Blick ins Buch

Romane

Raritätenladen

4,0(12)
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Deutsch
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Über das Buch

„Der Romancier mit dem dramatischen Genie.“ Die Zeit Der Besitzer des Raritätenladens, der alte Trent, verschwindet täglich gegen Mitternacht und kehrt erst im Morgengrauen heim. Warum lässt er die kleine Nell in der unheimliche Umgebung alter Rüstungen, rostiger Waffen, Fratzen aus Porzellan und anderer verstaubter Gegenstände mutterseelenallein zurück? Was wollen der hässliche Gnom Quilp und der rücksichtslose Frederick Trent von ihm? - Wie Figuren aus einem Panoptikum ziehen eine Vielzahl merkwürdiger und skurriler, boshafter und liebenswürdiger Gestalten an uns vorüber, die alle mit dem Schicksal der tapferen Nell und ihres hilflosen Großvaters verknüpft sind. Dieses Schicksal treibt die beiden auf der Flucht vor skrupelloser Geldgier und heimtückischer Intrige aus dem Raritätenladen und hetzt sie auf einer beschwerlichen Wanderung ziellos durch Stadt und Land. Am Ende verlassen die kleine Nell jedoch die Kräfte, und sie vermag nicht mehr, gegen die Widrigkeiten des täglichen Lebens anzukämpfen. Als schließlich die Gerechtigkeit trotz alledem ihren Lauf nimmt und Güte und Barmherzigkeit den Sieg davontragen, ist es für sie zu spät. „Der große viktorianische Erzähler.“ Die Welt „Die ganze Welt scheint irgendwie lächeln zu müssen, wenn Dickens sie betrachtet.“ Stefan Zweig

Editionen (8)

ISBN9783746627663
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum16.11.11
Seitenzahl736

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

3 Rezensionen

4,0

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  • kapitelchaos
    kapitelchaos

    105 Follower

    3,0

    Die kleine Nelly lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater, dem ein Raritätenladen in London gehört. Durch mangelnden Umsatz und die Spielsucht des alten Herrn, welche zu dubiosen Geschäften mit Quilp, einem erbarmungslosen Geschäftsmann, führt, sind die beiden gezwungen ihr Heim zu verlassen und woanders ihr Glück zu suchen. Nelly verliert nicht nur alles was ihr lieb und teuer ist, sondern muss sich auf der gefährlichen Reise auch um ihren dementen Großvater kümmern. - „Der Raritätenladen“ ist mit seinen 823 Seiten nicht gerade ein Leichtgewicht und ich muss zugeben, dass ich das Buch wahrscheinlich nicht beendet hätte, wenn es kein #buddyread mit Nina von @seelich_buchliebe gewesen wäre. Ich hab lange (100-200 Seiten) gebraucht um überhaupt in den Schreibstil, der mir dann doch sehr gut gefallen hat, hineinzukommen. Dadurch, dass der Roman schon ein „paar“ Jahrzehnte alt ist, werden teilweise Wörter und Ausdrücke verwendet, die in der heutigen Sprache eher selten zu finden sind. Auch die Neigung zu Schachtelsätzen (mag ich eigentlich sehr) haben es mir in Zusammenhamg mit der Sprache nicht leicht gemacht. Dickens gelingt es seine Protagonist*innen sehr genau zu zeichnen, was eine sehr gute Wahrnehmung der jeweiligen Persönlichkeit zulässt, jedoch auch ausschweifend ist und der Geschichte zeitweise die Spannung nimmt. Er war ohne Frage ein herausragender Erzähler, der die Gegebenheiten und Lebensumstände seiner Zeit detailreich zu erzählen wusste, kurzfassen war eher nicht so sein Ding. Das Frauenbild, dass er transportiert, ist katastrophal und zeigt sich vor allem in den Beschreibungen von Quilp und seiner Ehefrau, auch aber in der Behandlung von Nelly, die mehr oder weniger als Ware für den Heiratsmarkt angesehen wird. Sich darüber aufzuregen, macht an der Stelle wenig Sinn… der Orginaltext ist aus dem Jahre 1841. Auch sonst werden viele (aus heutiger Sicht) Missstände beschrieben. Im Großen und Ganzen fand ich den Text gut, sprachlich mochte ich es sehr, aber die Hälfte der Seiten hätte locker gereicht um die Geschichte zu erzählen. Empfehlenswert für Liebhaber*innen klassischer Literatur und Lesende, die sich in Beschreibungen verlieren können.

    28. Jan. 2025

  • jersy104
    jersy104

    13 Follower

    4,0

    Dickens shines again with compelling characters and writing. This book was not going in the direction I thought it would at its beginning, but that's actually something I like about Charles Dickens' novels. It's quite long and I thought the writing to be especially excessive sometimes, making me have to force myself not to skip some paragraphs. The style, humor and commentary makes everything worth reading, though sometimes I just wanted Dickens to just get going, more than in the other books by him I've read so far, but that might just have been my mood. Despite that, I wouldn't have minded spending even more time with some of the characters and getting to know Nell, the little maid or Qiulp even better. While Dickens' characters aren't the most subtle or three-dimensional, you can't help being interested in their story.

    4. Sept. 2022

  • kimskilotta
    kimskilotta

    17 Follower

    5,0

    Ein ganz tolles Buch. Charles Dickens ist ein neuer Lieblingsautor von mir ❤️

    4. Apr. 2023

Autorin / Autor

Über Charles Dickens

Charles Dickens wurde 1812 in Landport (bei Portmouth) als Sohn eines Angestellten im Marinezahlamt geboren. 1824-26 besuchte er eine höhere Privatschule (Wellington House Academy) und arbeitete anschließend als Advokatenschreiber und Gerichtsreporter. 1831-36 nahm er den Beruf des Parlamentsstenographen/-berichterstatter für liberale bürgerliche Zeitungen an. Er begründete 1846 die radikale bürgerliche Zeitung „Daily News“. Seine literarische Laufbahn begann er unter dem Schriftstellernamen Boz mit scharf beobachteten und witzigen Skizzen aus dem Londoner Leben („Sketches by Boz“). Berühmt wurde er durch „Die Pickwickier“ (1837). Seine frühen Romane „Oliver Twist“ (1838), „Nicholas Nickleby“ (1839), „Der Raritätenladen“ (1841) sowie die jährlichen Weihnachtsgeschichten machten Dickens zu einem der gefeiertsten Schriftsteller seiner Zeit. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und erfuhren zahlreiche Bearbeitungen für Film und Bühne. Er starb 1870 in Gadshill Place (bei Rochester).Weitere wichtige Werke: „Leben und Abenteuer Martin Chuzzlewits“ (1843/44), „Dombey und Sohn“ (1848), „Ein Weihnachtslied in Prosa“ (1844), „David Copperfield“ (1849/50), „Bleak House“ (1852/53), „Klein Dorrit“ (1855/57), „Harte Zeiten“ (1854), „Große Erwartungen“ (1861). Noch zu Lebzeiten wurde Charles Dickens zur Legende. Als er starb, fragte ein kleines Mädchen bange: “Charles Dickens ist tot? Wird dann auch der Weihnachtsmann sterben?“

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