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"Geld verdienen stresst mich. Erst wenn ich arm bin und den Gerichtsvollzieher am Hacken hab, fühl ich mich, als sei ich dort, wo ich hingehöre." "Ich schwimme. Schwerelosigkeit, Wasser, Stille, Freude an der Geschicklichkeit. Diese Einfachheit des Sports Dieser Gebrauch des eigenen Selbst." "Mein Körper ist genau das, was ich bin. Das lag mir schon immer vor Augen. Ich habe mich mit ihr verglichen. Ich habe mich gesehen und sie, und all die anderen Frauen, die ich nicht bin. Die Schultern, das Weiche, Runde an ihr und an ihnen, das, was an mir nicht rund ist. Ich hab sie vermessen und mich selbst. Auch moralisch. Ich hab mir gesagt, eine Frau ist etwas, das ich mir nicht hätte ausdenken können. Etwas, das nackter und roher ist als Männer. Etwas, das immer an der Grenze zum Obszönen liegt. Das ist es, was ich an ihr begriffen habe." "Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das " "Manchmal erkenne ich auch ihre Hässlichkeit sehr genau. Ich merke mir diese Bilder gut, für den Fall, dass wir uns einmal nicht mehr lieben sollten." Constance Debre lässt uns in diesem autofiktionalen Buch teilhaben an einem sehr wichtigen Umbruch in ihrem Leben. Sie beendet ihre Karriere als Strafverteidigerin, trennt sich von ihrem Mann und somit auch von ihrem Sohn und lässt ein scheinbar sicheres Leben hinter sich. Sie bricht auf in eine Zukunft, die sie selbst bestimmen möchte nach ihren Vorstellungen. Beschrieben wird die erste zaghafte Annäherung an eine Frau und die anfängliche Unsicherheit im Verhalten ihr gegenüber. Die Entwicklung ihrer neuentdeckten Sexualität und ihre Veränderung, das Ablegen von Konventionen, ihre neue Körperlichkeit und den radikalen Aufbruch in ein neues, selbstgewähltes Leben hat sie sprachlich wuchtig, schonungslos ehrlich in Worte gefasst. Ich mochte dieses unbequeme, radikale Buch, das mit Konventionen bricht. Nachdem mich "Love me tender" schon begeistert hat, war klar, dass ich dieses Buc
10. Aug. 2025
"Geld verdienen stresst mich. Erst wenn ich arm bin und den Gerichtsvollzieher am Hacken hab, fühl ich mich, als sei ich dort, wo ich hingehöre." "Ich schwimme. Schwerelosigkeit, Wasser, Stille, Freude an der Geschicklichkeit. Diese Einfachheit des Sports Dieser Gebrauch des eigenen Selbst." "Mein Körper ist genau das, was ich bin. Das lag mir schon immer vor Augen. Ich habe mich mit ihr verglichen. Ich habe mich gesehen und sie, und all die anderen Frauen, die ich nicht bin. Die Schultern, das Weiche, Runde an ihr und an ihnen, das, was an mir nicht rund ist. Ich hab sie vermessen und mich selbst. Auch moralisch. Ich hab mir gesagt, eine Frau ist etwas, das ich mir nicht hätte ausdenken können. Etwas, das nackter und roher ist als Männer. Etwas, das immer an der Grenze zum Obszönen liegt. Das ist es, was ich an ihr begriffen habe." "Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das " "Manchmal erkenne ich auch ihre Hässlichkeit sehr genau. Ich merke mir diese Bilder gut, für den Fall, dass wir uns einmal nicht mehr lieben sollten." Constance Debre lässt uns in diesem autofiktionalen Buch teilhaben an einem sehr wichtigen Umbruch in ihrem Leben. Sie beendet ihre Karriere als Strafverteidigerin, trennt sich von ihrem Mann und somit auch von ihrem Sohn und lässt ein scheinbar sicheres Leben hinter sich. Sie bricht auf in eine Zukunft, die sie selbst bestimmen möchte nach ihren Vorstellungen. Beschrieben wird die erste zaghafte Annäherung an eine Frau und die anfängliche Unsicherheit im Verhalten ihr gegenüber. Die Entwicklung ihrer neuentdeckten Sexualität und ihre Veränderung, das Ablegen von Konventionen, ihre neue Körperlichkeit und den radikalen Aufbruch in ein neues, selbstgewähltes Leben hat sie sprachlich wuchtig, schonungslos ehrlich in Worte gefasst. Ich mochte dieses unbequeme, radikale Buch, das mit Konventionen bricht. Nachdem mich "Love me tender" schon begeistert hat, war klar, dass ich dieses Buc
10. Aug. 2025






