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Romane

Therese

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Über das Buch

Der letzte Roman des Wiener Meisters Es ist ein heller Vorfrühlingstag, als Therese in Wien eintrifft. Hinter ihr liegt die Langeweile des kleinstädtischen Alltags, die Enttäuschung der ersten Liebe. Die Offizierstochter aus gutem Hause nimmt das Dasein eines Dienstmädchens auf sich, denn sie will leben, frei sein, endlich glücklich werden in dieser verführerischen Stadt. Meisterhaft schildert Schnitzler in seinem berührenden Frauenroman das Wiener Leben an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die große Stadt läutet nicht die Glocken, als Therese in Wien eintrifft, gleichgültig nimmt sie die junge Frau auf, deren Schicksal sich hier erfüllen wird. In den Häusern von wohlhabenden Bürgern und von Geschäftsleuten, die ihre Existenz bedroht sehen, arbeitet Therese als Erzieherin, notwendigerweise geduldet, meistens aber verachtet. Die Menschen leben gleichgültig nebeneinanderher, und wer mittellos ist und voller Illusionen, hat ein besonders schweres Los. Doch Therese will leben, frei sein, glücklich werden und sucht die ersehnte Erfüllung in der Liebe. Diese ergreifende „Chronik eines Frauenlebens“, Schnitzlers zweiter und letzter Roman, ist zugleich ein beeindruckendes Panorama des Wiener Lebens im Fin de Siècle.

Editionen (18)

ISBN9783746628080
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum12.03.12
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

3,9

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  • buecherfee0111
    buecherfee0111

    66 Follower

    3,5

    Sozial-Gesellschaftskritisches Drama

    Dies ist der letzte erschienene Roman von Arthur Schnitzler und kam 1928 heraus. Eine direkte Zeit wird nicht genannt, aber ich schätze, der Roman spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Er schildert den sozialen Abstieg von Therese Fabiani. Sie bekommt ein uneheliches Kind und ist gezwungen, den Sohn zu Pflegeeltern zu geben und selbst als Gouvernante und Hauslehrerin ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine geplante Hochzeit mit einem gut situierten Mann fällt leider ins Wasser, da der Bräutigam kurz vor der Hochzeit überraschend stirbt. Der Sohn schlägt eine kriminelle Bahn ein, an der Therese sich auch die Schuld gibt. Ich hätte Therese manchmal wirklich gern geschüttelt. Zu Anfang kann man ihren Wunsch nach Unabhängigkeit verstehen. Mit dem Vater hat sie noch ein gutes Verhältnis aber er wird in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Mit Mutter und Bruder versteht sie sich nicht wirklich. Also geht sie nach Wien und will Kindermädchen/Gouvernante werden. Hier wechselt sie die Anstellungen, wie andere ihre Unterhosen. Manchmal aus Gründen, wie zum Beispiel sexuell aufdringliche Chefs, manchmal aber auch aus Nichtigkeiten, weil hier Kleinigkeiten nicht passen oder weil ihr langweilig ist. Dabei hat sie aber immer das Privileg, Unterkünfte mieten zu können und auch die späteren Pflegeeltern ihres Sohnes zu bezahlen. Wo kam das Geld dafür her, wenn sie mal wieder ohne Stellung war? Ich denke, mit etwas mehr Ehrgeiz und Willen hätte sie ihr Leben durchaus in den Griff bekommen können und der soziale Abstieg wäre nicht so schlimm geworden. Mit der Sprecherin Birgit Minichmayr bin ich nicht klar gekommen. Sie hat das Hörbuch sehr monoton, fast schon gelangweilt eingesprochen.

    29. Aug. 2024

Autorin / Autor

Über Arthur Schnitzler

Arthur Schnitzler ist einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne. Er wurde 1862 in einer angesehenen jüdischen Familie geboren. 1885 machte der promovierte Arzt die Bekanntschaft Sigmund Freuds, als Schriftsteller debütierte er 1888 mit dem Dramenzyklus „Anatol“. Seine Erzählung „Lieutenant Gustl“ (1900) gilt als Paradebeispiel des inneren Monologs, wegen der darin enthaltenen Kritik am österreichischen Militär wurde ihm der Rang eines Reserveoffiziers aberkannt. Die Menschen in Schnitzlers sozialkritischen und psychologischen Werken verlassen selten Wien, die Geburtsstadt Schnitzlers, in der er 1931 an einer Gehirnblutung starb.

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