Blick ins Buch

Romane

Irgendwo in diesem Dunkel

4,2(17)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Eine Spurensuche von existenzieller Wucht
In Sie kam aus Mariupol hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt lässt sie ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt. Erzählt wird die Zeit, als die ältere der beiden Töchter 16 ist. Ein Aufenthalt in einem katholischen Kinderheim liegt hinter ihr. Sie lebt beim Vater, abseits vom deutschen Städtchen, unter Verschleppten und Entwurzelten in einer Welt außerhalb der Welt. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. Sie soll keine roten Schuhe tragen, sie soll zu Hause putzen. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie schließlich in die Vogelfreiheit und Schutzlosigkeit der Straße.

Als Hörbuchsprecherin besticht die Schauspielerin Martina Gedeck durch Ausdruckstiefe und erzählerisches Feingefühl.

Editionen (4)

ISBN9783839816738
VerlagArgon
Erscheinungsdatum26.09.18

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

5 Rezensionen

4,2

Tippen zum Filtern

  • norinka
    norinka

    172 Follower

    5,0

    Sehr berührendes, aber auch sehr trauriges Buch.

    7. Juli 2023

  • laetizia
    laetizia

    45 Follower

    5,0

    Berührend, gleichzeitig schockierend und menschlich unvorstellbar. Dennoch sollte man dieses Buch, ebenso wie "Sie kam aus Mariupol", irgendwann einmal gelesen bzw. gehört haben.

    11. Sept. 2023

  • steflovestoread
    steflovestoread

    2 Follower

    5,0

    Flüchtlingserfahrung im Deutschland der 1950-ger Jahre. Brutal. Traurig. Fortsetzung des Romans zu Mariupol.

    5. Jan. 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Natascha Wodin

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihren 1983 erschienenen ersten Roman Die gläserne Stadt folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, darunter die Romane Nachtgeschwister und Irgendwo in diesem Dunkel. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für Sie kam aus Mariupol wurden ihr der Alfred-Döblin-Preis, der Preis der Leipziger Buchmesse und der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen. 2022 wurde sie mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick