Blick ins Buch

Historische Romane

Die Sammlerin der verlorenen Wörter

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Über das Buch

Mutterlos und unbändig neugierig verbringt Esme ihre Kindheit im Scriptorium, einem Gartenschuppen in Oxford, in dem ihr Vater und ein Team von Lexikographen das erste Oxford English Dictionary zusammenstellen. Esmes Platz ist unter dem Schreibtisch, ungesehen und ungehört. Heimlich liest sie die Zettel auf, die zu Boden flattern. Und sie erkennt, was die männlichen Gelehrten aussortieren: Wörter und Bedeutungen aus der Erfahrungswelt von Frauen. Als Esme ihre eigene Sammlung beginnt, keimt eine Entschlossenheit in ihr, die sie ihr ganzes Leben lang prägen wird …

Gekürzte Lesung mit Maximiliane Häcke
13h 20min

Editionen (4)

ISBN9783837162158
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum11.04.22

Rezensionen & Bewertungen

327 Bewertungen

77 Rezensionen

3,9

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  • bekki2202
    bekki2202

    118 Follower

    5,0

    Ich war so neugierig auf die Geschichte, weil mich Cover, Titel und Klappentext irgendwie direkt angesprochen haben und jetzt ist es ein neues Lieblingsbuch 🥰

    👥️Charaktere: 5/5 💕Romance: 3/5 🌶Spice: 0,5/5 🖋Schreibstil: 5/5 🏁Plot: 5/5 ✨️Setting/Atmosphäre: 5/5 🎉Spaßfaktor: 5/5 👥️Die Charaktere und vor allem die Protagonistin Esme waren von Anfang an so sympathisch und interessant geschrieben. Vor allem Esmes Vater, Gareth, die Leute im Scriptorium, Ditte, Beth und all die anderen habe ich einfach nur geliebt und hatte zwischendurch auch ein paar Tränen in den Augen, als manche gegangen sind 💕Die Beziehung zwischen Esme und Gareth war so schön zu lesen und ich hab alles daran geliebt, wie die beiden näher gekommen sind. Und dass die beiden sich für Wörter fasziniert haben, war natürlich auch genau passend für die Geschichte 🌶Es gibt nur wenige Szenen, die etwas spicig sind, weil der Fokus auf Esme und den lost words liegt. Trotzdem sind zwischendurch ein paar Szenen dabei. 🖋Der Schreibstil ist absolut traumhaft. Ich hab einfach alles daran geliebt. 🏁Der Plot konnte mich von Anfang bis Ende komplett in den Bann ziehen. Auch wenn es nicht immer einfach war, weil das Buch unter Anderem auch während des Ersten Weltkrieges spielt und somit auch Traumata, Verletzungen, Tod und Verlieren geliebter Personen thematisiert werden ✨️Das Setting fand ich sehr abwechslungsreich im Vergleich zu anderen Büchern, die ich lese, und vor allem das Scrippy hab ich geliebt. Das hat sich einfach so schön gemütlich angehört. 🎉Das Buch ist definitiv eins meiner Lieblingsbücher geworden, weil mich wirklich einfach alles in den Bann ziehen und mitfühlen lassen konnte und kann es echt nur jeder Person weiterempfehlen

    12. Jan. 2026

  • 4,5

    Was heißt es Frau zu sein Ende des 19. Jahrhunderts und wie lebt es sich als Mädchen und Junge Frau in einer männerdominerten Welt? Und wie kann man sich die Herstellung eines Wörterbuchs zur damaligen Zeit vorstellen?

    All das erfahren wir während wir der Entstehung des Wörterbuchs folgen und Esme begleiten beim Erwachsen werden im gutbürgerlichen Milieu. Auch Esmes Freundin Lizzie, die als Haushaltshilfe für die Familie des Herausgebers arbeitet, steht stellvertretend für eine ganze Bevölkerungsgruppe, die als Angestellte „Haushaltshilfe“ oder „Magd“ ganz anderen Regeln unterworfen wird. Pip Williams hat unglaublich eingängig die Lebensrealitäten der Frauen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen analysiert und aufgegriffen ohne in „Lehrbuch-Stil“ zu verfallen. Mir haben die subtilen Veränderungen in den Gedanken und Verhalten der Frauen gefallen, die aus der Diskussion um Frauenwahlrecht entstanden sind und auch die kleinen feministischen Gesten. Sie scheinen realitätsnah und authentisch, auch wenn sie deshalb weniger „Knalleffekt“ haben als die Aktionen der militanten Suffragetten. Und doch hatte ich mir mehr davon erwartet und mehr Charakterliche Reifung erhofft. Die Geschichte rund um das Wörterbuch rahmt die gesellschaftlichen Entwicklungen und die biographischen Hintergründe für die Protagonistin. Für meinen Geschmack hätten wir ruhig mehr von der tatsächlichen Geschichte des Oxford English Dictionary mitbekommen können. Der zweite Roman von Pip Williams „Die Buchbinderinnen von Oxford“ ist chronologisch nach diesem hier erschienen und scheint lose anzuknüpfen. Da mir die Sprache und der Stil gut gefallen haben, sind die Buchbinderinnen auf meine Wunschliste gehüpft. Absolute Leseempfehlung für alle, die historische Romane gerne lesen und Freude haben, Bücher über Bücher zu lesen! 📚

    Was heißt es Frau zu sein Ende des 19. Jahrhunderts und wie lebt es sich als Mädchen und Junge Frau in einer männerdominerten Welt? Und wie kann man sich die Herstellung eines Wörterbuchs zur damaligen Zeit vorstellen?

    10. Aug. 2025

  • sgayting
    sgayting

    92 Follower

    5,0

    »Wir können nicht immer die Entscheidungen treffen, die wir gern treffen würden. Aber wir können versuchen, das Beste aus dem zu machen, mit dem wir uns zufriedengeben müssen«

    Ein Roman über die Bedeutung und Stärke von Wörtern. Esme hat bereits als Kind viel mit Wörtern zu tun, denn sie begleitet ihren Vater ins Skriptorium, wo ein großes Wörterbuch in der Mache ist. So wird ihr schon von Kindesbeinen auf bewusst, wie wichtig Wörter sind und doch werden immer wieder einige Wörter ausgeklammert und nicht mit ins Wörterbuch mit aufgenommen. Sei es, weil es keine schriftlichen, wissenschaftliche Belege dazu existieren, oder einfach, weil die Wörter zu vulgär sind. Also beschließt sie eines Tages diese Wörter aufzusammeln, geht sogar gezielt auf die Suche nach neuen Wörtern, nach Frauenwörtern, und sammelt sie sorgfältig in einer Truhe unter dem Bett. Es geht viel um Freundschaft, Verlust, die Vielschichtigkeit verschiedener Wörter und ganz besonders auch um Frauenrechte sowie den Krieg. Mir hat das Thema unglaublich gut gefallen – ich musste mich richtig zwingen, mit dem Lesen aufzuhören. Das Ende hat dann nochmal geschmerzt und kam irgendwie etwas plötzlich, das hätte für mich gerne noch etwas länger sein können. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Cut zufrieden. Das einzige Manko, das ich habe, ist, dass immer wieder die Rede von Esmes komischen Händen ist, sobald diese erwähnt werden. Das hätte 1-2x völlig ausgereicht, aber jedes Mal wieder zu betonen, dass diese komisch seien fand ich dann doch etwas störend. Normalerweise bin ich kein Fan von Büchern über Büchern, da mir das oft zu abgedroschen und kitschig ist, hier hat es aber perfekt gepasst (was womöglich daran liegt, dass es strenggenommen nicht direkt über Bücher ging, sondern nur um Wörterbücher und mit dem Fokus auf die Wörter selbst). Die Charaktere gingen mir echt ans Herz und gerade Esme und Lizzie werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Ganz klare Leseempfehlung meinerseits!

    »Wir können nicht immer die Entscheidungen treffen, die wir gern treffen würden. Aber wir können versuchen, das Beste aus dem zu machen, mit dem wir uns zufriedengeben müssen«

    4. Juni 2025

3 von 77 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Pip Williams

Pip Williams, geboren in London, aufgewachsen in Sydney, lebt mit ihrer Familie in Südaustralien. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und neben ihrer Forschung leidenschaftliche Autorin eines Reisememoirs, von Artikeln, Buchrezensionen, Flash Fiction und Gedichten. Ihre Faszination für Sprache und ihre Recherchen in den Archiven des Oxford English Dictionary inspirierten ihren ersten Roman »Die Sammlerin der verlorenen Wörter«, der ein Nr.-1-Sensationserfolg in ihrer australischen Heimat wurde. Mehrfach preisgekrönt, stand dieser Roman auf der Shortlist für den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Auch »Die Buchbinderin von Oxford« wurde zum Nr.-1-Bestseller in Australien.

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