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Romane

Thérèse Raquin

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Über das Buch

Thérèse Raquin, so ist der Name der Heldin des Romans des jungen Schriftstellers Émile Zola. Als Zola Thérèse Raquin 1867 veröffentlichte, war er gerade einmal 27 Jahre alt. Camille und Thérèse wachsen gemeinsam auf und werden später von Madame Raquin verheiratet. Die Ehe ist glück- und kinderlos. Thérèse zeichnet sich durch eine zunehmende Passivität aus. Später erfährt der Leser jedoch, dass Thérèse hinter der teilnahmslosen Fassade innerlich vor unbefriedigtem Verlangen vergeht. Als Camille eines Tages seinen Freund Laurent mit ins Haus bringt, entspinnt sich kurze Zeit darauf eine Affäre zwischen Thérèse und Laurent. Die beiden schlafen regelmäßig miteinander im Ehebett von Thérèse und Camille, wenn dieser arbeitet und Madame Raquin, die einen kleinen Laden besitzt, arbeitet. Ihre Affäre bleibt unentdeckt. Als berufliche Ereignisse Laurent die Gelegenheiten nehmen, sich täglich seine Portion Triebabfuhr bei Thérèse abzuholen, sprechen die beiden darüber, Camille umzubringen, damit ihrem Glück nichts mehr im Wege stehe.

Editionen (9)

ISBN9783754909058
Verlagepubli
Erscheinungsdatum14.10.21
Seitenzahl292

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

5 Rezensionen

4,0

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  • avg
    avg

    153 Follower

    4,0

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten. Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert. Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten.
Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert.
Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    25. Feb. 2025

  • wiihl
    wiihl

    15 Follower

    3,5

    „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“

    Nach dem Tod ihrer Mutter wächst Therese bei Ihrer Tante und ihrem kränklichen Cousin Camille auf, mit dem sie schon bald verheiratet wird. Die Ehe bleibt Leidenschaftslos und für Therese sexuell frustrierend. Nach der Hochzeit zieht das Paar gemeinsam mit der Mutter nach Paris, wo Mutter und Schwiegertochter ein Nähgeschäft führen und Camille eine Stelle als Beamter annimmt. Als Camille seinen Kollegen und Freund Laurent in die wöchentliche Spielrunde des Ehepaares einführt, beginnen dieser und Therese eine leidenschaftliche sexuelle Affäre. Auf dem Gipfel ihrer Leidenschaft treffen die beiden eine folgenschwere Entscheidung, welche die Beziehung der beiden stark verändert. Als typischer Vertreter des Naturalismus schrieb Zola seinen Roman als eine Art Beobachtung der „menschlichen Bestie“. Therese und Laurent sind Sklaven Ihrer Triebe und Emotionen und können diesen am Ende nicht entfliehen. Die Figuren haben keinen freien Willen und verhalten sich wie Tiere. „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“ Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen. Man merkt dem Buch in dieser Hinsicht nicht an, dass er bereits im Jahr 1867 erschienen ist, vor allem wenn ich es mit Flauberts „Madame Bovary“ (1856) vergleiche. „Therese Raquin“ ist sehr nüchtern geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Handlung schockiert im Jahr 2026 natürlich nicht mehr wie zur Zeit der Veröffentlichung, man kann jedoch erahnen, warum der Roman damals die Gemüter erhitzte. Die Geschichte wird linear erzählt und ist vor allem aufgrund der reinen Triebsteuerung äußerst vorhersehbar. Der große Knall kommt für meinen Geschmack zu früh, die Figurenentwicklung in den letzten zwei Dritteln zieht sich insgesamt etwas zu sehr in die Länge. Ich hatte den Eindruck, relativ früh alle Schattierungen der Persönlichkeit von Therese und Laurent gesehen zu haben. Hier fehlt für meinen Geschmack mehr Komplexität. Dank des geringen Umfangs des Buches, der interessanten Beschreibungen der Figuren und der gesellschaftlichen Beobachtungen, sowie der schönen sprachlichen Formulierungen Zolas, ist der Roman trotzdem lesenswert. Eine Empfehlung für Leser, die in die Strömung des Naturalismus eintauchen wollen. Für alle anderen kein Must-Read.

    25. Feb. 2026

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    5,0

    Ich habe diesen Roman verschlungen. Zola hat hier eine meisterhafte Geschichte geschaffen bzw. eine Studie der Temperamente. Gerne würde ich mir diese Geschichte als Theaterstück aufgeführt ansehen. Thérèse kommt als junges Mädchen zu ihrer Tante Madame Raquin . Diese kümmert sich um ihren kränklichen Sohn Camille. Beide wachsen zusammen auf und heiraten später. Thérèse ist vor lauter Tristesse unglücklich…. Bis Laurent in ihr Leben tritt. Und hier beginnt der Wahnsinn. Für mich hat sich neben den Temperamenten der Hauptfiguren aber auch der pure Egoismus eines jeden einzelnen Charakters herauskristallisiert. Niemand aber auch wirklich niemand tut in dieser Geschichte etwas Uneigennütziges. Ich habe Zolas Sprachgewalt geliebt. Für mich war dies ein absolut fesselnder Klassiker. Ich konnte oftmals den Fortgang der Geschichte nicht mehr fassen und habe sehr häufig den Kopf geschüttelt….. aber auf eine gute, fassungslose Weise . Für mich ein Highlight, da es eine sprachlich extrem gut gestrickte Geschichte war…… Konnte mich sehr begeistern .

    6. Aug. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Émile Zola

Émile Zola, geboren am 2. April 1840 in Paris und auch am 29. September 1902 dort gestorben, war ein französischer Schriftsteller, Maler und Journalist. Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und Begründer der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel J’accuse…! („Ich klage an…!“) spielte eine Schlüsselrolle in der Dreyfus-Affäre, die Frankreich jahrelang in Atem hielt, und trug entscheidend zur späteren Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus bei.

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