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Play Boy

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Über das Buch

Als sie das erste Mal eine Frau küsst, ist sie zurückhaltend, verunsichert. Doch mit jedem weiteren Kuss findet sich die Protagonistin in Play Boy immer mehr in ihr neues Leben ein. Nach Jahrzehnten der Ehe mit ihrem Mann und der Erziehung des gemeinsamen Sohnes trennt sie sich von dem vermeintlichen Familienidyll. Und mit jedem Möbelstück, das sie hinter sich lässt, jedem Hemd, das sie entsorgt, legt sie Schicht um Schicht die heterosexuellen Prägungen ab. Sie führt erste Beziehungen mit Frauen, die gegensätzlicher nicht sein könnten, lernt auf andere Weise zu lieben, blickt mit neuen Augen auf ihr Aufwachsen innerhalb einer renommierten französischen Familie als Kind zweier verarmter Drogenabhängiger; auf ihren Beruf als Strafverteidigerin und die Ehe mit ihrem Ex-Mann – um im Kern eine neue Körperlichkeit zu entdecken: den Körper als Ausweg aus gesellschaftlichen Standards und als Medium der Empfindungen, um Lust zugleich zu bereiten und zu empfangen.

Mit sprachlicher Wucht und entwaffnender Ehrlichkeit bricht Constance Debré mit den Tabus über Geld, Ehe, Sex, Lust und Häuslichkeit.

Editionen (1)

ISBN9783751810135
VerlagMatthes & Seitz Berlin
Erscheinungsdatum17.04.25
Seitenzahl158

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

8 Rezensionen

3,3

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    4,5

    "Geld verdienen stresst mich. Erst wenn ich arm bin und den Gerichtsvollzieher am Hacken hab, fühl ich mich, als sei ich dort, wo ich hingehöre." "Ich schwimme. Schwerelosigkeit, Wasser, Stille, Freude an der Geschicklichkeit. Diese Einfachheit des Sports Dieser Gebrauch des eigenen Selbst." "Mein Körper ist genau das, was ich bin. Das lag mir schon immer vor Augen. Ich habe mich mit ihr verglichen. Ich habe mich gesehen und sie, und all die anderen Frauen, die ich nicht bin. Die Schultern, das Weiche, Runde an ihr und an ihnen, das, was an mir nicht rund ist. Ich hab sie vermessen und mich selbst. Auch moralisch. Ich hab mir gesagt, eine Frau ist etwas, das ich mir nicht hätte ausdenken können. Etwas, das nackter und roher ist als Männer. Etwas, das immer an der Grenze zum Obszönen liegt. Das ist es, was ich an ihr begriffen habe." "Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das " "Manchmal erkenne ich auch ihre Hässlichkeit sehr genau. Ich merke mir diese Bilder gut, für den Fall, dass wir uns einmal nicht mehr lieben sollten." Constance Debre lässt uns in diesem autofiktionalen Buch teilhaben an einem sehr wichtigen Umbruch in ihrem Leben. Sie beendet ihre Karriere als Strafverteidigerin, trennt sich von ihrem Mann und somit auch von ihrem Sohn und lässt ein scheinbar sicheres Leben hinter sich. Sie bricht auf in eine Zukunft, die sie selbst bestimmen möchte nach ihren Vorstellungen. Beschrieben wird die erste zaghafte Annäherung an eine Frau und die anfängliche Unsicherheit im Verhalten ihr gegenüber. Die Entwicklung ihrer neuentdeckten Sexualität und ihre Veränderung, das Ablegen von Konventionen, ihre neue Körperlichkeit und den radikalen Aufbruch in ein neues, selbstgewähltes Leben hat sie sprachlich wuchtig, schonungslos ehrlich in Worte gefasst. Ich mochte dieses unbequeme, radikale Buch, das mit Konventionen bricht. Nachdem mich "Love me tender" schon begeistert hat, war klar, dass ich dieses Buc

    10. Aug. 2025

  • 4,0

    "Mit vier Jahren war ich homosexuell. Ich wusste das sehr genau und meine Eltern auch. Danach war es irgendwie vorbei. Und heute ist es wieder da. So einfach ist das." Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Das erste Mal eine Frau küssen, als Frau und auch dem Begehren nachgeben. Soll sie sich trauen weiter zu gehen, oder nicht? Reden oder schweigen? "Später nennt sie diese Umarmungen die sprechenden Umarmungen der Schweigenden." In dem Buch dreht sich viel, fast alles, um Körperlichkeiten. Aber die Autorin reflektiert sich und ihre Familie aus der sie abstammt sehr genau. Natürlich auch sich selbst und das was sie getan hat um sich selbst wieder näher zu sein zu können. Sie verlässt Mann und Kind und Job und Geld und besinnt sich auf das Wenigste was sie zum Leben braucht. Auch moralisch setzt sie sich mit ihrem Tun auseinander. Für mich ein sehr interessantes und intensives Buch mit Tiefgang. Gerne hätte ich dieses vor "Love me tender" gelesen, welches der Nachfolgeroman war, aber in Deutschland zuerst erschienen ist. Beide Bücher empfehle ich gerne.

    7. Apr. 2026

  • turbulenzen.und.so
    turbulenzen.und.so

    139 Follower

    Hat mich nicht abgeholt

    Im Zuge des Pride Months bin ich auf dieses Buch gestoßen. Und es hat mich neugierig gemacht. Wine Frau, die aus ihrem Hetero Leben und ihrer Ehe ausbricht und sich ihrem Sehnen, ihren Lüsten und Begehren hingibt. Tabulos und direkt schreibt die Autorin. Es ist wie ein kurzes Essay. Teilweise etwas abgehackt kommt es daher, aber das soll vermutlich so sein. Die Lust stellte sich mir beim Lesen nicht wirklich ein, irgendwie schrammte es an allem knapp vorbei was mich am Dabei bleiben hielt, mir fehlte die Tiefe und so schrammte ich irgendwie an der Geschichte entlang. Vielleicht tu ich der Geschichte unrecht. Immer Mal wieder ein Kapitel hier, ein Kapitel dort war vermutlich der falsche Weg, dieses Buch zu verstehen. In einem Rutsch gelesen, was bei diesem Snackbuch absolut machbar ist, wäre ich möglicherweise mehr in das Leben und die Suche der Protagonistin eingetaucht.

    24. Juli 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Constance Debré

Constance Debré, 1972 geboren, arbeitete als Anwältin, bevor sie sich in Vollzeit dem Schreiben widmete. Bisher veröffentlichte sie vier Romane.

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