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Kluges, zärtliches und politisches Buch über die Frage: Wie wollen wir lieben in einer sich verändernden Gesellschaft
Radikale Zärtlichkeit von Şeyda Kurt ist ein Buch, das ich als bereichernd erlebt habe. Kurt schlägt vor, den oft überfrachteten Begriff der Liebe durch Zärtlichkeit zu ersetzen – verstanden als Haltung der Zuwendung, Offenheit und Verantwortung. Dieser Perspektivwechsel wirkt befreiend: Liebe wird nicht länger auf romantische Zweierbeziehungen verengt, sondern als gesellschaftlich-politische Kraft sichtbar. Kurt verbindet Theorie, Kulturkritik und ihre eigene Biografie zu einem sehr persönlichen, feministischen Blick auf unsere Sehnsucht nach Verbindung. Sie zeigt, wie stark wir durch Filme, Literatur und gesellschaftliche Narrative geprägt sind – und wie eng dadurch unser Verständnis von Beziehungen oft bleibt. Das Buch liefert keine fertigen Antworten, aber es stellt die richtigen Fragen. Beim Lesen – bzw. Hören – gerät man in eine Selbstreflexion: Wie wollen wir lieben? Welche Beziehungen nähren uns wirklich? Welche Muster tragen wir weiter, ohne sie zu hinterfragen? Viele Passagen habe ich mir markiert. Auch wenn nicht alle Gedanken völlig neu sind, wenn man sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, macht Kurts biografische Offenheit das Buch besonders lesenswert. Die Hörbuchfassung, von der Autorin selbst gesprochen, ist angenehm ruhig und klar – eine Stimme, die gut zu ihrem zärtlichen Ton passt. Ein inspirierendes, kluges Buch für alle, die Liebe nicht als romantisches Ideal, sondern als politische, soziale und persönliche Praxis verstehen möchten.
30. Apr. 2026
Kluges, zärtliches und politisches Buch über die Frage: Wie wollen wir lieben in einer sich verändernden Gesellschaft
Radikale Zärtlichkeit von Şeyda Kurt ist ein Buch, das ich als bereichernd erlebt habe. Kurt schlägt vor, den oft überfrachteten Begriff der Liebe durch Zärtlichkeit zu ersetzen – verstanden als Haltung der Zuwendung, Offenheit und Verantwortung. Dieser Perspektivwechsel wirkt befreiend: Liebe wird nicht länger auf romantische Zweierbeziehungen verengt, sondern als gesellschaftlich-politische Kraft sichtbar. Kurt verbindet Theorie, Kulturkritik und ihre eigene Biografie zu einem sehr persönlichen, feministischen Blick auf unsere Sehnsucht nach Verbindung. Sie zeigt, wie stark wir durch Filme, Literatur und gesellschaftliche Narrative geprägt sind – und wie eng dadurch unser Verständnis von Beziehungen oft bleibt. Das Buch liefert keine fertigen Antworten, aber es stellt die richtigen Fragen. Beim Lesen – bzw. Hören – gerät man in eine Selbstreflexion: Wie wollen wir lieben? Welche Beziehungen nähren uns wirklich? Welche Muster tragen wir weiter, ohne sie zu hinterfragen? Viele Passagen habe ich mir markiert. Auch wenn nicht alle Gedanken völlig neu sind, wenn man sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, macht Kurts biografische Offenheit das Buch besonders lesenswert. Die Hörbuchfassung, von der Autorin selbst gesprochen, ist angenehm ruhig und klar – eine Stimme, die gut zu ihrem zärtlichen Ton passt. Ein inspirierendes, kluges Buch für alle, die Liebe nicht als romantisches Ideal, sondern als politische, soziale und persönliche Praxis verstehen möchten.
30. Apr. 2026







