wenn man Lust auf eine charmante Mischung aus Nostalgie, Witz und Mord hat.

    Am liebsten wäre ich auf der Stelle nach Hause geradelt, um mich an meinem Labor zu erfreuen, meine blitzblanken Glasbehälter anzufassen und rein zum Spaß ein tödliches Gift zusammenzumischen.

🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫🧬🧪🧫

    10. Dez. 2025

  • badbutterfly
    badbutterfly

    180 Follower

    3,0

    Ein Charmanter Jugendkrimi mit einer aufgeweckten Protagonistin und britischem Flair, aber mir fehlten die düsteren, spannungsgeladenen Elemente – eher etwas für 10/12-Jährige.

    „Mord im Gurkenbeet“ ist ein unterhaltsamer Krimi mit einer klugen, aufgeweckten Protagonistin, der aber klar im Jugendbuchbereich angesiedelt ist. Flavia de Luce ist sympathisch und ihre Faszination für Chemie sorgt für charmante, teils skurrile Momente. Die Atmosphäre ist leicht und humorvoll, auch wenn ein Mord im Zentrum steht. Wer jedoch eine düstere, spannungsgeladene Geschichte im Stil von „Wednesday“ erwartet, könnte enttäuscht werden. Die Handlung ist eher gemütlich, der Ton jugendlich – ich würde es eher für Leser*innen ab etwa 10–12 Jahren empfehlen. Für mich war es ganz süß, aber mir fehlte die Schärfe und das Dunkle, das ich mir erhofft hatte.

    9. Aug. 2025

  • sannya
    sannya

    62 Follower

    4,0

    Eine spannende, vielschichtige Geschichte

    Eines morgens entdeckt Flavia im Garten der Familie einen Toten - genau genommen ist er noch gar nicht richtig tot. Er schafft es gerade noch Flavia, "Vale" - Leb wohl - entgegenzuhauchen. Doch wer ist der Tote, den sie am Abend zuvor im Arbeitszimmer ihres Vaters gesehen hatte? Und welche Rolle spielen zwei seltene Briefmarken, die unter dem Namen "Rächer von Ulster" bekannt sind und lange Zeit als verschollen galten? Das Interesse der 11-jährigen Flavia, jüngster Tochter des Hauses de Luce, ist schnell geweckt. Als dann Flavias Vater des Mordes verdächtigt wird, weiß sie, dass sie alles daransetzen muss, den wahren Mörder zu finden. Dabei stößt Flavia auf ein lange gehütetes Geheimnis und gerät schließlich selbst ins Visier des Mörders ... Flavia de Luce ist kein normales Mädchen, wie man es sich vielleicht vorstellt. Anders als ihre Altersgenossinnen, interessiert sie sich vorallem für Chemie. Da Flavias besondere Leidenschaft die Gifte sind, studiert sie deren Auswirkungen hin und wieder an ihrer älteren Schwester Ophelia. Das Leben auf Buckshaw hat ja auch sonst kaum etwas Spannendes zu bieten. Ich bin überrascht, wie unterhaltend Alan Bradley eine doch eher trockene Naturwissenschaft in diesen Krimi eingewoben hat. Denn obwohl die Chemie nicht unbedingt meine Stärke ist, verleiht sie diesem Roman eine ganz besondere Note. Dass Flavia, die junge Heldin dieses Romans, eine kleine Hobby-Chemikerin ist, wird an vielen Stellen dieses Buches deutlich. Dazu hat der Autor so einiges an chemischem Wissen in diesem Roman eingeflochten, das Flavias ungewöhnliches Faible greifbar und diese Geschichte richtiggehend sympathisch macht. Gerade durch diese ungewöhnliche Eigenschaft, kommt Flavia ein wenig verschroben daher - immerhin kommt es schonmal vor, dass sie Teewasser mit einem Bunzenbrenner zum Kochen bringt -, und ich hatte sie schon bald liebgewonnen. Hinzu kommen so manche Angewohnheiten dieser Figur, die ihren Charakter facettenreich und lebendig wirken lassen, und mir beim Hören richtig Spaß machten. Während also Flavia mich schon bald in ihren Bann zog, gab es jedoch auch einige Figuren, die eher blass wirkten. Vorallem die übrigen Familienmitglieder schienen mir neben dem starken Charakter Flavias eher schwach ausgearbeitet. Auch von der Familiengeschichte der de Luces, dem Tod von Flavias Mutter, erfährt man wenig. Ich hätte mir hier noch viel mehr Informationen gewünscht, denn es werden zwar viele Andeutungen gemacht, jedoch für meinen Geschmack nur unzureichend aufgeklärt. Dies mag hier möglicherweise an der gekürzten Hörbuchfassung liegen - vielleicht ist das Buch gerade in diesem Punkt umfangreicher. Der Kriminalfall, die Zusammenhänge und Flavias Aufdeckung der Wahrheit konnten mich wirklich fesseln. Auch ich tappte nahezu bis zum Schluss im Dunkeln, bin jedoch vom Ausgang der Geschichte positiv überrascht worden. Der Autor beweist hier viel Fingerspitzengefühl und Lust am Erzählen. Er versetzt einen nahezu ab dem Beginn seiner Geschichte in die Welt Flavias und der englischen, ländlichen Kulisse. Die Sprecherin des Hörbuchs, Andrea Sawatzki, trägt einen großen Teil dazu bei, dass ich an diesem Hörbuch viel Spaß hatte. Sie verleiht Flavia eine würdige Stimme mit vielen Nuancen, Gefühlsregungen und Spannungen. Die perfekte Stimme für dieses schöne Buch! Fazit: "Mord im Gurkenbeet" war so ganz anders als ich es vermutet hatte - viel besser! Flavia ist eine Protagonistin, die man einfach sofort ins Herz schließt, was vorallem an ihren spleenigen Eigenheiten und ihrer besonderen Leidenschaft für die Chemie liegt, die in diesem Roman allgegenwärtig ist. Für mich ist Flavia eine besondere Figur und eine eigentümliche "Ermittlerin", an deren Seite man in eine spannende, vielschichtige Geschichte eintaucht, die mich während des Hörens - auch Dank einer wunderbaren Sprecherin - völlig in ihren Bann zog

    Eine spannende, vielschichtige Geschichte

    19. Okt. 2024

3 von 55 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alan Bradley

Alan Bradley, geboren 1938, wuchs in der kanadischen Provinz Ontario auf. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, war er u. a. als Direktor für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan tätig. Sein erster Roman Mord im Gurkenbeet wurde in Kanada, England und den USA viel umjubelt und stand auch in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

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