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Romane

Der stille Freund

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Über das Buch

Neue Erzählungen von Ferdinand von Schirach, von ihm persönlich gelesen

Ferdinand von Schirach schreibt über die Verletzlichkeit des Menschen, über seine Triumphe und sein Scheitern. Seine Geschichten erzählen von der Gesellschaft, vom Tod und von Verbrechen, von Musik, Film, Malerei und Philosophie. Sie spielen in Berlin, Kapstadt, Rom, Wien und an der Côte d´Azur. Sie berichten von privaten Begegnungen, von historischen Ereignissen und von Persönlichkeiten wie dem Tennisspieler Gottfried von Cramm, dem Architekten Adolf Loos oder dem Wiener Schriftsteller, Schauspieler und Kulturphilosophen Egon Friedell. Und immer wieder erzählt er von Zufällen, die ein Leben unaufhaltsam verändern, von der Unbegreiflichkeit und Großartigkeit des Menschen, von der Unsicherheit des Daseins und der Sehnsucht nach Schutz, Sicherheit und Freiheit.

Neue Erzählungen von Bestsellerautor Ferdinand von Schirach Gelesen vom Autor »Ein großartiger Erzähler!« DER SPIEGEL

Ungekürzte Lesung mit Ferdinand Schirach
4h 11min

Editionen (3)

ISBN9783844554106
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum25.08.25

Rezensionen & Bewertungen

343 Bewertungen

74 Rezensionen

4,0

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  • buchengel
    buchengel

    353 Follower

    4,0

    Krasses Buch

    Das Buch wurde mir in meiner Buchhandlung empfohlen. Sie sagte nur, dass die Bücher von Ferdinand von Schirach immer etwas nachhallen. Ich hatte keine Erwartungen an das Buch. Ich habe vom Autor noch kein Buch gelesen. Es ist mir in der Buchhandlung schon mal aufgefallen. Das Cover gefällt mir ganz gut, aber der Klappentext verrät nichts. Als ich anfing zu lesen, war ich zuerst etwas verwundert, weil ich keinen Zusammenhang sah. Da fiel mir auf, dass es eine Sammlung von Kurzgeschichten ist. Das Thema TOD zieht sich durch alle Kurzgeschichten. Einige Geschichten sind, für zarte Seelen, wie mich, doch verstörend. Jede Kurzgeschichte hallt extrem nach. Ich habe sogar geträumt, dass ich in einem Hotel mit Toten eingesperrt bin und nicht entkommen kann. Es war ein furchtbarer Alptraum. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man sollte das Buch nur lesen, wenn man mental stabil ist. Wer von euch kennt den Autor und hat schon einiges von ihm gelesen? Schreibt er immer so düster?

    24. Apr. 2026

  • ni.kaa
    ni.kaa

    269 Follower

    5,0

    Immer wieder eine Bereicherung!

    Wie immer war es mir auch hier ein Vergnügen dieses Buch dieses tollen Autors zu lesen. Es ist faszinierend, wie er mit so wenig Text eine so große Wirkung erzielen kann. Hier haben wir wieder 14 Kurzgeschichten, die verschiedenste Vorkommnisse behandeln. Mal geht es um Verbrechen, die er aus erster Hand erfahren hat und mal geht es um Verbrechen, die jeder auf dieser Welt mitverfolgen konnte und kann. Es sind teilweise sehr eindrücklich beschriebene Fälle, bei denen man recht schnell in Gedanken verschluckt wird. Immer wieder ist es erschreckend, was für Schicksale Menschen treffen können. Ich will mich nicht daran ergötzen. Jedoch muss ich gestehen, dass mir dadurch immer wieder klarer wird, wieviel Glück man in seinem Unglück vielleicht doch hatte, wenn man all die furchtbaren Schicksalsschläge liest. Es ist ernüchternd immer wieder zu erfahren, wie real solche Sachen sind. Daher bin ich dankbar dafür, dass von Schirach solche Bücher schreibt. Vor allem macht sein besonderer Schreibstil die Geschichten rund. Er hat diese Art komplett nüchtern und sachlich über Geschehnisse zu schreiben, ohne despektierlich rüberzukommen. Ich bilde mir ein, dass man grade bei diesem Buch einen Einblick in die Gedankenwelt des Autors bekommt und erfährt, was ihn beschäftigt, aufgrund der Vielheit verschiedenster Anekdoten und Geschichten. Ich hatte mit vorgenommen alle Bücher von von Schirach lesen und hier bin ich beim 17. von 17 Büchern angekommen. Ich bin froh, dass ich mich so mit diesem Autor auseinandergesetzt habe, denn er ist wirklich eine Bereicherung 😊 Ich werde Ende diesen Jahres zur Aufführung dieses Buches als Bühnenspiel mit einer Freundin hingehen. Ich freue mich ihn live mitzuerleben denn ich finde, dass dieser Mann sehr interessant in seinem Wesen ist. Daher ist das hier mal wieder eine ganz klare Empfehlung meinerseits.

    2. Juli 2026

  • 5,0

    Stille Geschichten mit großer Wucht

    Mit „Der stille Freund“ beweist Ferdinand von Schirach einmal mehr seine unverwechselbare erzählerische klare, reduzierte und beinahe kühle Handschrift, die gerade deshalb von umso größerer emotionaler Wucht ist. In diesem schmalen Band entfalten sich Geschichten, die wirken, als trügen sie ganze Biografien in sich. Schirach nähert sich seinen Figuren mit der Präzision eines Strafverteidigers und der Sensibilität eines Literaten. Der Tod ist dabei kein bloßes Motiv, sondern ein stiller Begleiter, der manchmal unausweichlich, manchmal abrupt und oft erschütternd beiläufig kommt. Doch gerade im Angesicht des Endes gewinnen die Figuren eine besondere Lebendigkeit. Ihre Entscheidungen, ihre Brüche und ihre Abgründe treten umso schärfer hervor. Die Erzählungen bewegen sich zwischen historischen Persönlichkeiten, persönlichen Begegnungen und einer reflektierenden Ich-Perspektive. Diese Mischung verleiht dem Buch eine eigentümliche Authentizität. Man liest nicht nur Geschichten, sondern spürt, dass sie aus einer tiefen Kenntnis menschlicher Grenzsituationen heraus geschrieben sind. Schirach gelingt es, mit wenigen Worten ganze Seelenzustände oft in Momenten offenzulegen, die kaum mehr als eine Seite umfassen, aber lange nachhallen. Besonders eindrucksvoll ist, wie der Autor moralische Fragen stellt, ohne sie je eindeutig zu beantworten. Schuld, Zufall, Verantwortung – all das bleibt in der Schwebe und fordert die Leserinnen und Leser heraus, eigene Positionen zu entwickeln. Gerade diese Offenheit macht die Lektüre so intensiv und nachhaltig. Die gelegentliche Brutalität mancher Szenen ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil einer literarischen Wahrhaftigkeit. Sie kann verstören, ja, stellenweise sogar erschöpfen und genau darin liegt ihre Kraft. Dieses Buch verlangt Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich auf Unbequemes einzulassen. Es ist keine Lektüre für zwischendurch, sondern eine, die innehalten lässt und manchmal danach fordert, das Buch aus der Hand zu legen und tief durchzuatmen. „Der stille Freund“ ist ein eindringliches, stilles und zugleich tief bewegendes Werk. Ein Buch, das zeigt, wie viel in der Reduktion liegen kann und wie nah Literatur dem echten Leben kommen darf.

    30. März 2026

3 von 74 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 10057%
dannys.books
dannys.books9. Juni 2025

Wow. Erschütternde + bewegende Texte. Bisher sein bester Erzählband, wie ich finde

Seite 12772%

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Autorin / Autor

Über Ferdinand von von Schirach

Der SPIEGEL nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Erzählungsbände und Romane wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und mit seinem Theatermonolog Regen trat Ferdinand von Schirach nahezu 18 Monate lang vor ausverkauften Sälen auf. Seine Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage, der Theatermonolog Regen und das Theaterstück Sie sagt. Er sagt. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literatur- und Filmpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

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