Blick ins Buch

Historische Romane

Die Vollendung des Königs Henri Quatre

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Über das Buch

«Die Vollendung des Königs Henri Quatre» ist der 1938 veröffentlichte zweite Band der beiden Romane Heinrich Manns über den französischen König Heinrich IV. Ihm war 1935 der erste Band «Die Jugend des Königs Henri Quatre» vorangegangen. Sie gelten zusammen als ein bedeutendes Werk Heinrich Manns. Es handelt sich bei diesen Romanen um archetypische Vertreter der deutschen Exilliteratur während des Dritten Reiches.

Editionen (10)

ISBN9783753480497
VerlagBoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum12.04.21
Seitenzahl488

Rezensionen & Bewertungen

1 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • 4,0

    Spannend, tiefgründig, aber nicht ohne Längen

    "Die Vollendung des Königs Henri Quatre" ist echt ein beeindruckendes Werk. Heinrich Mann schafft es, die historischen Ereignisse um König Heinrich IV. von Frankreich lebendig und faszinierend darzustellen. Die Figuren sind vielschichtig, die politischen Intrigen packend, und man merkt, wie viel Recherche und Feingefühl in das Buch geflossen sind. Besonders stark ist Manns Fähigkeit, die Gedankenwelt des Königs greifbar zu machen. Seine innere Zerrissenheit zwischen Macht, Pflicht und persönlichen Wünschen hat mich echt berührt. Auch die Darstellung der religiösen Konflikte und des gesellschaftlichen Umbruchs der Zeit ist spannend und regt zum Nachdenken an. Trotzdem hat das Buch zwischendurch ein paar Längen. Manche Passagen ziehen sich, und die Sprache ist stellenweise schon recht anspruchsvoll – nicht unbedingt etwas für einen entspannten Nachmittag auf der Couch. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einer faszinierenden Geschichte belohnt, die noch lange nachhallt. Fazit: Wer historische Romane mit Tiefgang mag, liegt hier genau richtig. Ein bisschen Geduld muss man allerdings mitbringen!

    17. Nov. 2024

Autorin / Autor

Über Heinrich Mann

Luiz Heinrich Mann (1871-1950) war ein deutscher Schriftsteller aus der Familie Mann. Er war der ältere Bruder von Thomas Mann. Ab 1930 war Heinrich Mann Präsident der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ausgeschlossen wurde. Mann, der bis dahin meist in München gelebt hatte, emigrierte zunächst nach Frankreich, dann in die USA. Im Exil verfasste er zahlreiche Arbeiten, darunter viele antifaschistische Texte. Seine Erzählkunst war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt. Seine Werke hatten oft gesellschaftskritische Intentionen. Die Frühwerke sind oft beißende Satiren auf bürgerliche Scheinmoral. Mann analysierte in den folgenden Werken die autoritären Strukturen des Deutschen Kaiserreichs im Zeitalter des Wilhelminismus. Resultat waren zunächst u. a. die Gesellschaftssatire «Professor Unrat», aber auch drei Romane, die heute als die Kaiserreich-Trilogie bekannt sind. Im Exil verfasste er die Romane «Die Jugend des Königs Henri Quatre» und «Die Vollendung des Königs Henri Quatre». Sein erzählerisches Werk steht neben einer reichen Betätigung als Essayist und Publizist. Er tendierte schon sehr früh zur Demokratie, stellte sich von Beginn dem Ersten Weltkrieg und frühzeitig dem Nationalsozialismus entgegen, dessen Anhänger Manns Werke öffentlich verbrannten.

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