
99 Follower
Kurzweilig, aber leider auch ziemlich austauschbar. Da mich der erste Band der Reihe eher enttäuscht hat, bin ich ohne große Erwartungen an den zweiten Teil herangegangen, was definitiv auch gut war, aber so richtig begeistern konnte mich dieses Buch leider trotzdem nicht. Der Wiedereinstieg fiel mir leicht, da ich die ersten beiden Bände fast unmittelbar hintereinander gelesen habe, und ich habe mich den Charakteren hier insgesamt auch deutlich näher gefühlt als im ersten Band, unter anderem auch weil ich sie eben schon kannte, trotzdem habe ich auch hier nicht so sehr mit ihnen mitfühlen können wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte wird aus der Sicht von Leah und Logan erzählt, wodurch ich beide Protagonist:innen gut hätte greifen können sollen, aber leider war dem nur bedingt so. Mein Hauptproblem mit Leah war, dass ich ihre Entwicklung kein bisschen nachvollziehen konnte. Ihr Charakter hat sich seit dem ersten Band gefühlt um 180 Grad gedreht, was mir einfach nicht glaubwürdig erschien bzw. für mich hier nicht glaubwürdig genug beschrieben wurde. Ihr Einstellungswandel kam mir zu schnell und plötzlich, es waren von jetzt auf gleich zu viele Veränderungen auf einmal, um sie ihr alle abnehmen zu können. Logan mochte ich zwar gerne, aber auch sein Handeln gab mir teilweise Rätsel auf. Davon abgesehen war mir sein Charakter zu glatt, zu sehr auf perfekt unperfekt getrimmt, wenn das für euch irgendwie Sinn ergibt. Die Charaktere hätten insgesamt besser ausgearbeitet und facettenreicher gestaltet sein können. Sie blieben mir hier immer noch zu blass und haben zu wenig gelebt, um mich vollends erreichen zu können. Auf emotionaler Ebene hätte ich mir ebenfalls mehr Tiefe gewünscht, aber das geht in diesem Fall wohl Hand in Hand. Die Liebesgeschichte hat mich dementsprechend nur eingeschränkt abholen können. Mir fehlte einfach dieses typische Mitfühlen und Mitfiebern, die greifbare Spannung, das Brodeln und Knistern. Für mehr Tiefe und Gefühl wurde diese Geschichte zu kurz und knapp abgehandelt, im gleichen Zuge hätte man sie aber auch gut in noch weniger Seiten zusammenfassen können. Handlungstechnisch ist hier nämlich echt nicht viel zu holen. Die Geschichte ist ziemlich ruhig, unaufgeregt und schnelllebig. Es passiert kaum etwas und man wartet eigentlich die ganze Zeit nur auf das offensichtliche Happy End, wobei ich das Lesen jetzt auch nicht direkt als langweilig oder Ähnliches empfunden habe. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor nicht unbedingt mein Fall, aber ich erkenne durchaus eine Steigerung im Vergleich zum ersten Band. Die Umgangssprache stört mich zwar immer noch, aber bei Logan fiel das deutlich weniger ins Gewicht als bei Ethan, da seine Denkweise und Artikulation sozusagen etwas "gesitteter" und gehobener sind. Allerdings transportiert Marcella Fracchiolla mit ihren Worten für meinen Geschmack nach wie vor zu wenig, zu wenig emotionalen Ausdruck und zu wenig Gefühlsintensität. Den dritten Band der Reihe werde ich trotzdem noch lesen, denn ich habe das Buch erstens schon zu Hause und zweitens bin ich durchaus gespannt auf Maya's Geschichte, die in den ersten zwei Teilen immer wieder mal angeteasert, aber nie näher behandelt wurde - Ich will endlich wissen, was da Sache ist! "Never Say Never" ist eine kurzweilige Geschichte für unbeschwerte Lesezeiten, dabei aber leider auch ziemlich konstruiert, beliebig und in meinen Augen einfach auch nichts Besonderes. Für mich hat dieses Buch mehr Schwächen als Stärken, so leid mir das auch tut. 3/ 5 Sterne ⭐️

14. Aug. 2024
Kurzweilig, aber leider auch ziemlich austauschbar. Da mich der erste Band der Reihe eher enttäuscht hat, bin ich ohne große Erwartungen an den zweiten Teil herangegangen, was definitiv auch gut war, aber so richtig begeistern konnte mich dieses Buch leider trotzdem nicht. Der Wiedereinstieg fiel mir leicht, da ich die ersten beiden Bände fast unmittelbar hintereinander gelesen habe, und ich habe mich den Charakteren hier insgesamt auch deutlich näher gefühlt als im ersten Band, unter anderem auch weil ich sie eben schon kannte, trotzdem habe ich auch hier nicht so sehr mit ihnen mitfühlen können wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte wird aus der Sicht von Leah und Logan erzählt, wodurch ich beide Protagonist:innen gut hätte greifen können sollen, aber leider war dem nur bedingt so. Mein Hauptproblem mit Leah war, dass ich ihre Entwicklung kein bisschen nachvollziehen konnte. Ihr Charakter hat sich seit dem ersten Band gefühlt um 180 Grad gedreht, was mir einfach nicht glaubwürdig erschien bzw. für mich hier nicht glaubwürdig genug beschrieben wurde. Ihr Einstellungswandel kam mir zu schnell und plötzlich, es waren von jetzt auf gleich zu viele Veränderungen auf einmal, um sie ihr alle abnehmen zu können. Logan mochte ich zwar gerne, aber auch sein Handeln gab mir teilweise Rätsel auf. Davon abgesehen war mir sein Charakter zu glatt, zu sehr auf perfekt unperfekt getrimmt, wenn das für euch irgendwie Sinn ergibt. Die Charaktere hätten insgesamt besser ausgearbeitet und facettenreicher gestaltet sein können. Sie blieben mir hier immer noch zu blass und haben zu wenig gelebt, um mich vollends erreichen zu können. Auf emotionaler Ebene hätte ich mir ebenfalls mehr Tiefe gewünscht, aber das geht in diesem Fall wohl Hand in Hand. Die Liebesgeschichte hat mich dementsprechend nur eingeschränkt abholen können. Mir fehlte einfach dieses typische Mitfühlen und Mitfiebern, die greifbare Spannung, das Brodeln und Knistern. Für mehr Tiefe und Gefühl wurde diese Geschichte zu kurz und knapp abgehandelt, im gleichen Zuge hätte man sie aber auch gut in noch weniger Seiten zusammenfassen können. Handlungstechnisch ist hier nämlich echt nicht viel zu holen. Die Geschichte ist ziemlich ruhig, unaufgeregt und schnelllebig. Es passiert kaum etwas und man wartet eigentlich die ganze Zeit nur auf das offensichtliche Happy End, wobei ich das Lesen jetzt auch nicht direkt als langweilig oder Ähnliches empfunden habe. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor nicht unbedingt mein Fall, aber ich erkenne durchaus eine Steigerung im Vergleich zum ersten Band. Die Umgangssprache stört mich zwar immer noch, aber bei Logan fiel das deutlich weniger ins Gewicht als bei Ethan, da seine Denkweise und Artikulation sozusagen etwas "gesitteter" und gehobener sind. Allerdings transportiert Marcella Fracchiolla mit ihren Worten für meinen Geschmack nach wie vor zu wenig, zu wenig emotionalen Ausdruck und zu wenig Gefühlsintensität. Den dritten Band der Reihe werde ich trotzdem noch lesen, denn ich habe das Buch erstens schon zu Hause und zweitens bin ich durchaus gespannt auf Maya's Geschichte, die in den ersten zwei Teilen immer wieder mal angeteasert, aber nie näher behandelt wurde - Ich will endlich wissen, was da Sache ist! "Never Say Never" ist eine kurzweilige Geschichte für unbeschwerte Lesezeiten, dabei aber leider auch ziemlich konstruiert, beliebig und in meinen Augen einfach auch nichts Besonderes. Für mich hat dieses Buch mehr Schwächen als Stärken, so leid mir das auch tut. 3/ 5 Sterne ⭐️
14. Aug. 2024







