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Der Gulag

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Über das Buch

Ein brutales Vermächtnis der Sowjetunion: Er zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte der Sowjetunion: der Gulag, jenes weit verzweigte, zentral gesteuerte und in seinem Umfang bis dahin beispiellose System zur Ausbeutung von Zwangsarbeit. Wie entwickelte er sich aus dem Chaos der Revolutionszeit? Welche Bedeutung hatten Zwangsarbeit und Gulag für das sowjetische System? Wie gestaltete sich das Leben in den Lagern? Diesen Fragen geht die renommierte amerikanische Journalistin Anne Applebaum in diesem Hörbuch nach. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial aus sowjetischen Archiven, das erst in jüngster Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, und auf zahllose Häftlingserinnerungen und Gespräche mit Überlebenden zeichnet die Autorin das Gulagsystem von seinen Ursprüngen bis zu seiner Auflösung in den achtziger Jahren nach − und verleiht den Opfern eine Stimme.

Editionen (4)

ISBN9783742435248
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum01.07.25

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

1 Rezensionen

4,4

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  • mindlibrary
    mindlibrary

    33 Follower

    5,0

    Ein monumentales Buch über ein System, das man nicht vergessen darf.

    Der Gulag von Anne Applebaum ist kein Buch, das man „mal eben“ liest – es ist ein Werk, das einen lange begleitet. Auf fast tausend Seiten rekonstruiert Applebaum die Geschichte des sowjetischen Lager­systems: von den ersten Lagern nach der Revolution über den Terror der 1930er-Jahre bis zum langsamen Ende nach Stalins Tod. Sie stützt sich auf Archivmaterial, Zeitzeugenberichte, Tagebücher und literarische Texte von Überlebenden und zeichnet so ein erschütternd genaues Bild dieses Apparats aus Zwangsarbeit, Hunger, Gewalt und Willkür.  Besonders eindrucksvoll ist, dass sie nicht nur Strukturen und Zahlen beschreibt, sondern das Leben der Menschen in den Mittelpunkt stellt: Verhaftung, Verhöre, Transport in überfüllten Waggons, der Alltag im Lager, Strategien des Überlebens, kleine Akte der Solidarität und das Weiterleben nach der Entlassung. Dadurch wird deutlich, wie sehr der Gulag nicht nur Millionen einzelne Biografien zerstört, sondern eine ganze Gesellschaft geprägt hat.  Der Gulag ist schwere Kost, aber klar und gut lesbar geschrieben. Es ist ein Buch, das Wut, Trauer und Fassungslosigkeit auslöst und gerade deshalb wichtig ist. Wer verstehen will, was totalitäre Systeme Menschen antun können, und warum Erinnerung hier keine Option, sondern eine Pflicht ist, findet in Applebaums Buch ein schmerzlich notwendiges Standardwerk.

    28. Dez. 2025

Autorin / Autor

Über Anne Applebaum

Anne Applebaum, geboren 1964 in Washington, D. C., ist Historikerin und Journalistin. Seit langem beschäftigt sie sich mit der Geschichte der autoritären Regime in Osteuropa. Für ihr Buch »Der Gulag« (2003) erhielt sie den Duff-Cooper- und den Pulitzer-Preis. Sie arbeitet als Kolumnistin für die Zeitschrift »The Atlantic« und als Senior Fellow an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies. Zuletzt erschienen »Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine« (2019) und »Die Verlockung des Autoritären« (2021). Für ihr Gesamtwerk wird Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 ausgezeichnet.

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