Blick ins Buch

Romane

David

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Über das Buch

Stundenlang ist der 23-jährige Jan im Winter allein in der verschneiten Landschaft unterwegs, auf der Suche nach innerem Frieden. Nur seiner Freundin Sophie vertraut er an, was er seit fünf Jahren mit sich herumträgt: Damals ist seine Adoptivmutter tödlich verunglückt – nur glaubt Jan nicht, dass es ein Unfall war. Ihm scheint, als hätte Elie ihren Wagen mit voller Absicht gegen jenen Baum gelenkt, in dessen Rinde die Initialen »R«, »E« und »V« eingeritzt sind. Von Sophies Zuspruch ermutigt, macht Jan die Besitzerin des verwahrlosten Grundstücks ausfindig, auf dem der Baum steht. Was Jan schließlich über sich selbst und seine Herkunft erfährt, erzählt Judith W. Taschler sprachlich virtuos und mit der ihr eigenen unaufgeregten Empathie.

Editionen (4)

ISBN9783839815892
VerlagArgon
Erscheinungsdatum26.10.17

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

2 Rezensionen

4,0

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  • ingeheydeck
    ingeheydeck

    147 Follower

    3,5

    Kein Highlight für mich.

    Anfangs ist es schwierig die verschiedenen Charaktere zu fassen- im Verlauf der Geschichte gelingt dies jedoch und die finale Auflösung wird leider sogar ziemlich vorhersehbar. Es ist bereits mein 3. Buch der Autorin ( neben "Bleiben" und "Das Geburtstagsfest , das ich übrigens wahnsinnig gut fand) und m.E. das bislang schwächste. Ganz nett zu lesen, aber kein "Must read" .

    11. Juni 2025

  • lisapoem
    lisapoem

    11 Follower

    3,5

    Die Frage nach Heimat, Zugehörigkeit und was das alles mit dem eigenen Glück zu tun hat, wird in diesem Buch implizit gestellt und nicht beantwortet - weil es dafür auch keine allgemeingültige Antwort geben kann. Ich fand die einzelnen Handlungsstränge und Lebenswege enorm spannend, teilweise aufwühlend, sehr gut beschrieben. Die Autorin zeigt auch in diesem Buch wieder, wie gut sie das Innenleben ihrer ProtagonistInnen auffächern kann. Und auch wie in anderen ihrer Bücher sind hier Zeitsprünge und sich ändernde Erzählperspektiven eine Herausforderung, die aber einen großen Teil der Spannung ausmachen. Leider hat mich das Gesamtkonstrukt, also die Geschichte, die durch die einzelnen Sichtweisen und Erinnerungen nach und nach ans Licht kommt, nicht so überzeugt. Da war für meinen Geschmack manches zu konstruiert, zu unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch empfehlen, weil es wirklich einfühlsam Situationen im Leben einzelner Menschen beschreibt, die sich mit Herkunft und Heimat, Zugehörigkeit und belastender Vergangenheit auseinandersetzen.

    5. Jan. 2026

Autorin / Autor

Über Judith W. Taschler

Judith W. Taschler, 1970 in Linz geboren, studierte Germanistik und Geschichte. Sie lebt mit ihrer Familie in Innsbruck und arbeitete jahrelang als Lehrerin. Mittlerweile ist sie freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Für ihren Roman "Die Deutschlehrerin" gewann sie 2014 den renommierten Friedrich-Glauser-Preis.

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