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Des Tauchers leere Kleider

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Über das Buch

Erst in der Fremde können wir wirklich zu uns finden, heißt es. "Des Tauchers leere Kleider" erzählt die abenteuerliche Geschichte einer Frau, der nichts mehr geblieben ist, außer ihr Wille zu überleben. Einer Frau, die nach Casablance reist, um sich schließlich nicht für die Vergangenheit, auch nicht für die Gegenwart, aber mit aller Entschiedenheit für die Zukunft entscheidet. Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden Frau ausgehändigt, deren Identität sie annimmt. Vorübergehend, wie sie denkt, bis sich alles aufgeklärt hat. Doch einmal von der Last des eigenen Ich befreit, beginnt sie, Freude daran zu empfinden, sich von der Frau, die sie einmal war, immer mehr zu entfremden. Bis sie eine berühmte Hollywood-Schauspielerin kennen lernt und einen Schritt zu weit geht. "Des Tauchers leere Kleider" erzählt das Abenteuer einer Frau, die allen Grund zur Flucht hat – einer Frau, die sich in eine fremde Landschaft begibt, um zu vergessen, und dabei zum ersten Mal zu sich selbst findet. Mit Anklängen von Alfred Hitchcock und Patricia Highsmith. »Teils glamouröser Reisebericht, teils schwelende Mystery: diese vielschichtige Geschichte eines Ausbruchs ist zugleich formal einfallsreich wie auch auf herzzerreißende Weise vertraut. (Sie ist auch unfassbar lustig.)« Lena Dunham »Meisterhaft … Ich war so eingenommen von der Trauer, der klebrig-sandigen Details, dass ich gar nicht merkte, wie tief ich bereits drinnen steckte. Die letzte Seite las ich mit einem tränenreichen Seufzer.« Miranda July »Vendela Vidas neuer Roman ist voller Überraschungen, schlicht und üppig zugleich und vor allem wunderschön geschrieben.« George Saunders »Sie werden diesen Roman nicht beiseite legen können. Und dann werden Sie dasselbe seltsame verschmitze Lächen im Gesicht haben wie ich.« Rachel Kushner

Editionen (1)

ISBN9783841210586
VerlagAufbau Digital
Erscheinungsdatum12.02.16
Seitenzahl252

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

2 Rezensionen

3,3

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  • 4,0

    "Das Erste, was man bei der Ankunft in Casablanca tun sollte, ist, Casablanca zu verlassen." Unsere namenlose Protagonistin mit den vielen Identitäten (dazu kommen wir gleich) reist alleine nach Marokko. Das erste was natürlich bei ihrer Ankunft passiert: ihr Rucksack wird gestohlen. Darin: Reisepass, Kreditkarten. Als sie eine Anzeige bei der Polizei macht, bekommt sie einen vermeintlich gleichen Rucksack ausgehändigt. Jedoch gehört der beiliegende Pass einer gewissen Sabine Alyse. Um Ärger zu vermeiden - allein in einem fremden Land, fremde Sprache - nimmt sie vorerst die Identität dieser Sabine Alyse an. Was darauf folgt, ist schlichtweg eine außergewöhnliche Geschichte. Was mich an dem Buch überrascht hat, war, dass ich mich so in die namenlose Figur hineinversetzen konnte. Im Prinzip will sie ihrem Leben entfliehen. Später finden wir heraus, wovor sie flieht (und das ist ziemlich traurig und bestürzend), aber bis dahin ist sie eine Touristin in einem fremden Land, die von einem Extrem ins nächste fällt. Und eigentlich auch ganz unbewusst bzw ohne eigenes Verschulden. Ihren wahren Namen erfahren wir nicht, auch nicht, wie ihre Geschichte tatsächlich endet. Zurück bleiben "Des Tauchers leere Kleider", in Anlehnung an ein Gedicht. Für mich interpretiert es sich so, dass sie mit jeder neuen Identität altes von sich selbst abstreift, um neu zu werden. Anfangs etwas schwierig beim Lesen, da es in zweiter Person Singular geschrieben ist, aber doch konnte mich die Story packen und positiv überraschen.

    18. März 2025

  • 3,0

    So interessant

    Ich wüsste so gerne wie es weitergeht was danach passier und alles. Dieses Buch war unfassbar interessant und trotzdem irgendwie auch so verdammt seltsam. Ich hatte Spaß😊

    11. Sept. 2025

Autorin / Autor

Über Vendela Vida

Vendela Vida ist eine der Herausgeberinnen des Believer Magazine. Sie hat bisher vier Romane veröffentlicht, zuletzt „Liebende“ und „Weil ich zu spät kam“. Zusammen mit ihrem Ehemann Dave Eggers hat sie das Drehbuch für den Film „Away we go – Auf nach Irgendwo“ geschrieben. Sie lebt in der San Francisco Bay Area.

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