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Großer Fan von diesem Setting❄️
Zuallererst: Ich hab es als Hörbuch gehört und muss sagen ich fand die Erzählstimme äußerst angenehm. Matthias Kiel hatte eine gute Art die Charaktere differenziert darzustellen. In Markshire, England ist der alte Lord Warbeck ist todkrank. Sein letztes Weihnachtsfest will er nochmal mit Familie und Freunden feiern. Das Personal hat alles gut vorbereitet, die Gäste sind eingetroffen, als ein Schneesturm das Landhaus von der Außenwelt abschneidet. Dann wird der Sohn des Lords vergiftet wird und schnell zeigt sich, dass die Gäste sich gar nicht so wohlgesonnen sind, wie es zuerst scheint. Sie sind voller Mißtrauen und verdächtigen jeden. Oder war es doch Suizid? Jede Überlegung wird angestellt. Als großer Agatha Christie Fan bin ich meist erstmal skeptisch mit Krimis im alten Großbritannien, da sie häufig ein Abklatsch sind. Vor allem das " Es sind verschiedene Charaktere, die eine Verbindung haben, aber sich meist nicht (richtig) kennen, irgendwo eingesperrt und kommen nicht weg"- Motiv ist bekannt und wurde häufig genutzt. In diesem Buch sind die Charaktere so gut gemacht, dass es nicht wie ein einfacher Abklatsch des Bekannten wirkt. Das Original ist bereits 1951 erschienen und das zeigt sich auch. Das ist wichtig zu beachten, da es in diesem Buch auch viel um die Politik von England dreht, welche im Handlungszeitraum (um 1900) aktuell ist. Mir persönlich hat diese Komponente sehr zugesagt. Unter diesem spezifischen Aspekt (den ich nicht spoilern will) habe ich, soweit ich mich erinnere noch nie einen Kriminalroman gelesen. Außerdem merkt man, dass die Sprache sehr geziert ist. Das Benehmen der Charaktere ist scheinbar typisch für die Oberschicht für Großbritannien zu dieser Zeit. Es ist so anschaulich geschrieben, dass man sofort ein Bild des verschneiten alten englischen Landguts im Kopf. Vor allem gefiel mir aber die Darstellung des nicht-kritischen Ahnenforschers, der als "exotische" Persönlichkeit der eingeschneiten Situation das gewisse Etwas verleiht. Wirklich weihnachtlich im Sinne von heimelig ist es zwar nicht, aber dennoch passte es für mich perfekt in die aktuelle Jahreszeit. Auf jeden Fall ist die Lösung des Falles sehr verzwickt und total überraschend. Ich fand es bis zu Ende spannend und alle Überlegungen bzw Zusammenhänge äußerst interessant. Große Lese- und Hörempfehlung!
31. Dez. 2025
Großer Fan von diesem Setting❄️
Zuallererst: Ich hab es als Hörbuch gehört und muss sagen ich fand die Erzählstimme äußerst angenehm. Matthias Kiel hatte eine gute Art die Charaktere differenziert darzustellen. In Markshire, England ist der alte Lord Warbeck ist todkrank. Sein letztes Weihnachtsfest will er nochmal mit Familie und Freunden feiern. Das Personal hat alles gut vorbereitet, die Gäste sind eingetroffen, als ein Schneesturm das Landhaus von der Außenwelt abschneidet. Dann wird der Sohn des Lords vergiftet wird und schnell zeigt sich, dass die Gäste sich gar nicht so wohlgesonnen sind, wie es zuerst scheint. Sie sind voller Mißtrauen und verdächtigen jeden. Oder war es doch Suizid? Jede Überlegung wird angestellt. Als großer Agatha Christie Fan bin ich meist erstmal skeptisch mit Krimis im alten Großbritannien, da sie häufig ein Abklatsch sind. Vor allem das " Es sind verschiedene Charaktere, die eine Verbindung haben, aber sich meist nicht (richtig) kennen, irgendwo eingesperrt und kommen nicht weg"- Motiv ist bekannt und wurde häufig genutzt. In diesem Buch sind die Charaktere so gut gemacht, dass es nicht wie ein einfacher Abklatsch des Bekannten wirkt. Das Original ist bereits 1951 erschienen und das zeigt sich auch. Das ist wichtig zu beachten, da es in diesem Buch auch viel um die Politik von England dreht, welche im Handlungszeitraum (um 1900) aktuell ist. Mir persönlich hat diese Komponente sehr zugesagt. Unter diesem spezifischen Aspekt (den ich nicht spoilern will) habe ich, soweit ich mich erinnere noch nie einen Kriminalroman gelesen. Außerdem merkt man, dass die Sprache sehr geziert ist. Das Benehmen der Charaktere ist scheinbar typisch für die Oberschicht für Großbritannien zu dieser Zeit. Es ist so anschaulich geschrieben, dass man sofort ein Bild des verschneiten alten englischen Landguts im Kopf. Vor allem gefiel mir aber die Darstellung des nicht-kritischen Ahnenforschers, der als "exotische" Persönlichkeit der eingeschneiten Situation das gewisse Etwas verleiht. Wirklich weihnachtlich im Sinne von heimelig ist es zwar nicht, aber dennoch passte es für mich perfekt in die aktuelle Jahreszeit. Auf jeden Fall ist die Lösung des Falles sehr verzwickt und total überraschend. Ich fand es bis zu Ende spannend und alle Überlegungen bzw Zusammenhänge äußerst interessant. Große Lese- und Hörempfehlung!
31. Dez. 2025







