Blick ins Buch

Romane

Der Steppenwolf

3,9(741)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Brillant führt Dieter Mann als Erzähler durch die Gedankenwelten Harry Hallers. Bei Manfred Zapatka hört man die Verlorenheit des Steppenwolfs und Anna Thalbach leiht
der Kurtisane Hermine ihre Grazie. Ein Hörspiel - bizarr und abgründig, vielstimmig und reich an Klangfarben.

(3 CDs, Laufzeit: 3h 20)

Editionen (24)

ISBN9783844501889
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum13.08.02

Rezensionen & Bewertungen

741 Bewertungen

93 Rezensionen

3,9

Tippen zum Filtern

  • karandi
    karandi

    244 Follower

    4,5

    Anders als Siddhartha aber keineswegs schlechter

    Ich muss sagen, ich bin von dem Buch mehr als nur angenehm überrascht. Deswegen gebe ich ihm auch dieselbe Bewertung, wie ich sie Siddhartha gegeben habe. Ich war natürlich voreingenommen und skeptisch, ob es mich genauso packt, wie es Siddhartha getan hat. Aber ich muss sagen: ja, im vollen Umfang. Ja, die Sprachkultur ist eine andere. Auch wenn beides natürlich in Prosa geschrieben ist, habe ich bei Siddhartha immer das Gefühl gehabt, ich lese eine leichte Dichtung. Das ist beim Steppenwolf nicht der Fall gewesen – und zuweilen habe ich sogar gedacht, ich treffe hier auch ein wenig auf Haruki Murakami, weil im Steppenwolf sehr vieles magisch und symbolisch erscheint. Schließlich kommt auch das „Magische Theater“ im Buch vor: ein in sich gespaltener Mann mittleren Alters, der lernt, das Leben zu lieben, und einen symbolischen Mord begeht. Auch Wolfgang Amadeus Mozart taucht auf, wenn auch nur symbolisch und nicht in realer Person. Das Buch fasst so viele Facetten auf so wenigen Seiten einfach wunderbar zusammen. Für mich steht der Steppenwolf Siddhartha in nichts nach und kann sowohl als Roman als auch als psychologischer Bericht wahrgenommen werden. Zumindest ist das meine Meinung, denn wir erleben einen Hauptprotagonisten, der in sich selbst zerrissen scheint, und allerlei Facetten, die dies zutage bringt, werden in diesem Buch hervorgehoben. Ich muss sagen, ich habe jetzt zwei Werke von Hermann Hesse gelesen. Mir gefallen seine Methodik, sein Schreibstil und seine Themenwahl so sehr, dass ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr von ihm aneignen werde. Das ist ein wertvoller Teil deutschsprachiger Literatur.

    11. Apr. 2026

  • vicinbetween
    vicinbetween

    44 Follower

    4,5

    ⭐️ 4,5 Sterne – Eindringlich, tiefgründig und überraschend zugänglich

    Entgegen vieler Meinungen fand ich Hesses Schreibstil erstaunlich angenehm zu lesen. Klar, Der Steppenwolf ist keine leichte Lektüre – aber ich hatte schon deutlich mehr Schwierigkeiten mit anderen Autoren klassischer Literatur. Insgesamt fand ich den Stil gut verständlich, solange man konzentriert bleibt. Wie bei vielen Klassikern gilt: Man sollte mit dem Kopf dabei sein, damit man wirklich alles mitnehmen kann. Abschweifen ist hier nicht drin. 😉 Inhaltlich war ich zu Beginn eher skeptisch. Ich hatte die Befürchtung, dass das Buch eher zäh und wenig einprägsam sein könnte – doch das hat sich schnell geändert. Nach dem etwas sperrigen Anfang entfaltet sich eine unglaublich eindrucksvolle Geschichte über die Zerrissenheit der menschlichen Persönlichkeit, die Suche nach Sinn und die Kunst, das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Gerade diese Mischung aus Ernst und Leichtigkeit hat mich beeindruckt. Die Botschaft, dass man auch in schwierigen Phasen seines Lebens noch etwas verändern kann – ja sogar muss –, hat bei mir auf jeden Fall nachgewirkt. Warum keine vollen 5 Sterne? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht fehlte mir am Ende der emotionale letzte Funke oder ein Moment, der mich vollkommen umgehauen hätte. Trotzdem ist es ein Buch, das bleibt – und das ich definitiv weiterempfehlen würde.

    6. Aug. 2025

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,0

    Der Steppenwolf -🐺 Auf der Suche nach Sinn und Identität

    „Der Steppenwolf“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich von der Gesellschaft entfremdet hat und mit sich selbst ringt. Sein Alltag ist geprägt von Einsamkeit, Grübeleien und dem Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören. Als er neue Menschen kennenlernt, beginnt sich sein Blick auf das Leben langsam zu verändern. Die Handlung entwickelt sich dabei von einer eher realistischen Erzählung hin zu einer symbolischen und traumähnlichen Reise durch die eigene Psyche. 🤔📖 Statt einer spannenden oder ereignisreichen Handlung stehen philosophische Fragen über das Leben, die eigene Identität und den Platz des Menschen in der Gesellschaft im Mittelpunkt. Genau das macht das Buch besonders – gleichzeitig aber auch nicht immer leicht zugänglich. 🧠📚 Gerade dieser philosophische Schwerpunkt macht den Roman einerseits außergewöhnlich, andererseits aber auch anstrengend. Viele Passagen wirken sehr theoretisch und spiegeln deutlich die Zeit wider, in der das Werk entstanden ist. Manche Ansichten und Formulierungen fühlen sich heute weit entfernt an, wodurch nicht immer eine emotionale Nähe zur Handlung entsteht. ⏳📖 Im späteren Verlauf entwickelt sich die Geschichte in eine zunehmend symbolische und surreale Richtung. Diese Abschnitte regen zwar zum Nachdenken an, können aber ebenso verwirrend sein, wenn eine klare und geradlinige Erzählweise bevorzugt wird. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen. 🎭💭 Sprachlich ist der Roman hochwertig geschrieben, allerdings keineswegs leicht zugänglich. Der Stil verlangt Aufmerksamkeit und passt eher zu klassischer, philosophischer Literatur als zu moderner Unterhaltung. Dadurch zieht sich die Handlung stellenweise spürbar in die Länge. 📚🕰️ Trotz aller Kritik wird deutlich, weshalb dieses Werk bis heute einen festen Platz in der Literaturgeschichte hat. Die Themen sind zeitlos und die psychologische Tiefe beeindruckend. Als Leseerlebnis bleibt der Roman jedoch oft sperrig und wirkt in vielen Bereichen stark von den Vorstellungen seiner Entstehungszeit geprägt. 📚🐺 Fazit 📌: Ein bedeutender Literaturklassiker mit interessanten Gedanken über den Menschen und seine innere Zerrissenheit. Inhaltlich anspruchsvoll und zweifellos einflussreich, als Unterhaltung jedoch nicht immer leicht zugänglich. Daher 6 von 10 P.⭐️ (Ein bereits rezensierter Titel aus meinem Bestand)

    Der Steppenwolf -🐺 Auf der Suche nach Sinn und Identität

    5 Tage vor

3 von 93 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hermann Hesse

Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und seiner Frau Marie, der Tochter eines württembergischen Indologen, geboren. Für die Theologenlaufbahn bestimmt, flüchtete er im Alter von 14 Jahren aus dem Klosterseminar Maulbronn, weil er 'entweder Dichter oder gar nichts' werden wollte. Nach einem Selbstmordversuch wurde er in eine Nervenheilanstalt verbracht. Eine kurze Gymnasialzeit in Cannstatt schloß er mit der Mittleren Reife ab und absolvierte ein Praktikum in einer Calwer Turmuhrenfabrik. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen und Basel schrieb er u. a. seinen ersten Roman "Peter Camenzind" (1904), dessen Erfolg es ihm erlaubte zu heiraten und sich als freier Schriftsteller am Bodensee niederzulassen. 1912 verließ Hermann Hesse Deutschland und zog mit seiner Familie nach Bern.Er wurde 1915 der Deutschen Gesandtschaft in Bern zugeteilt, wo er die Bücherzentrale für Deutsche Kriegsgefangene aufbaute, welche in ausländischen Lagern internierte Soldaten bis 1919 mit Lektüre versorgte. Im Mai 1919 übersiedelte er nach Montagnola/Tessin in die Casa Camuzzi, die er bis 1931 bewohnte und danach ein ihm auf Lebzeiten zur Verfügung gestelltes Haus bezog. Im Tessin schrieb er seine berühmtesten Werke: 1919 "Demian", 1922 "Siddhartha", 1927 "Der Steppenwolf", 1930 "Narziß und Goldmund" und ab 1931 "Das Glasperlenspiel". Für sein literarisches Werk wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 9. August 1962 starb Hermann Hesse in Montagnola.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick