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Utopien für Realisten

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Über das Buch

Was sind heute die großen Ideen? Historischer Fortschritt basierte fast immer auf utopischen Ideen: Noch vor 100 Jahren hätte niemand für möglich gehalten, dass die Sklaverei abgeschafft oder die Demokratie wirklich existieren würde. Doch wie begegnen wir den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, des Familienlebens, des gesamten globalen Gefüges? Der niederländische Vordenker Rutger Bregman sagt: «Das wahre Problem unserer Zeit ist nicht, dass es uns nicht gut ginge oder dass es uns in Zukunft schlechter gehen könnte. Das wahre Problem ist, dass wir uns nichts Besseres vorstellen können.» Wir müssen es wagen, das Unmögliche zu denken, denn nur so finden wir Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Bregman macht deutlich, warum das bedingungslose Grundeinkommen eine echte Option ist und inwiefern die 15-Stunden-Woche eine Antwort auf die Digitalisierung der Arbeit sein kann. «Alternativlos» ist für Bregman keine Option, sogar die Armut kann abgeschafft werden, wie er am Beispiel einer kanadischen Stadt zeigt. Bregmans Visionen sind inspirierend, seine Energie ist mitreißend; er zeigt: Utopien können schneller Realität werden, als wir denken.

Editionen (4)

ISBN9783748401278
VerlagAudio Verlag München
Erscheinungsdatum14.04.20

Rezensionen & Bewertungen

377 Bewertungen

42 Rezensionen

4,2

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  • matilda.billerby
    matilda.billerby

    104 Follower

    4,0

    gesellschaftliche Debatten•Zukunftsvisionen

    Rutger Bregman entführt seine Leser:innen in „Utopien für Realisten - Die Zeit ist Reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen“ in eine Welt fortschrittlicher Gesellschaftskonzepte. Mit einem klaren Stil und einer Vielzahl von Beispielen plädiert Bregman für eine Umgestaltung unserer gesellschaftlichen Strukturen. Besonders inspirierend ist das Kapitel zur 15-Stunden-Woche. Hier gelingt es Bregman, historische Bezüge herzustellen und dabei eine klare Argumentationslinie zu verfolgen. Die Verknüpfung von Arbeitszeitverkürzung und der Verbesserung der Lebensqualität ist überzeugend dargestellt. Hervorzuheben ist auch, dass Bregman, wenn auch nur kurz, die Care-Arbeit anspricht und den dort bestehenden Gender-Gap beleuchtet. Diese kritische Perspektive auf unbezahlte Arbeit und Geschlechterungleichheit gibt dem Kapitel eine wichtige Tiefe und Relevanz. Ein weiteres Kapitel, das besonders hervorheben ist, behandelt offene Grenzen und Entwicklungshilfe. Bregman argumentiert eindrucksvoll, wie Migration und die Freiheit der Menschen, ihren Wohnort zu wählen, sowohl den Einzelnen als auch die globale Gesellschaft bereichern können. Er stellt dar, dass Entwicklungshilfe oft gar nicht so nachhaltig hilft, wie wir denken. Einige Kapitel, insbesondere das zum bedingungslosen Grundeinkommen, ziehen sich allerdings und wiederholen ähnliche Argumente, was den Lesefluss stellenweise hemmt. Zudem erscheint dieses Kapitel teilweise etwas zu undifferenziert, wodurch wichtige Nuancen der Debatte nicht ausreichend berücksichtigt werden. Mit einer Bewertung von 4/5 bleibt „Utopien für Realisten“ trotz kleiner Schwächen ein inspirierendes Werk, das wichtige gesellschaftliche Debatten anstößt. Bregmans Fähigkeit, 'utopische' Ideen realistisch zu präsentieren, macht das Buch wertvoll für alle, die an eine gerechtere Welt glauben.

    9. Aug. 2024

  • niquolai
    niquolai

    10 Follower

    4,0

    Ein Hoffnungsschimmer

    In einer Zeit, in der vieles den Bach runter zu gehen scheint, sind die Bücher Bregmans ein wahrer Hoffnungsschimmer. Viele der Ansätze erscheinen auf den ersten Blick tatsächlich utopisch, jedoch waren das einst auch die Ideen von Demokratie, Frauenwahlrecht oder der Homoehe. Das Buch liefert zahlreiche spannende Denkanstöße, etwa zur Entwicklungshilfe oder der Migration. Dabei werden einige allzu starre Denkmuster der aktuellen Debatten herausgefordert. Teilweise, gerade in der ersten Hälfte des Buches, wiederholt sich Bregmann und man vermisst einen roten Faden. Zum Schluss wird es aber nochmal richtig stark! Kann es definitiv weiterempfehlen

    12. Juli 2024

3 von 42 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Rutger Bregman

Rutger Bregman, geboren 1988 in den Niederlanden, ist Historiker und Journalist und einer der prominentesten jungen Denker Europas. Bregman wurde bereits zwei Mal für den renommierten European Press Prize nominiert. Er schreibt für die »Washington Post« und die BBC sowie für niederländische Medien.

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