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Krimis

Der zweite Reiter

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Über das Buch

Er ist dem Grauen des Ersten Weltkriegs entkommen, doch im Untergrund Wiens holt ihn das Böse ein ...

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr ...

Cornelius Obonya lässt das Wien vergangener Zeiten lebendig werden.

Editionen (4)

ISBN9783837138054
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum27.03.17

Rezensionen & Bewertungen

101 Bewertungen

24 Rezensionen

4,3

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  • lillith_or_eva
    lillith_or_eva

    201 Follower

    5,0

    Sehr empfehlenswert!

    Alex Beer ist mit Der zweite Reiter ein ganz großartiger Auftakt gelungen. Besonders beeindruckt hat mich, wie gekonnt historische Fakten mit einer spannenden Handlung verwoben werden. Die Schauplätze in Wien sind so detailreich beschrieben, dass man direkt eintaucht - selbst Gebäude, die heute nicht mehr existieren, werden atmosphärisch lebendig gemacht. Dadurch entsteht nicht nur ein fesselnder Kriminalroman, sondern auch ein Stück erlebte Geschichte. Die Hauptfigur, Emmerich, ist einfach herrlich authentisch. Obwohl er nicht auf Sympathie ausgelegt ist, kann man ihm so gut nachfühlen und verstehen, wie ihn die Zeit, in der er lebt, zu dem geformt hat, der er ist. Für alle, die historische Krimis lieben, eine absolute Empfehlung!

    19. Aug. 2025

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,5

    Solider historischer Krimi mit Luft nach oben

    Als Liebhaber historischer Krimis habe ich mich auf “Der zweite Reiter” von Alex Beer gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte spielt im Wien des Jahres 1919, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, und entführt uns in eine Zeit voller Elend, Hunger und gesellschaftlicher Umbrüche. Nach der Lektüre bin ich jedoch etwas zwiegespalten. Was mich wirklich begeistert hat, ist die atmosphärische Darstellung des Wiens von 1919. Beer gelingt es hervorragend, das Elend und die Verzweiflung nach dem Ersten Weltkrieg einzufangen. Man spürt förmlich die Kälte in den unbeheizten Wohnungen, riecht die Armut und den Hunger, der die Menschen umtreibt. Dieses Lokalkolorit ist definitiv die größte Stärke des Romans und hat mich durch die gesamte Geschichte getragen. Er dient dabei nicht nur als Kulisse, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil der Handlung. Die Hauptfigur August Emmerich ist ein kriegsversehrter Polizeiagent, der von ständigen Schmerzen geplagt wird, aber dennoch unbeirrt für Gerechtigkeit kämpft. Seine Figur hat mich besonders überzeugt - ein Mann mit Ecken und Kanten, der trotz widriger Umstände nicht aufgibt. Auch sein junger Assistent Ferdinand Winter, aus adligen Verhältnissen stammend, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem interessanten Charakter. Das ungleiche Ermittlerduo harmoniert erstaunlich gut und lässt auf weitere spannende Fälle hoffen. Leider konnte mich die eigentliche Krimihandlung nicht ganz überzeugen. Die Geschichte beginnt mit einem vermeintlichen Selbstmord, den Emmerich als Mord entlarvt, und entwickelt sich zu einer größeren Verschwörung. Doch leider waren viele Wendungen für mich recht vorhersehbar. Ich hatte schon früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde, was die Spannung deutlich minderte. Einige Zufälle wirkten zudem etwas konstruiert, um die Handlung voranzutreiben. Beeindruckt hat mich die Sprache der Autorin. Sie vermeidet typische Krimi-Klischees und schafft es, den “Wiener Schmäh” und die Ausdrucksweise der 1920er Jahre authentisch einzufangen, ohne dass die Geschichte dadurch schwer lesbar wird. Die Balance zwischen historischem Roman und Kriminalgeschichte ist gut gelungen aber an manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Die Nebenfiguren bleiben teilweise etwas blass und schematisch, was schade ist, da gerade das Wien dieser Zeit so viele interessante Charaktere hervorbringen könnte. Insgesamt ist “Der zweite Reiter” ein solider historischer Krimi mit beeindruckendem Zeitkolorit, aber einer etwas zu durchschaubaren Handlung. Die Stärke des Romans liegt eindeutig in der atmosphärischen Darstellung des Nachkriegs-Wien. Für Fans des Genres sicherlich lesenswert, aber mit Luft nach oben. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne und bin gespannt, ob sich die Reihe um August Emmerich in den Folgebänden noch steigern kann.

    14. Mai 2025

  • ramona_h
    ramona_h

    89 Follower

    4,0

    Ein spannender Krimi

    Ich bin immer wieder überrascht wie gut die Recherchearbeit von Alex Beer ist. Einfach Wahnsinn wieviel Mühe und Zeit sie da rein investiert. Wir lernen August Emmerich als vom Krieg angeschlagenen Ermittler kennen. Ihm wird ein Assistent Herr Winter zur Seite gestellt. Eigentlich sollen die beiden in der Wiener Unterwelt ermitteln. Doch zu denen hat Emmerich auf Grund seiner Vergangenheit im Waisenhaus einen guten Draht. Hier kommt es ihm besonders entgegen, dass plötzlich Menschen sterben. Alles sieht nach Selbstmord aus, doch für Emmerich sind das einfach zu viele Zufälle. Doch wie hängen die Toten zusammen? Welche Verbindung gibt es hier? Weiterhin begleiten wir Emmerich auch in seinem privaten Umfeld. Er hat in Luise und ihren drei Kindern eine Familie gefunden. Bis plötzlich der tot geglaubte Ehemann wieder auf der Türschwelle erscheint. Ein toller Auftakt zu einer Krimireihe um Augut Emmerich. Wunderbar recherchiert und mit Wiener Schmäh gewürzt.

    20. Aug. 2024

3 von 24 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alex Beer

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Ihre spannende Krimi-Reihe um den Ermittler August Emmerich erhielt zahlreiche Shortlist-Nominierungen (u.a. für den Friedrich Glauser Preis, Viktor Crime Award, Crime Cologne Award) und wurde mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019 sowie dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020 prämiert. Auch der Österreichische Krimipreis wurde der Autorin 2019 verliehen. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Felix Blom eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhundert ermittelt und für den sie mit dem silbernen Homer 2023 und dem Berliner Krimifuchs 2024 ausgezeichnet wurde.

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