Blick ins Buch

Sci-Fi

Der Tunnel

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Über das Buch

Ein kühner Plan elektrisiert die Welt: Ein gigantischer Tunnel soll Europa und Amerika unter dem Atlantik verbinden. Ingenieure, Arbeiter und Investoren stürzen sich in das waghalsige Unternehmen, angetrieben von Fortschrittsglauben, Ehrgeiz – und Profitgier. Doch mit den technischen und finanziellen Herausforderungen wachsen auch die menschlichen Konflikte. Freundschaften zerbrechen, Existenzen gehen zugrunde, und das Projekt droht an der Hybris seiner Schöpfer zu scheitern.

Editionen (19)

ISBN9783819795367
Verlagepubli
Erscheinungsdatum11.08.25
Seitenzahl732

Rezensionen & Bewertungen

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1 Rezensionen

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  • dantesso
    dantesso

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    5,0

    Ein – in vielen Momenten geradezu prophetischer – fränkischer Sci-Fi-Roman aus dem Jahr 1913. Arbeiter tauchen hier nur noch als Verschleißmasse auf, dem symphatischen Bergmann und Ingenieur McAllan, der die Symbiose aus Geist und Tat symbolisiert, obliegt es das Arbeiterheer zu steuern. Führerfigur und Volksgemeinschaft sind hier bereits ausbuchstabiert, und das vor dem Ersten Weltkrieg. Ob Kellermann hier lediglich versucht den Zeitgeist einzufangen oder als Kritiker verstanden werden will ist nicht ganz klar, insbesondere die antisemitischen Untertöne, die den Topos des verräterischen "Geldjuden" aufrufen sind befremdlich (umso merkwürdiger dann, dass Kellermann im Nationalsozialismus als Jude bezeichnet und beschimpft wurde). Das sich die Nationalsozialisten (und noch dazu Hitler persönlich) trotzdem positiv auf sein Werk berufen haben, soll Kellermann sehr bestürzt haben, sich dagegen zur Wehr gesetzt hat er allerdings nicht.

    21. Aug. 2024

Autorin / Autor

Über Bernhard Kellermann

Bernhard Kellermann (1879–1951) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist, der vor allem mit seinen Romanen und Reportagen bekannt wurde. Geboren am 4. März 1879 in Fürth, studierte er zunächst in München und Berlin, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein Durchbruch gelang ihm 1913 mit dem Technik- und Zukunftsroman Der Tunnel, der zu einem internationalen Bestseller wurde. Neben gesellschaftskritischen Werken verfasste er Reiseberichte und Reportagen. Während der NS-Zeit geriet er zeitweise in Konflikt mit dem Regime, konnte aber weiter publizieren. Nach 1945 lebte er in Ost-Berlin und war Mitglied der Deutschen Akademie der Künste. Er starb am 17. Oktober 1951 in Potsdam.

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