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Romane

Die Akte Vaterland

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Über das Buch

Berlin am Abgrund: Gereon Raths vierter Fall Juli 1932, die Berliner Polizei steht vor einem Rätsel: Ein Mann liegt tot im Lastenaufzug von Haus Vaterland, dem legendären Vergnügungstempel am Potsdamer Platz. Kommissar Gereon Rath ist wenig erfreut über den neuen Fall, denn er hat schon genug Ärger. Seine Ermittlungen gegen einen mysteriösen Auftragsmörder, der die Stadt in Atem hält, treten seit Wochen auf der Stelle, seine große Liebe Charlotte 'Charly' Ritter kehrt von einem Studienjahr in Paris zurück und fängt als Kommissaranwärterin am Alex an – ausgerechnet in der Mordkommission, was die Dinge nicht einfacher macht. Der Tote vom Potsdamer Platz scheint Teil einer Mordserie zu sein, deren Spur weit nach Osten führt. Während Charly als Küchenhilfe ins Haus Vaterland eingeschleust wird, ermittelt Rath in einer masurischen Kleinstadt nahe der polnischen Grenze und gerät in eine fremde Welt. Volker Kutscher entwirft erneut eine packende und komplexe Geschichte vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse. Während Straßenschlachten zwischen Nazis und Kommunisten immer mehr Todesopfer fordern, putscht Reichskanzler von Papen die demokratische Regierung Preußens aus dem Amt und mit ihr die Spitze der Berliner Polizei. David Nathan ist als Stimme der Gereon-Rath-Reihe absolut authentisch: Bei ihm vereint sich der raue Charme Berlins mit der Atemlosigkeit des Kriminalchronisten.

Editionen (6)

ISBN9783839811931
VerlagArgon
Erscheinungsdatum23.08.12

Rezensionen & Bewertungen

180 Bewertungen

19 Rezensionen

4,4

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  • franzalfons
    franzalfons

    57 Follower

    5,0

    Gereon Raths vierter Fall spielt in großen Teilen in einer untergegangenen Welt, dem alten Masuren, wo Polnisches und Deutsches zusammentraf, allerdings zerrieben zwischen den Mühlsteinen der Geschichte, insbesondere des Nationalsozialismus.

    Volker Kutscher entwirft erneut eine pack­ende und komplexe Geschichte vor dem Hintergrund der historischen, braunen Ereignisse. Die Geschichte ist dieses Mal gewürzt mit einer zähen Verlobung, einigen Vergiftungen, absichtlicher Verwechslung, historischen Verwerfungen, Verfolgung mit langer Anfahrt und einem grandiosen, flüssigen Verlauf der Fallauflösung. Ich freue mich auf den nächsten Teil, in dem es vermutlich und leider noch brauner wird.

    9. März 2025

  • hazelmauz
    hazelmauz

    148 Follower

    4,5

    Band 4 "Die Akte Vaterland" ein Mammutwerk, akribisch ausgearbeitet, mit den bekannten Figuren aus den vorherigen Teilen. Faszination, was das Zusammenspiel der Berliner Untergrundverbrecher und dem Polizeiapparat Berlins angeht. Die Geschichte geht langsam an, Nazis und Sozis tauchen auf, werden stärker, werden schwächer. 100 Kapitel, die mal mehr mal weniger spannend sind. Gereon Raths - wie gewohnt starrköpfig und meist im Alleingang unterwegs gerät in Schwierigkeiten. Aber, die nächste Spur ist gelegt. Band 5 wartet schon auf mich 😄

    6. Feb. 2025

  • kokee
    kokee

    1 Follower

    4,5

    Für mich der bisher spannendste Teil der Serie.

    Spannend und zudem sehr interessant, um sich mit der Gesellschaftsgeschichte zwischen Kaiserreich und Nazi Regime zu beschäftigen. Man lernt hier nebenbei historisch, was heute so weit weg scheint, doch leider zunehmend an eben diese Epoche erinnert. Darum eine gute Reihe für alle, die Sachbücher meiden und stattdessen lieber Krimis lesen. Das hier ist two in one. Für mich der bisher spannendste Teil der Serie. Auch wenn es geschichtlich sinnvoll ist, die Sprache der Zeit einzubinden, hätte hier allerdings wirklich differenzierter formuliert werden können. Das Kapitel in dem ständig das N-Wort verwendet wurde, war wahnsinnig unangenehm zu lesen. Ich habe mich gefragt, warum der Autor da nicht auch andere Umschreibungen fand. Nervte sehr und hielt mich letztendlich davon ab, das Buch meinen Followern zu empfehlen, da eben auch Nichtweiße reinlesen. Das hätte man schon bedenken können, bei der schon grotesken Wiederholungsschleife in Raths Gedankenmonologen. Ansonsten ein wirklich lesenswerter Roman, beklemmend, toll erzählt, gruselig aktuell. Mit einem Ende, dass so unglaublich melancholisch und gleichzeitig so schön geschrieben, dass ich dafür nachträglich den halben Stern doch vergebe, den ich der Wortwahl wegen vorher nicht geben mochte. Raths typisch Krimiklischee-haftes Verhalten nervt mich mitunter allerdings sehr, durch die Reihe hindurch.

    5. Mai 2025

3 von 19 Rezensionen

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