Blick ins Buch

Romane

Das weibliche Prinzip

3,6(107)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, und sie ist das, was Greer gerne wäre: unerschrocken, schlagfertig, kämpferisch. So sehr Greer ihren Freund Cory liebt und sich auf die gemeinsame Zukunft freut, wird sie doch von einer Sehnsucht umgetrieben, die sie selbst kaum benennen kann. Durch die Begegnung mit Faith Frank bricht etwas in der jungen Frau auf, und sie stellt sich die entscheidenden Fragen: Wer bin ich, und wer will ich sein? Jahre später, Greer hat den Abschluss hinter sich, geschieht, wovon sie nie zu träumen gewagt hätte: Faith lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein − und führt Greer damit auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, manchmal steinigen Weg, letztlich den Weg zu sich selbst. Mal mit funkelndem Witz, mal tief berührend und stets mit großer Empathie erzählt Meg Wolitzer von Macht in all ihren Facetten, von Feminismus, Liebe und Loyalität und beweist sich als hellwache Beobachterin unserer Zeit. »Wenn alles gesagt ist, bleibt Wolitzers unerschöpfliche Fähigkeit, Menschen zu erschaffen, die so real sind wie die Schrift auf dieser Seite, und ihre Liebe zu ihren Charakteren scheint heller als jede Agenda.« Lena Dunham in The New York Times

Editionen (2)

ISBN9783832198985
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum24.07.18
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • carmen86
    carmen86

    105 Follower

    2,5

    (Oberflächlicher Spoiler!) Ist es Feminismus von einem männlichen Capitalinvestor mit narzisstischen Zügen Geld für Hilfsprojekte anzunehmen? Das er anbietet weil er auf die entsprechende Frau steht? Sie waren auch schon zusammen im Bett und er hat seine Frau betrogen. Falls ja: ist es dann immer noch Feminismus, wenn die Hilfsprojekte nur das Image des Investors fördern sollen und es von der feministischen Hauptperson ignoriert wird, dass das Hilfsprojekt nicht wie besprochen umgesetzt wird? Dass 100 Frauen aus der Prostitution gerettet werden, aber nicht in das Mentorenprogramm kommen. Somit allein gelassen werden, und jetzt darf jeder mal raten: wo denn wieder landen werden, in dem armen Südamerikanische Land? All das wird akzeptiert weil „Mann/ Frau“ sich kennt und ja doch irgendwie die Geldabhänigkeit da ist und es ja andere Hilfsprojekte gibt…. Ich versteh den Punkt und ich glaube auch, dass das ein wichtiger Aspekt ist, wo sitzt das Geld? Aber in dem Buch ist es zu alternativlos und zu persönlich verflechtet umgesetzt. Der frühere Feminismus war der Wegbereiter für den heutigen Feminismus und das sollte mit Dankbarkeit und Respekt geachtet werden. Aber auch eine Weiterentwicklung ist notwendig, die „Hilflosigkeit“ hier für mich zu alternativlos dargestellt. (Nur meine Meinung, hier darf und sollte jeder seine eigene haben 🙌). Für mich ist das Buch schwierig zu bewerten, eines ist es aber aus meiner Sicht nicht: ein Buch das den „Zeitgeist perfekt einfängt“ und von einer der „bedeutestens und wichtigsten Schrifstellerinen Amerikas“ ist. Und auch die Hauptperson ist so ein Punkt: ich soll ihre Entwicklung begleitet. Also ich war nicht dabei! Sie lernt ihr feministisches Idol kennen, dann passieren einige Perspektivenwechsel und ich als Leser lande auf diversen Gleisen von Nebengeschichten und dann kurz vor dem Ende…. Voila: die Hauptperson ist weiterentwickelt durch ihr Idol. Aber wie denn und wann denn und was ist denn genau passiert? Ich war nicht dabei. Auch die männliche Hauptperson: sie erlebt einen schweren Schicksalsschlag, aber was hat der mit Feminismus zu tun? Die Person „gibt auf“ und wird Hausfrau. Aber doch nur, weil er keine Alternativen sucht, keine anderen Lösungen. Ich kenn die Beraterumgebung, das ist so unrealistisch dass ein junger Berater so einen Weg geht (auch hier: meine Meinung nur, jedem seine eigene 🙌) . Umso mehr ich hier schreibe erkenne ich: mein Buch war es nicht. Wer auf feministische Romane im Stil eines amerikanischen Blockbusters mit natürlich obligatorischem Happy- End steht darf hier bestimmt eine andre Meinung haben. 😅 🍿 🎦

    25. Jan. 2026

  • ce.ce
    ce.ce

    32 Follower

    4,0

    Tolles Werk über die Komplexität des Lebens ohne dabei eine tatsächliche Wertung abzugeben, sondern das Gefühl Verstanden zu werden.

    Ein tolles feministisches Werk, welches gleichzeitig komplex und leicht zum Nachdenken anregt, wie man in einer Welt der heutige Zeit leben will und kann. Die 3 weiblichen und der eine männliche Hauptcharaktere sind mit emotionaler Tiefe versehen und lassen einen nachfühlen, wie das Leben in allen Phasen mit einem spielt und wie krass einschneidend manche Ereignisse sein können. Man sollte etwas Zeit und Geduld für das Buch mitbringen, damit man es in seiner Gesamtheit erfassen und aufnehmen kann.

    Tolles Werk über die Komplexität des Lebens ohne dabei eine tatsächliche Wertung abzugeben, sondern das Gefühl Verstanden zu werden.

    10. März 2025

  • irabel
    irabel

    18 Follower

    4,0

    Was ein toller Pageturner!

    Ich wurde bereits nach den ersten Seiten förmlich eingesogen in diese Story. Das Thema Feminismus von vielen Seiten betrachtet, positiv wie kritisch. Und spannend zu beobachten war, welch eine Dynamik politischer Aktionismus unter Frauen entstehen kann, und unter Einflussnahme der männlichen, kapitalistischen Welt. Wie weit geht man, wo befindet sich die Grenze von gut und böse. Dieser Roman behandelt wichtige Themen, wie Depressionen, Trauerbewältigung, coming-of-age- Beziehungen und nicht zuletzt den Feminismus, aber auf eine nicht zu beklemmende, sondern gut verdauliche Art. Ich mochte auch den flüssigen Schreibstil, der es einem leicht gemacht, durch die Seiten nur so zu fliegen, was aber nicht an Sprachqualität und Eloquenz eingebüßt hat.

    Was ein toller Pageturner!

    5. Okt. 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Meg Wolitzer

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen die SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) und ›Das weibliche Prinzip‹ (2018) sowie ›Die Stellung‹ (2015), ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde, und zuletzt ›Die Zehnjahrespause‹ (2019).

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