Schrei, wenn du nicht mehr fliehen kannst!In einer Polizeistation geht ein Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Polizistin McKenzie geht der Angelegenheit nach und gelangt an den Tatort eines grausamen Doppelmordes. Zu spät bemerkt sie, dass außer der verängstigten Zeugin auch die Täter noch vor Ort sind. So beginnt für die beiden Frauen eine Jagd durch die Nacht, die sie nur gemeinsam überleben können...Die Anwältin Emma Feldman will zusammen mit ihrem Mann Steven das Wochenende in ihrem einsam gelegenen Ferienhaus am Lake Mondac inmitten des großen Marquette State Park verbringen. Die Feldmans sind gerade erst angekommen, als zwei maskierte Männer ins Haus eindringen. Steven versucht über sein Handy die Polizei zu rufen, was einer der Einbrecher sofort unterbindet. So erreicht die Polizeistation von Kennesha County ein Anruf, der nach dem Wort „Dies“ abrupt abbricht. Der örtliche Sheriff bittet Deputy Kristen Brynn McKenzie nach dem Rechten zu sehen. Sie fährt zum Lake Mondac, betritt das Haus mit gezogener Waffe und entdeckt die Leichen von Emma und Steven in der Küche. Sie sieht zudem Hart und Lewis, da sich die beiden bewaffneten Einbrecher noch auf dem Grundstück aufhalten und muss vor ihnen fliehen. Brynn versucht, in eines der nächstgelegenen Ferienhäuser zu gelangen, um Hilfe zu holen. Auf dem Weg dorthin stößt sie auf die verängstigte Michelle, die Freundin der Feldmans, die das Verbrechen mit angesehen hat. Brynn ist klar, dass die Killer keine Zeugen dulden und die beiden Frauen schonungslos jagen werden. Vergeblich wartet der Sheriff auf ein Zeichen von Brynn. Als er vom FBI erfährt, dass Emma Feldman auf krumme Machenschaften des Gewerkschaftsbosses Stanley Mankewitz gestoßen ist, liegt es nahe anzunehmen, dass dieser hinter den Morden steckt. Doch sowohl das Verhalten der Einbrecher als auch Michelles scheinen nicht so recht zu dieser Vermutung zu passen ...
Jeffrey Deaver‘s „Nachtschrei“ ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel. Das Buch hat definitiv einige mitreißende Szenen, die den Leser auf Trab halten. Die Spannung hält sich jedoch nicht durchgehend und es gibt einige Längen, für die ich 1,5 Sterne abziehe. Der Schreibstil ist toll, die Charaktere interessant und die Atmosphäre finster, was mir gut gefallen hat. Zusammengefasst: spannend, aber ein paar hundert Seiten weniger hätten es auch getan.
18. Mai 2025
3,5
Gutes Buch mit Schwächen
Jeffrey Deaver‘s „Nachtschrei“ ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel. Das Buch hat definitiv einige mitreißende Szenen, die den Leser auf Trab halten. Die Spannung hält sich jedoch nicht durchgehend und es gibt einige Längen, für die ich 1,5 Sterne abziehe. Der Schreibstil ist toll, die Charaktere interessant und die Atmosphäre finster, was mir gut gefallen hat. Zusammengefasst: spannend, aber ein paar hundert Seiten weniger hätten es auch getan.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Kurz: Es ist schon nachvollziehbar, dass Herr Deaver sich eher auf das traditionelle Verlagswesen verlässt, weil seine Bücher mittlerweile ehrlich gesagt so vorhersehbar und gleichzeitig - nur um irgendwelche "Twists", die man ja als Leser eh von ihm erwartet, herbeizuführen - krude sind, dass er es ohne großes Verlagshaus und Werbekampagnen meiner Meinung nach nicht mehr zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad bringen würde. Er hat mal recht gute Bücher geschrieben - das ist mit einer der Gründe, weshalb ich es dann doch immer wieder versuche, aber ehrlich gesagt geht mir langsam die Geduld aus. Liegt möglicherweise auch daran, dass mir mittlerweile einfach die Zeit für solchen Mist fehlt.
Schon allein, wenn man sich die Beschreibung der Protagonistin durchliest, weiß man, wie das Buch ausgehen wird, und es ist dann wirklich erschreckend überraschungsfrei, was Deaver da abliefert. Brynn - die Protagonistin - ist Deputy in irgendeinem Kuhkaff, hat aber natürlich trotzdem jeden Fortbildungs- und Überlebenskurs besucht, der ihr angeboten wurde (oder nicht). Das macht sie natürlich nicht, um Karriere zu machen, nein!, das macht sie aus privaten Gründen, die zunächst nur angedeutet, aber dann - es ist schließlich ein Deaver-Buch - doch noch komplett aufgelistet werden. Wäre es nicht so traurig, es wäre zum Lachen.
Richtig störend ist an diesem Buch, dass es nicht nur die übliche Deaver-heile-Welt-wird-kurz-erschüttert-aber-am-Ende-ist-alles-wieder-gut-Geschichte erzählt, sondern dass es schlicht langatmig geraten ist. Es ist entsetzlich. Man wurstet sich als Leser durch eine vorhersehbare, viel zu ausführlich erzählte Geschichte, um dann am Ende mit einigen absurden "Twists" abgespeist zu werden, die vermutlich nur noch für Deaver selbst irgendwie spannend sind. So im Sinne von "Wie verarsche ich meine Leser denn diesmal?".
Ich empfehle die frühen Deaver-Romane, die zwar auch nicht gerade überragend sind, aber doch wenigstens ein gutes Tempo an den Tag legen.
Dieses Buch jedenfalls kann man sich getrost ersparen. Und wenn ich nicht so nostalgisch wäre, hätte ich dem Buch ehrlicherweise nur einen Stern gegeben.
3. März 2025
2,0
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Kurz: Es ist schon nachvollziehbar, dass Herr Deaver sich eher auf das traditionelle Verlagswesen verlässt, weil seine Bücher mittlerweile ehrlich gesagt so vorhersehbar und gleichzeitig - nur um irgendwelche "Twists", die man ja als Leser eh von ihm erwartet, herbeizuführen - krude sind, dass er es ohne großes Verlagshaus und Werbekampagnen meiner Meinung nach nicht mehr zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad bringen würde. Er hat mal recht gute Bücher geschrieben - das ist mit einer der Gründe, weshalb ich es dann doch immer wieder versuche, aber ehrlich gesagt geht mir langsam die Geduld aus. Liegt möglicherweise auch daran, dass mir mittlerweile einfach die Zeit für solchen Mist fehlt.
Schon allein, wenn man sich die Beschreibung der Protagonistin durchliest, weiß man, wie das Buch ausgehen wird, und es ist dann wirklich erschreckend überraschungsfrei, was Deaver da abliefert. Brynn - die Protagonistin - ist Deputy in irgendeinem Kuhkaff, hat aber natürlich trotzdem jeden Fortbildungs- und Überlebenskurs besucht, der ihr angeboten wurde (oder nicht). Das macht sie natürlich nicht, um Karriere zu machen, nein!, das macht sie aus privaten Gründen, die zunächst nur angedeutet, aber dann - es ist schließlich ein Deaver-Buch - doch noch komplett aufgelistet werden. Wäre es nicht so traurig, es wäre zum Lachen.
Richtig störend ist an diesem Buch, dass es nicht nur die übliche Deaver-heile-Welt-wird-kurz-erschüttert-aber-am-Ende-ist-alles-wieder-gut-Geschichte erzählt, sondern dass es schlicht langatmig geraten ist. Es ist entsetzlich. Man wurstet sich als Leser durch eine vorhersehbare, viel zu ausführlich erzählte Geschichte, um dann am Ende mit einigen absurden "Twists" abgespeist zu werden, die vermutlich nur noch für Deaver selbst irgendwie spannend sind. So im Sinne von "Wie verarsche ich meine Leser denn diesmal?".
Ich empfehle die frühen Deaver-Romane, die zwar auch nicht gerade überragend sind, aber doch wenigstens ein gutes Tempo an den Tag legen.
Dieses Buch jedenfalls kann man sich getrost ersparen. Und wenn ich nicht so nostalgisch wäre, hätte ich dem Buch ehrlicherweise nur einen Stern gegeben.
Spannendes und tödliches Katz- und Mausspiel
Inhalt:
In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …
Jeffery Deaver hetzt die beiden Frauen erbarmungslos durch die nächtlichen Wälder Wisconsins. Die bedrohlichen Naturbeschreibungen und die ständige Flucht vor den Mördern ist spannend und weist immer neue Wendungen auf. Dabei gelingt es Deaver auch, die Beziehungen der Charaktere immer weiter zu entwickeln, so dass ein psychologisches Katz- und Mausspiel entsteht.
Wer die Thriller von Deaver kennt, weiss aber, dass er sich nicht damit begnügt, sondern auf der Suche nach dem Motiv für den Doppelmord viele Spuren legt und mehr als einmal einen Twist in die Handlung einbaut, die oftmals überraschend einschlagen. So führen die Spuren zu den Gewerkschaften, zu Meth-Laboren und sogar bis in Brynns Privatleben.
Deavers detaillierte Beschreibungen, seine zahlreichen Wendungen und gelungenen Charakterisierungen machen das Buch zu einem unterhaltsamen Vergnügen in üblicher Deaver-Art.
23. Sept. 2022
4,0
Spannendes und tödliches Katz- und Mausspiel
Inhalt:
In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …
Jeffery Deaver hetzt die beiden Frauen erbarmungslos durch die nächtlichen Wälder Wisconsins. Die bedrohlichen Naturbeschreibungen und die ständige Flucht vor den Mördern ist spannend und weist immer neue Wendungen auf. Dabei gelingt es Deaver auch, die Beziehungen der Charaktere immer weiter zu entwickeln, so dass ein psychologisches Katz- und Mausspiel entsteht.
Wer die Thriller von Deaver kennt, weiss aber, dass er sich nicht damit begnügt, sondern auf der Suche nach dem Motiv für den Doppelmord viele Spuren legt und mehr als einmal einen Twist in die Handlung einbaut, die oftmals überraschend einschlagen. So führen die Spuren zu den Gewerkschaften, zu Meth-Laboren und sogar bis in Brynns Privatleben.
Deavers detaillierte Beschreibungen, seine zahlreichen Wendungen und gelungenen Charakterisierungen machen das Buch zu einem unterhaltsamen Vergnügen in üblicher Deaver-Art.
23. Sept. 2022
3 von 6 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Jeffery Deaver
Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans Die Assistentin unter dem Titel Der Knochenjäger (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.