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Über das Buch

Eine Meile südlich von Glücksburg, auf einer dicht an die See herantretenden Düne, lag das von der gräflich Holkschen Familie bewohnte Schloß Holkenäs, eine Sehenswürdigkeit für die vereinzelten Fremden, die von Zeit zu Zeit in diese wenigstens damals noch vom Weltverkehr abgelegene Gegend kamen. Es war ein nach italienischen Mustern aufgeführter Bau, mit gerade so viel Anklängen ans griechisch Klassische, daß der Schwager des gräflichen Hauses, der Baron Arne auf Arnewiek, von einem nachgeborenen »Tempel zu Pästum« sprechen durfte. Natürlich alles ironisch. Und doch auch wieder mit einer gewissen Berechtigung. Denn was man von der See her sah, war wirklich ein aus Säulen zusammengestelltes Oblong, hinter dem sich der Unterteil des eigentlichen Baues mit seinen Wohn- und Repräsentationsräumen versteckte, während das anscheinend stark zurücktretende Obergeschoß wenig über mannshoch über die nach allen vier Seiten hin eine Vorhalle bildende Säuleneinfassung hinauswuchs. Diese Säuleneinfassung war es denn auch, die dem Ganzen wirklich etwas Südliches gab; teppichbedeckte Steinbänke standen überall die Halle entlang, unter der man beinahe tagaus, tagein die Sommermonate zu verbringen pflegte, wenn man es nicht vorzog, auf das Flachdach hinaufzusteigen, das freilich weniger ein eigentliches Dach als ein ziemlich breiter, sich um das Obergeschoß herumziehender Gang war. Auf diesem breiten, flachdachartigen Gange, den die Säulen des Erdgeschosses trugen, standen Kaktus- und Aloekübel, und man genoß hier, auch an heißesten Tagen, einer vergleichsweise frischen Luft. Kam dann gar vom Meer her eine Brise, so setzte sie sich in das an einer Maststange schlaff herabhängende Flaggentuch, das dann mit einem schweren Klappton hin- und herschlug und die schwache Luftbewegung um ein geringes steigerte.

Editionen (32)

ISBN9783754971437
Verlagepubli
Erscheinungsdatum23.04.22
Seitenzahl128

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

2,7

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  • emilia._kn
    emilia._kn

    23 Follower

    1,5

    Hat mich nicht überzeugt.

    Den ruhigen Anfang des Buchs fand ich schön. Das Ende war sehr dramatisch, aber irgendwie tröstlich. Die Charaktere waren alle sehr Distanziert - was das Buch und die ganze Aristokratie sehr langatmig machte - und vor allem Ebba fand ich völlig unsympathisch. Die Kommunikation zwischen Holk und Christine war sehr frustrierend und der Lauf der Geschichte hat mir nicht gefallen. Der Spaß am Lesen hat einfach gefehlt.

    24. Juli 2025

Autorin / Autor

Über Theodor Fontane

Heinrich Theodor Fontane war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Er wurde am 30. Dezember 1819 geboren und ist am 20 September 1898 verstorben.

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