Blick ins Buch

Romane

Die Farben des Feuers

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Über das Buch

Als der berühmte Bankier Marcel Péricourt im Jahr 1927 verstirbt, steht seine Tochter Madeleine plötzlich völlig allein an der Spitze eines mächtigen Bankimperiums – in einer Epoche, in der Frauen selbst keine Geschäfte führen dürfen. Im Schatten von Börsenskandalen und politischen Wirrnissen bahnt sich ein Komplott an, der die traditionsreiche Bank Péricourt und ihre Besitzerin zu Fall bringt. Doch Madeleine weiß die unruhigen Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen und beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug. Ein beeindruckendes Zeitpanorama, eindringlich gelesen von Torben Kessler. Ungekürzte Lesung mit Torben Kessler 2 mp3-CDs | ca. 14 h 39 min

Editionen (4)

ISBN9783742410306
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum28.02.19

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

4 Rezensionen

3,9

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  • turbulenzen.und.so
    turbulenzen.und.so

    139 Follower

    3,5

    Der Graf von Monte Christo ist eine Frau

    Eine Frau im Bankenmetier. Das alleine hätte mich wohl nicht gecatcht. Der Klappentext versprach aber, dass eine Frau sich in dieser Männerdomäne behauptet. Das und dazu die Zeit in der das Buch spielt, haben jedoch mein Interesse geweckt. Der Einstieg war zäh. Eine Beerdigung, ein.( tragischer Fenstersturz. Ich blickte am Anfang nicht so recht durch. Wer? Was? Warum? Und wann tritt die Frau auf den Plan? Die Frau, Madeleine, Erbi n eines Bankenimperiums, wird durch Intrigen alles verlieren. Plötzlich findet sie sich mit ihrem an den Rollstuhl gefesselten Sohn in einem gesellschaftlichen Abstieg wieder. Jetzt hab ich Madeleine gesetzt, die sich ihr Leben Stück für Stück zurückholt und mir ein anderes Gesicht von sich zeigt, das bis dato vielleicht verborgen blieb. Irgendeinen Clou mit dem sie die Männerwelt aufmischt. Was folgt ist ein Rachefeldzug gegen die, die ihr alles genommen und ihrem Sohn Schlimmstes angetan haben. Das liest sich zwar sehr unterhaltsam aber war nicht das , was ich erwartet hatte. Am Ende empfinde ich sie teilweise skrupelloser als die Männer selbst. Ich fühlte mich sehr an den Grafen von Monte Christo erinnert. Die historischen Hintergründe, der frühe Nationalsozialismus in Deutschland, die Bankenkrise in Frankreich, fand ich sehr lesenswert und vieles war für mich absolutes Neuland. Insofern hat sich das Lesen schon gelohnt. Ob ich einen weiteren Roman des Autors lesen werde, mag ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

    Der Graf von Monte Christo ist eine Frau

    11. März 2023

  • andrea.karminrot
    andrea.karminrot

    50 Follower

    3,0

    Ich liebe Bücher über starke Frauen und als ich den Klappentext dieses Buches las, dachte ich noch, genau meins. Nach mehreren Kapiteln, war ich mir aber nicht mehr so sicher... Die Hauptfigur Madeleine, ist die Tochter eines außerordentlich großen und reichen Bankunternehmers, der gerade am Anfang des Buches verstorben war. Madeleines Sohn Paul, fällt (oder springt) während der Beerdigung seines Großvaters aus dem Fenster direkt auf den Sarg und erleidet dabei eine Querschnittslähmung. Madeleine ist mit der Situation komplett überfordert. Die Erkrankung ihres Sohnes macht ihr sichtlich zu schaffen und die Leitung einer Bank traut ihr ohnehin niemand zu. Immerhin, ist sie eine Frau und hat keine Ahnung. Zum Glück steht ihr der vertraute Jourbert zur Seite. Der hat schon all die Angelegenheiten für ihren Vater gemanagt. Sie muss sich also nur einfach zurücklehnen und machen lassen. Aber genau das führt zu mehreren Katastrophen... Mir fiel es nicht leicht in dieses Buch einzusteigen, bis ich begriffen hatte, dass es aufgebaut ist wie eine Komödie, ein Theaterstück, ein Roman aus alten Zeiten. Dumas und Co wären stolz auf Pierre Lemaitre gewesen. Vermutlich fehlt mir auch das Wissen, um die Geschichte Frankreichs, um die kleinen Spitzfindigkeiten und Insider zu verstehen, die der Autor in dem Roman versteckt hat. Es gibt unendlich viele Figuren, die erst einmal erklärt werden. Ein Vielfaches an Drumherum. Auch viele Zusammenhänge erschlossen sich mir Anfangs nicht. Trotzdem machte es irgendwie Spaß, das Buch zu lesen. Es sind die Intrigen, die Hinterhältigkeiten, die es lesenswert machen. Man findet Verbindungen in die heutige Zeit. Steuerhinterziehung, kriminelle Machenschaften, politisches Durcheinander und Geklüngel. Die Sucht nach Macht und Geltungsbedürfnis, Neid und Missgunst machen den Roman tatsächlich lesenswert. In den Roman hineingelesen, findet man tatsächlich eine gewisse Freude daran, dieser Madeleine über die Schulter zu schauen. Nur hat der Roman meine Erwartungen nicht erfüllt. Sicherlich ist der Autor wirklich begabt. Sehr sogar. Nur habe ich eine Story über eine besondere Frau erwartet. Einer Frau, die der Männerwelt beweist, dass sie weit mehr ist, als „nur eine Frau“.

    23. Feb. 2023

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Pierre Lemaitre

Pierre Lemaitre, 1951 in Paris geboren, ist Autor mehrerer preisgekrönter Romane und Kriminalromane. Sein 2014 erschienenes Buch, »Wir sehen uns dort oben«, wurde mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet. Nach »Die Farben des Feuers« hat er mit dem Abschluss der Trilogie erneut ein beeindruckendes und hochgelobtes Zeitpanorama erschaffen.

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